Retro-Walking, Rückwärtsgang

Retro-Walking: Der Rückwärtsgang wird zum Fitness-Trend

14.01.2026 - 07:39:12

Rückwärtsgehen schont die Knie, fordert das Gehirn und verbrennt mehr Kalorien. Die als Retro-Walking bekannte Bewegung etabliert sich als effektive und ganzheitliche Fitnessmethode. Was zunächst kurios klingt, wird von Experten und Studien zunehmend bestätigt.

Der größte Vorteil liegt in der Gelenkschonung. Beim Vorwärtsgehen landet die Ferse zuerst und sendet einen Stoß durchs Knie. Beim Rückwärtsgang setzt der Fußballen auf, was den Druck auf die Kniescheibe deutlich reduziert. Für Menschen mit Kniearthrose oder Läufern kann das ein Gamechanger sein. Studien deuten darauf hin, dass Retro-Walking Knieschmerzen effektiver lindern kann als normales Gehen.

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Gleichzeitig werden Muskeln gestärkt, die sonst oft zu kurz kommen:
* Die vordere Oberschenkelmuskulatur (Quadrizeps)
* Die Muskeln im unteren Rücken und der Rumpfgegend

Diese Stärkung stabilisiert das Knie langfristig und kann das Verletzungsrisiko senken.

Gehirn-Training mit jedem Schritt

Warum ist Retro-Walking so fordernd? Unser Vorwärtsgang ist automatisiert. Rückwärts zu gehen erfordert dagegen volle Konzentration und aktiviert den präfrontalen Kortex – die Kommandozentrale für Planung und Problemlösung im Gehirn.

Diese kognitive Herausforderung hat überraschende Effekte. Eine Studie der University of Roehampton zeigte: Teilnehmer, die sich rückwärts bewegten, konnten sich besser an Details erinnern. Dieser Boost für das Gedächtnis trat sogar ein, wenn die Bewegung nur gedanklich durchgespielt wurde. Ein klarer Beleg für die Verknüpfung von räumlicher Bewegung und geistiger Leistung.

Mehr Kalorien, bessere Balance

Die ungewohnte Bewegung hat auch handfeste physiologische Vorteile. Der Kalorienverbrauch steigt um bis zu 40 Prozent im Vergleich zum normalen Gehen im selben Tempo. Retro-Walking wird so zu einem zeiteffizienten Cardio-Training.

Zudem ist es ein exzellentes Gleichgewichts-Training. Der Körper muss die Position ohne den gewohnten Blick nach vorn ständig neu justieren. Das schult die Propriozeption, also die Wahrnehmung der eigenen Gliedmaßen im Raum. Für ältere Menschen kann das ein Schlüssel sein, um die Sturzgefahr zu verringern.

Vom Reha-Tool zum Mainstream

In der Physiotherapie ist Rückwärtslaufen seit langem ein etabliertes Mittel, etwa nach Beinverletzungen. Der aktuelle Trend macht diese Vorteile nun für alle zugänglich. Experten sehen darin einen Teil des größeren Booms von funktionellen und achtsamen Bewegungsformen.

Der Einstieg ist einfach, aber Sicherheit geht vor: Anfänger sollten auf einem hindernisfreien Platz, einem Laufband oder mit einer Begleitperson starten. Die Mischung aus körperlichem Training und mentaler Herausforderung macht den Reiz aus – ein simpler Richtungswechsel mit großer Wirkung.

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