R+V-Report, Mittelstand

R+V-Report: Mittelstand blickt mit Sorge in die Zukunft

06.02.2026 - 20:08:12

Fast 30 Prozent der Mittelstandsführer blicken sorgenvoll in die Zukunft. Gleichzeitig ergreifen mehr Unternehmen präventive Maßnahmen zur Stärkung ihrer Widerstandsfähigkeit.

Fast ein Drittel der deutschen Mittelständler blickt mit Bangen auf die eigene Zukunft. Das zeigt der aktuelle R+V Resilienz-Report 2026. Die anhaltenden Krisen und wirtschaftlichen Unsicherheiten drücken das Vertrauen in die eigene Widerstandsfähigkeit spürbar. Doch es gibt auch eine positive Entwicklung: Immer mehr Unternehmen ergreifen jetzt vorbeugende Maßnahmen.

Deutlicher Anstieg der Zukunftsangst

Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: 29 Prozent der befragten Führungskräfte blicken sorgenvoll auf die Zukunft ihrer Firma. Vor zwei Jahren waren es nur 17 Prozent. Diese Besorgnis überträgt sich auf die Gesamtwirtschaft. Rund 70 Prozent der Führungskräfte und Beschäftigten halten die deutsche Wirtschaft für stark krisengefährdet.

„Diese Wahrnehmung kann Investitions- und Wachstumspläne beeinträchtigen“, warnt Jens Hasselbächer, Vorstand bei der R+V Versicherung. Die Kehrseite der Angst ist jedoch eine gestiegene Handlungsbereitschaft. Jedes dritte Unternehmen hat bereits präventive Maßnahmen zur Stärkung der Resilienz ergriffen – 2024 war es nur jedes fünfte.

Mitarbeiterbindung hat oberste Priorität

In der Krise rücken die eigenen Leute in den Fokus. Für 87 Prozent der Führungskräfte ist die Motivation und Bindung der Beschäftigten der wichtigste Hebel für mehr Stabilität. Diese Aufgabe wird sogar höher gewichtet als Produktentwicklung oder Preisanpassungen.

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Doch zwischen Absicht und Umsetzung klafft eine Lücke. Nur 60 Prozent der Unternehmen sind bei der Mitarbeiterbindung stark aktiv. Bei kleinen Firmen mit 10 bis 29 Mitarbeitern sind es sogar nur 47 Prozent. Die Fachkräftesicherung bleibt eine drängende Baustelle.

Cyber-Risiken treiben Nachfrage nach externer Hilfe

Die Digitalisierung wird zur doppelten Herausforderung: Sie bietet Chancen, schafft aber auch neue Angriffsflächen. Die Bedrohung durch Cyberkriminalität wächst – angetrieben auch durch KI.

Viele Mittelständler fühlen sich überfordert. Der Anteil der Firmenlenker, die externe Unterstützung für notwendig halten, ist von 58 auf 71 Prozent gestiegen. Besonders groß ist der Bedarf an Expertise in diesen Bereichen:
* Künstliche Intelligenz
* IT-Sicherheit und Cyberkriminalität
* Digitale Transformation

Neue EU-Gesetze erhöhen den Druck

Der Report trifft auf eine Zeit wachsender regulatorischer Anforderungen. Neue EU-Vorgaben wie der Cyber Resilience Act und die NIS-2-Richtlinie treten in Kraft. Sie schreiben verbindliche Pflichten für die digitale und physische Widerstandsfähigkeit von Unternehmen fest.

Dieser bürokratische Aufwand erklärt die gestiegene Nachfrage nach externer Hilfe. Gleichzeitig zeigt sich ein Umsetzungsdefizit: Die Gefahr ist erkannt, doch die Gegenmaßnahmen hinken oft hinterher – verstärkt durch begrenzte Ressourcen und komplexe Herausforderungen.

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