Revolut-Studie: Soziale Netzwerke kassieren Milliarden mit Betrugs-Werbung
11.02.2026 - 08:25:12Soziale Medien haben im vergangenen Jahr schätzungsweise 4,4 Milliarden Euro mit betrügerischer Werbung in Europa verdient. Das zeigt eine neue Studie im Auftrag der Finanz-App Revolut. Die Plattformen profitieren demnach direkt von einem boomenden Betrugsmarkt, der Verbraucher Millionen kostet.
Ein Milliardengeschäft auf Kosten der Nutzer
Die Untersuchung des Analysehauses Juniper Research zeichnet das Bild einer eskalierenden Krise. Demnach war im Jahr 2025 jede zehnte Werbeanzeige, die europäischen Nutzern angezeigt wurde, ein Betrug. Insgesamt sahen die Nutzer fast eine Billion betrügerische Werbeeinblendungen. In Großbritannien belief sich die Zahl auf etwa 95 Milliarden Anzeigen, aus denen die Plattformen rund 430 Millionen Euro Umsatz generierten.
Die finanziellen Folgen für die Opfer sind gravierend. In Großbritannien lag der durchschnittliche Schaden pro Geschädigten bei 1.258 Euro. In Irland, dem europäischen Land mit den höchsten Einzelverlusten, waren es sogar fast 1.500 Euro. Allein von irischen Nutzern sollen die Netzwerke etwa 32 Millionen Euro mit Betrugs-Werbung eingenommen haben.
Meta-Plattformen als Hauptursprung der Betrügereien
Die Studie analysierte Daten von allen großen Plattformen, darunter Facebook, Instagram, TikTok, Snapchat, X (ehemals Twitter) und LinkedIn. Besonders im Fokus stehen die Dienste des Meta-Konzerns. Bereits Revolut-Daten aus dem Jahr 2023 zeigten, dass die Mehrheit der gemeldeten Betrugsfälle auf Meta-Plattformen – inklusive WhatsApp – begann. In Großbritannien lag dieser Anteil bei 60 Prozent und stieg im zweiten Halbjahr sogar auf 66 Prozent.
Phishing- und Social‑Engineering-Angriffe über soziale Netzwerke führen immer häufiger zu hohen Verlusten – viele Unternehmen und Mitarbeiter sind darauf nicht vorbereitet. Das kostenlose Anti‑Phishing‑Paket bietet eine klare 4‑Schritte-Anleitung, erklärt aktuelle Tricks (inkl. CEO‑Fraud), zeigt psychologische Angriffspfade und liefert sofort umsetzbare Schutzmaßnahmen für Ihr Team. Ideal für IT‑Verantwortliche, Entscheider und Compliance‑Verantwortliche, die Risiken schnell senken wollen. Anti‑Phishing‑Paket kostenlos herunterladen
Zwei Betrugsmuster dominieren die Szene: Kaufbetrug und Anlagebetrug. Bei Kaufbetrügereien werden nicht existierende Waren angeboten – sie sind die häufigste Betrugsart. Die finanziell verheerendsten Folgen haben jedoch Anlagebetrügereien, die mit unrealistisch hohen Renditen locken. Obwohl sie zahlenmäßig seltener vorkommen, waren sie 2023 für 59 Prozent des gesamten Geldverlusts von Revolut-Kunden verantwortlich.
Appell an Plattformen: Mehr Verantwortung übernehmen
Angesichts der Zahlen mehren sich die Rufe nach mehr Verantwortung der sozialen Netzwerke. Revolut fordert, dass die Plattformen, die an den betrügerischen Anzeigen verdienen, auch stärker für die Schäden haften müssen. Bisher lastet die finanzielle Bürde für betrügerische Überweisungen, bei denen Opfer zur Geldüberweisung manipuliert werden, oft auf den Banken und ihren Kunden.
Ohne entschlossenes Handeln droht die Lage sich weiter zu verschärfen. Die Prognose der Forscher ist düster: Bis 2030 könnte die Zahl der Betrugs-Anzeigen für britische Nutzer auf 137 Milliarden pro Jahr steigen. In ganz Europa könnte die Zahl die Marke von 1,4 Billionen Einblendungen überschreiten. Die Einnahmen der Plattformen aus betrügerischer Werbung könnten dann auf bis zu 8,4 Milliarden Euro klettern. Die Studie unterstreicht den dringenden Handlungsbedarf für Tech-Konzerne, Finanzinstitute und Regulierungsbehörden.
@ boerse-global.de
Hol dir den Wissensvorsprung der Profis. Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Trading-Empfehlungen – dreimal die Woche, direkt in dein Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr.
Jetzt anmelden.


