RCMP warnt vor gefälschten Bußgeld-E-Mails
14.02.2026 - 07:09:12Eine neue Welle von Phishing-E-Mails bringt die kanadische Polizei auf den Plan. Betrüger verschicken massenhaft gefälschte Bußgeldbescheide, die angeblich von offiziellen Behörden stammen. Die Royal Canadian Mounted Police (RCMP) warnt die Bevölkerung eindringlich vor dieser perfiden Masche.
Die Nachrichten imitieren echte Polizei- oder Behördenkommunikation täuschend echt. Sie enthalten offizielle Logos, formelle Sprache und gefälschte Details wie Ticketnummern und Zahlungsfristen. Die Saskatchewan RCMP erhielt erst am 13. Februar zahlreiche Meldungen über solche Betrugsversuche.
So funktioniert der Abzocke-Trick
Die gefälschten E-Mails behaupten, der Empfänger habe ein Verkehrsvergehen begangen. Sie fordern eine sofortige Zahlung, um angebliche rechtliche Konsequenzen abzuwenden. Das eigentliche Ziel der Kriminellen ist jedoch ein anderes.
- Ein enthaltener Link führt auf eine gefälschte Zahlungsseite, die echte Portale kopiert. Dort sollen Opfer sensible Daten wie Kreditkartendaten preisgeben.
- Alternativ enthalten die E-Mails Schadsoftware-Anhänge. Diese Malware kann Passwörter ausspähen oder den Computer kapern.
Wer sich vor solchen Betrugs‑Mails schützen möchte, sollte sein E-Mail‑Programm richtig konfigurieren: Mit den richtigen Einstellungen in Outlook lassen sich Spam‑Filter stärken, gefährliche Anhänge blockieren und verdächtige Absender deutlicher kennzeichnen. Der kostenlose Outlook‑Spezialkurs erklärt Schritt für Schritt, wie Sie Konten sicher einrichten, Anhänge korrekt handhaben und Phishing‑Mails besser erkennen. Jetzt kostenlosen Outlook-Guide sichern
Die Taktik setzt auf Druck und Dringlichkeit, um das kritische Denken der Empfänger auszuschalten. Die Behörden betonen: Echte Bußgeldbescheide kommen niemals per unaufgeforderter E-Mail.
Fünf Alarmzeichen für Betrugs-E-Mails
Trotz professioneller Aufmachung verraten sich die Fälschungen durch klare Warnsignale. Worauf Sie achten sollten:
- Absender checken: Die E-Mail-Adresse wirkt auf den ersten Blick legitim, enthält aber oft Rechtschreibfehler oder seltsame Domain-Endungen.
- Druck erkennen: Drohungen mit Haftbefehlen oder extrem kurze Zahlungsfristen sind klassische Betrugsmuster.
- Datenpreisgabe hinterfragen: Echte Behörden fordern niemals Passwörter oder vollständige Kreditkartendaten per E-Mail an.
- Links prüfen: Fahren Sie mit der Maus über Links, um die echte Ziel-URL zu sehen – ohne zu klicken.
- Formulierungen lesen: Unpersönliche Anreden wie „Sehr geehrter Fahrzeughalter“ und Grammatikfehler sind deutliche Indizien.
Warum diese Masche so gefährlich ist
Das sogenannte Authority-Phishing nutzt gezielt das Vertrauen in staatliche Institutionen aus. Es ist Teil eines boomenden Geschäftsmodells für Cyberkriminelle.
Das Canadian Anti-Fraud Centre (CAFC) verzeichnet seit Jahren steigende Fallzahlen. Allein 2024 summierte sich der gemeldete Schaden durch Betrug in Kanada auf über 645 Millionen Dollar. Phishing gehört dabei zu den häufigsten Methoden.
Experten warnen vor einer weiteren Eskalation: Künstliche Intelligenz könnte künftig noch personalisiertere und täuschendere Betrugs-E-Mails generieren. Die internationale Organisation der Betrugsringe erschwert zudem die Strafverfolgung erheblich.
Das können Sie jetzt tun
Der beste Schutz ist eine Kombination aus technischer Vorsicht und gesundem Misstrauen. Die RCMP empfiehlt vier konkrete Schritte:
- Nicht klicken, nicht öffnen. Ignorieren Sie Links und Anhänge in verdächtigen Nachrichten komplett.
- Offiziell nachfragen. Kontaktieren Sie die angebliche Behörde über deren offizielle Website – nutzen Sie nie die Kontaktdaten aus der E-Mail.
- Vorfall melden. Leiten Sie die betrügerische E-Mail an das Canadian Anti-Fraud Centre (CAFC) weiter und informieren Sie Ihre lokale Polizei.
- E-Mail löschen. Entfernen Sie die Nachricht nach der Meldung endgültig aus Ihrem Postfach.
Die Aufklärung im persönlichen Umfeld ist entscheidend. Wer Familie und Kollegen warnt, entzieht den Kriminellen ihre Geschäftsgrundlage.
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