Reiche fordert vorgezogene Körperschaftsteuersenkung
08.02.2026 - 08:39:12Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) will die geplante Senkung der Körperschaftsteuer deutlich vorziehen. Ihr Vorstoß spaltet die Ampel-Koalition und stellt die Finanzierbarkeit auf den Prüfstand.
Steuerentlastung für Unternehmen im Zeitraffer
Eigentlich sollte die Entlastung erst ab 2028 schrittweise greifen. Jetzt drängt Reiche auf ein schnelleres Tempo. Der Plan der Bundesregierung sieht vor, den Steuersatz von aktuell 15 Prozent bis 2032 auf 10 Prozent zu senken. Inklusive Gewerbesteuer und Soli würde die Gesamtbelastung für Kapitalgesellschaften so von knapp 30 Prozent spürbar sinken.
Reiche und Unterstützer wie Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) fordern einen Start bereits Mitte 2026. Ihr Argument: Die deutsche Wirtschaft brauche die Liquidität und Investitionsanreize jetzt, um aus der Stagnation zu kommen. Ein späterer Beginn könnte wichtige Vorhaben weiter verzögern.
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Streit um Milliarden und den richtigen Kurs
Die Forderung stößt bei der SPD auf Skepsis. Generalsekretär Tim Klüssendorf zweifelt an der Umsetzbarkeit. Die zentrale Frage lautet: Wie sollen die Steuermindereinnahmen für Bund und Länder ausgeglichen werden, ohne die Haushaltsdisziplin zu gefährden?
Reiche betont, jede Entlastung müsse „solide finanziert“ sein. Kritiker warnen jedoch vor einer Schwächung der staatlichen Investitionskraft in Bereichen wie Infrastruktur und Klimaschutz. Die Koalitionsverhandlungen über eine mögliche Beschleunigung laufen – ein Ergebnis ist offen.
Deutscher Standort im internationalen Vergleich
Die Debatte ist Teil der großen Frage: Wie macht man Deutschland als Wirtschaftsstandort fit für die Zukunft? Die aktuelle Steuerlast für Unternehmen liegt hierzulande über dem OECD-Durchschnitt von 23,6 Prozent. Die geplante Reform soll diese Lücke schließen.
Ökonomen sind uneins, wie wirksam Steuersenkungen allein als Konjunkturmotor sind. Sie sind nur ein Faktor neben Bürokratieabbau und Fachkräftesicherung. Die Dringlichkeit im Regierungslager zeigt aber, wie ernst die Lage eingeschätzt wird.
Entscheidung noch vor der Sommerpause?
Die kommenden Wochen sind entscheidend. Gelingt eine Einigung mit der SPD zur Finanzierung, könnte ein Gesetz noch vor der Sommerpause auf den Weg gebracht werden. Bleiben die Bedenken übermächtig, gilt weiter der Plan ab 2028.
Unabhängig vom Ausgang wird die Steuerpolitik die wirtschaftspolitische Agenda der Ampel weiter dominieren. Für deutsche Unternehmen bleibt es spannend: Wann kommt die angekündigte Entlastung wirklich an?
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