Quo, Vadis

Quo Vadis 2026: Immobilienbranche sucht neue Strategien

09.02.2026 - 01:52:12

Der Immobilienmarkt normalisiert sich nach der Zinswende, doch Neubaukrise und ESG-Vorgaben fordern die Branche heraus. Experten erwarten moderate Preisanstiege bei anhaltendem Wohnungsmangel.

Rund 400 Spitzenvertreter aus Wirtschaft, Politik und Wissenschaft diskutieren heute in Berlin die Zukunft der Immobilienbranche. Der Jahresauftakt-Kongress „Quo Vadis 2026“ steht im Zeichen von Zinswende, ESG-Druck und akutem Wohnraummangel. Die Branche muss sich neu erfinden.

Neubaukrise trotz stabiler Zinsen

Der Markt normalisiert sich nach den Zinserhöhungen – doch der Neubau stockt. Experten rechnen mit moderaten Preissteigerungen von 3 bis 3,5 Prozent für Wohnimmobilien. Das ist weit vom Boom entfernt.

Der strukturelle Wohnraummangel in den Städten bleibt das drängendste Problem. Prognosen zeigen: Der Neubau wird den Bedarf auch 2026 nicht decken. Politische Initiativen wie der „Bau-Turbo“ für schnellerer Genehmigungen wirken frühestens 2027.

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ESG wird zum Finanzierungs-K.o.-Kriterium

Nachhaltigkeit ist kein Nice-to-have mehr, sondern entscheidet über den Wert einer Immobilie. Die EU-Taxonomie und strengere Regulierung zwingen die Branche zum Umdenken.

  • Die Wertschere zwischen energieeffizienten „grünen“ Gebäuden und sanierungsbedürftigen Objekten klafft weiter auseinander.
  • Banken prüfen ESG-Kriterien bei der Kreditvergabe immer strenger. Nicht-nachhaltige Immobilien drohen die Finanzierung zu verlieren.
  • Für Investoren wird Nachhaltigkeit zum zentralen Faktor für die Zukunftsfähigkeit ihres Portfolios.

Die Frage auf dem Kongress lautet: Wie lässt sich diese Transformation wirtschaftlich und sozialverträglich stemmen?

Asset-Logik: Geopolitik und KI als neue Spielregeln

Unter dem Motto „Wo gehst Du hin, Asset-Logik?“ diskutieren Branchenführer die strategischen Antworten. Geopolitische Unsicherheiten erfordern eine komplett neue Risikobewertung für Investoren.

Gleichzeitig verändert Künstliche Intelligenz Bewertungs-, Management- und Bauprozesse. In einem Markt, der kein Selbstläufer mehr ist, zählt aktives, datengestütztes Management. Wertsteigerung muss heute hart erarbeitet werden.

Ein Markt für Profis, keine Selbstläufer

Die Phase der Nullzinsen ist vorbei. Der Markt hat sich vom Verkäufer- zum Käufermarkt gewandelt. Erfolg entscheidet sich jetzt durch:

  • Professionelles Know-how
  • Aktive Portfolioanpassung
  • Die Bewältigung des Sanierungsstaus
  • Flexible Nutzungskonzepte

Die stabileren Zinsen bieten zwar Planungssicherheit. Doch hohe Baukosten und regulatorische Hürden bleiben. Mit Spannung erwartet die Branche daher das Frühjahrsgutachten des ZIA (Rat der Immobilienweisen), das auf dem Kongress vorgestellt wird.

Dürfen wir auf eine Erholung hoffen? Für 2026 erwartet niemand einen Sprung nach vorn. Doch die Marktbereinigung der letzten Jahre eröffnet professionellen Akteuren neue Chancen. Der „Quo Vadis“ gibt den Startschuss für ein Jahr der Weichenstellungen.

PS:

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