Religionsführer, Wien

Religionsführer fordern in Wien Klimagerechtigkeit

14.02.2026 - 02:21:12

Vertreter von Buddhismus, Christentum und Islam unterzeichnen in Wien eine interreligiöse Verpflichtung für Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Das Projekt Religions4Ecology will ökologische Werte in die Lehrerausbildung integrieren.

Führende Vertreter aus Buddhismus, Christentum und Islam haben in Wien eine gemeinsame Erklärung für mehr Klimagerechtigkeit unterzeichnet. Das Treffen an der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule Wien/Krems war Teil des internationalen Projekts „Religions4Ecology“. Ziel ist es, den ökologischen Werte-Schatz der Weltreligionen für die Bildung nutzbar zu machen.

Eine Verpflichtung, die aus dem Glauben kommt

Unter dem Titel „Climate Justice and Sustainability: An Interreligious Commitment“ bekräftigten Experten aus Deutschland, Spanien, Malaysia und Albanien die gemeinsame Basis ihrer Religionen für den Schutz des Planeten. „Die Verpflichtung zur Nachhaltigkeit entspringt direkt unserem Glauben“, betonte KPH-Rektorin Ulrike Greiner.

Im Fokus stehen konkrete Lehrinhalte wie „Klimagerechtigkeit am Beispiel Wasser“. Die entwickelten Materialien sollen systematisch in der Ausbildung von Religionslehrkräften und Pädagogen verankert werden. Die Botschaft ist klar: Globale Krisen lassen sich nur gemeinsam bewältigen.

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Buddhistische Lehre als Fundament für Ökologie

Die Beteiligung buddhistischer Vertreter ist tief in deren Kernlehren verwurzelt. Zwei Konzepte sind dabei zentral:
* Die Lehre von der Interdependenz: Sie besagt, dass alle Phänomene miteinander verbunden sind. Umweltzerstörung schadet daher unweigerlich auch dem Menschen.
* Das Ideal des universellen Mitgefühls: Es erstreckt sich auf alle fühlenden Wesen und motiviert zu einem Handeln, das Leid durch Klimawandel vermeiden will.

Diese ethischen Grundlagen sind in allen großen buddhistischen Schulen verankert – von der Theravada-Tradition Südostasiens über den Mahayana-Buddhismus Ostasiens bis zur Vajrayana-Lehre Tibets.

Brücke zwischen alter Weisheit und modernen Krisen

Das Wiener Treffen findet in einer Zeit wachsenden Interesses an buddhistischer Philosophie im Westen statt. Viele Menschen suchen in Praktiken wie der Achtsamkeitsmeditation Hilfe bei Stress und für die psychische Gesundheit. Gleichzeitig bleiben zentrale Figuren wie der Dalai Lama im globalen Dialog präsent.

Parallel dazu vertiefen akademische Veranstaltungen, wie ein aktueller Gastvortrag zum Thema „Spiritualität im Buddhismus“, die wissenschaftliche Auseinandersetzung. Die Wiener Erklärung ist somit mehr als Symbolik. Sie ist Teil eines Trends, bei dem religiöse Gemeinschaften ihre Verantwortung für weltliche Probleme aktiv wahrnehmen und Brücken für die Zukunft bauen.

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