RetroVa-Kit: iPhone erhält Profi-Zoom von Drittanbieter
01.02.2026 - 22:42:11Ein neues Zubehör-Kit verwandelt aktuelle iPhone Pro-Modelle in Kameras mit bis zu 12-fachem optischem Zoom – und stellt Apple damit indirekt ein Ultimatum.
Das chinesische Unternehmen PGYTech hat mit dem RetroVa Vintage Imaging Kit eine Crowdfunding-Kampagne gestartet, die die Zoom-Fähigkeiten von iPhone 16 und 17 Pro revolutionieren soll. Der Kern des Kits ist ein externer 2,35x-Telekonverter, der den optischen Zoom der Geräte massiv erweitert. Die Kampagne auf Kickstarter hat ihr Finanzierungsziel bereits deutlich übertroffen – ein Zeichen für den großen Hunger vieler Nutzer nach professionellerer Mobilfotografie.
Vom Smartphone zur Systemkamera
Das System geht weit über einfache Vorsatzlinsen hinaus. Der Telekonverter wird auf ein spezielles Gehäuse aufgeschraubt und multipliziert die Brennweite des eingebauten Teleobjektivs. Für das iPhone 16 Pro mit seinem 5x-Zoom bedeutet das: bis zu 12-facher optischer Zoom, was einer Brennweite von 282 mm bei einer Vollformatkamera entspricht. Beim iPhone 17 Pro (4x-Zoom) sind es immerhin noch 10x.
Doch PGYTech denkt ganzheitlich. Ein abnehmbarer Kameragriff mit Zwei-Stufen-Auslöser, Zoomwippe und programmierbarem Einstellrad soll das Handling einer Systemkamera imitieren. Eine Besonderheit für Videografen: Der Griff hat einen microSD-Karten-Slot, über den ProRes-Videos direkt auf externe Speicherkarten aufgezeichnet werden können. Das Kit zielt damit klar auf ambitionierte Fotografen und Content-Creator, die ihr iPhone als Hauptwerkzeug nutzen.
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Der Druck auf Apple wächst
Der Markt für hochwertige Smartphone-Fotozubehör boomt. Mit dem RetroVa-Kit folgt PGYTech seinem eigenen Erfolg bei ähnlichen Lösungen für Android-Flagschiffe von Vivo. Auch andere Hersteller ziehen nach: Honor stattet sein Magic RSR Porsche Design Smartphone ebenfalls mit einem Telekonverter aus.
Diese Entwicklung setzt Apple unter Innovationsdruck. Während Android-Hersteller bei Zoom-Reichweiten oft die Nase vorn haben, verlässt sich Apple bisher auf digitale Verbesserungen und moderate optische Upgrades. Drittanbieter wie PGYTech füllen diese Lücke nun – und bedienen eine zahlungskräftige Community, die nicht auf die nächste iPhone-Generation warten will.
Die Gretchenfrage: Integrierte Lösung oder Zubehör?
Spannend ist die strategische Frage: Wird Apple reagieren? Gerüchte aus dem Januar 2026 deuten darauf hin, dass im Konzern an einer integrierten Telekonverter-Lösung für ein künftiges iPhone 18 Pro Max gearbeitet wird. Eine solche eingebaute Variante wäre nahtlos in iOS integriert und wohl komfortabler.
Doch die technischen Hürden sind enorm. Telekonverter reduzieren das einfallende Licht und können Abbildungsfehler verstärken. Diese Probleme im hauchdünnen iPhone-Gehäuse zu kompensieren, ist eine Herkulesaufgabe für Apples Ingenieure. Externe Lösungen wie das RetroVa-Kit umgehen diese Kompromisse: Sie werden nur bei Bedarf aufgesetzt und beeinträchtigen die Leistung der Hauptkamera nicht dauerhaft.
Was kostet der Zoom-Sprung?
Für Early-Birds auf Kickstarter ist das Basis-Kit bereits für etwa 72 US-Dollar zu haben. Das vollständige Telekonverter-Paket kostet rund 184 Dollar. Nach der Crowdfunding-Phase dürften die regulären Verkaufspreise höher liegen.
Die Botschaft an Apple ist klar: Die Nachfrage nach professionellen Optiken für Smartphones ist da. Ob der Konzern mit integrierten Lösungen kontert oder den Markt weiter Drittanbietern überlässt, wird sich zeigen. Für iPhone-Fotografen, die jetzt mehr Reichweite wollen, ist das RetroVa-Kit jedenfalls eine konkrete – und bereits erfolgreich finanzierte – Option.
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