Qubic, Krypto-Miner

Qubic: Krypto-Miner setzt auf Doppelstrategie mit KI und Dogecoin

22.02.2026 - 20:28:49 | boerse-global.de

Das Krypto-Projekt Qubic plant die parallele Nutzung von ASICs für Dogecoin und GPUs für KI-Training. Diese hybride Architektur soll Mining-Farmen widerstandsfähiger gegen Marktschwankungen machen.

Die Krypto-Mining-Branche erfindet sich neu: Statt auf einen einzigen Algorithmus setzen Pioniere wie Qubic jetzt auf hybride Infrastrukturen, die verschiedene Prozessoren parallel für unterschiedliche Einnahmequellen nutzen. Nach einem internen Strategiemeeting hat das Projekt nun den Fahrplan für ein neues System vorgelegt, das ASIC-basiertes Dogecoin-Mining mit seinem bestehenden KI-Trainingsnetzwerk Aigarth kombiniert. Dieser Schritt markiert eine neue Phase der Hardware-Optimierung, die Mining-Farmen widerstandsfähiger gegen Marktschwankungen machen könnte.

Vom Einzweck-Betrieb zum Multitasking-Rechenzentrum

Das Herzstück der Ankündigung ist die Integration von spezialisierten Dogecoin-ASICs in das Qubic-Ökosystem. Diese sollen parallel zum KI-System Aigarth laufen, das auf flexiblen GPU- und CPU-Arrays basiert. Ein radikaler Unterschied zum traditionellen Modell, bei dem eine Mining-Farm ihre gesamte Infrastruktur meist einer einzigen Kryptowährung widmet.

Entscheidend ist: Das neue ASIC-Mining ersetzt nicht das bestehende „Proof of Useful Work“-System. Stattdessen arbeiten beide Architekturen gleichzeitig – die GPUs und CPUs trainieren weiterhin KI-Modelle, während die ASICs Dogecoin schürfen. Die technischen Pläne dafür sind laut Projekt-Update fertig. Die Dokumentation soll bis Ende Februar veröffentlicht werden, gefolgt von Testbeginn am 4. März. Die geplante Live-Schaltung für das Hauptnetzwerk ist der 1. April 2026.

Branchentrend: Miner entdecken KI als zweites Standbein

Qubics Strategie spiegelt einen größeren Branchentrend wider: den Pivot hin zu KI und High-Performance Computing (HPC). Angesichts der enormen Nachfrage nach Rechenleistung für KI-Modelle suchen Unternehmen mit großen GPU-Flotten nach stabileren Einnahmequellen jenseits der volatilen Kryptomärkte.

Die Synergien liegen auf der Hand: Die leistungsstarken Grafikkarten, die für das Schürfen bestimmter Coins ideal sind, eignen sich auch perfekt für die parallelen Berechnungen des KI-Trainings. Das führt zu einem Wettbewerb um Ressourcen wie Rechenzentrumskapazitäten, Strom und Kühlung zwischen traditionellen Minern und KI-Entwicklern. Unternehmen, die „KI/HPC-Hosting“ anbieten können, positionieren sich strategisch deutlich besser.

Anzeige

Passend zum Thema KI- und HPC-Infrastruktur – viele leistungsstarke KI-Workloads laufen auf Linux-Servern. Wer risikofrei testen möchte, wie sich Ubuntu auf alten GPUs oder Mining-Hardware als KI-Knoten eignet, kann ein kostenloses Linux-Startpaket mit Ubuntu-Vollversion und Schritt?für?Schritt-Anleitung herunterladen. Ideal, um Hardware für KI-Training oder als flexibles Backup für Mining-Operationen umzunutzen. Jetzt kostenloses Linux-Startpaket herunterladen

GPU-Mining 2026: Nischenmarkt mit Berechnung

Die extreme GPU-Mining-Euphorie von 2020-2022 ist abgeklungen, besonders nachdem Ethereum vom energieintensiven „Proof of Work“ abgerückt ist. Dennoch bleibt GPU-Mining 2026 eine relevante Nische. Kryptowährungen mit ASIC-resistenten Algorithmen wie Ravencoin (RVN) oder Ethereum Classic (ETC) sind nach wie vor beliebte Ziele für GPU-Betreiber.

Ein positiver Nebeneffekt der abgekühlten Lage: Der Markt für Gebraucht-Hardware hat sich normalisiert. Verbraucher und Gamer können heute mit geringerem Risiko gebrauchte Grafikkarten kaufen, die nicht rund um die Uhr im Dauerbetrieb gelitten haben. Für aktuelle Miner steht heute nicht mehr der Goldrausch im Vordergrund, sondern eine kalkulierte Strategie, die Stromkosten, Effizienz und die Wahl der richtigen Coins in den Mittelpunkt stellt.

Analyse: Reifeprozess der Mining-Industrie

Die jüngsten Entwicklungen zeigen einen Reifeprozess der Branche. Das primäre Ziel ist nicht mehr, nur die Hashrate für einen einzigen Coin zu maximieren. Stattdessen verlagert sich der Fokus darauf, die gesamte Hardware-Infrastruktur für mehrere, gleichzeitige Einnahmequellen zu optimieren.

Qubics Hybrid-Modell – die Kombination aus der „Proof of Work“-Sicherheit von Dogecoin und dem „Proof of Useful Work“ seines KI-Systems – ist ein Paradebeispiel für diesen Ansatz. Der Wert entsteht nicht mehr nur durch das Absichern einer Blockchain, sondern auch durch das Ausführen rechenintensiver Aufgaben mit praktischem Anwendungsnutzen. Diese Architektur macht Mining-Betriebe anpassungsfähiger: Wenn das Schürfen einer bestimmten Währung unrentabel wird, kann die Hardware nahtlos für andere Aufgaben genutzt werden.

Ausblick: Blaupause für die Zukunft?

Die Branche dürfte weitere Innovationen bei hybriden Mining-Modellen sehen. Qubic selbst plant für März ein Upgrade seines Aigarth-Algorithmus und startet am 23. Februar seinen „New Revenue Algorithm“ neu – ein Zeichen kontinuierlicher Entwicklung.

Die Zukunft der Optimierung im Krypto-Mining liegt wohl nicht mehr nur in effizienterer Software oder Stromsparmodi. Sie liegt in grundlegender architektonischer Innovation. Wenn sich die Grenzen zwischen Krypto-Mining und KI weiter auflösen, werden jene Betriebe am erfolgreichsten sein, die ihre vielfältigen Rechenressourcen intelligent auf mehrere profitable Geschäftsfelder verteilen können. Aus simplen Mining-Farmen werden so vielseitige Hochleistungs-Rechenzentren.

Anzeige

Hol dir den Wissensvorsprung der Profis.

Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Trading-Empfehlungen – dreimal die Woche, direkt in dein Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr. Jetzt kostenlos anmelden
Jetzt abonnieren.