Qualcomm, Smartphones

Qualcomm: 2nm-Chipdesign für Smartphones der Zukunft steht

07.02.2026 - 18:09:11

Qualcomm hat den finalen Entwurf für seine 2nm-Mobilprozessoren abgeschlossen, die ab Ende 2026 in Geräten erscheinen sollen. Die Entwicklung erfolgte maßgeblich in indischen Ingenieurzentren.

Qualcomm hat den finalen Entwurf für seine revolutionären 2-Nanometer-Mobilchips abgeschlossen. Der Schritt markiert den Startschuss für eine neue Ära leistungsstarker und energieeffizienter Smartphones, die ab 2027 auf den Markt kommen sollen. Besonders bemerkenswert: Die zentrale Entwicklungsarbeit leisteten Ingenieurzentren in Indien.

Der als „Tape-Out“ bezeichnete Meilenstein bedeutet, dass das digitale Design nun für die physische Produktion an Halbleiterfabriken übergeben werden kann. Der Wechsel auf die 2nm-Architektur ist ein Quantensprung. Auf gleicher Fläche lassen sich bis zu 30 Milliarden Transistoren unterbringen – die Grundlage für eine massive Leistungssteigerung bei deutlich geringerem Stromverbrauch.

Für Nutzer bedeutet das: Smartphones werden nicht nur spürbar schneller, sondern halten auch deutlich länger durch. Komplexe On-Device-KI-Anwendungen, hochauflösendes Gaming und Multitasking profitieren direkt von dieser Effizienzrevolution.

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Indien etabliert sich als Chip-Design-Macht

Die Ankündigung ist auch ein geopolitischer Signalakt. Die wesentliche Entwicklungsarbeit für den Hochkomplexen Chip fand in Qualcomms Zentren in Bengaluru, Chennai und Hyderabad statt. Indien positioniert sich damit erfolgreich als globaler Hub für Spitzen-Design – und nicht mehr nur für Software.

„Dies unterstreicht die strategische Bedeutung Indiens für unsere Zukunft“, so ein Qualcomm-Sprecher. Das Unternehmen beschäftigt dort seinen größten Ingenieurpool außerhalb der USA. Die indische Regierung, vertreten durch IT-Minister Ashwini Vaishnaw bei der Bekanntgabe, fördert gezielt Halbleiter-Fachkräfte.

Snapdragon-Flaggschiffe der nächsten Generation

Branchenkenner erwarten, dass das Design die Basis für die kommenden Premium-Prozessoren bildet. Dazu zählen der Nachfolger der aktuellen Snapdragon-8-Elite-Serie – voraussichtlich als Snapdragon 8 Elite Gen 6 – und eine neue Generation des Snapdragon X Elite für ARM-Laptops.

Der Zeitplan ist ambitioniert: Die ersten kommerziellen Geräte mit der 2nm-Technologie sollen bereits Ende 2026 verfügbar sein. Android-Hersteller könnten ihre Flaggschiff-Modelle für 2027 damit ausstatten und so eine neue Leistungsdimension erreichen.

Schärferer Wettbewerb an der Spitze

Qualcomm ist nicht allein im Rennen um die kleinste Strukturbreite. Der taiwanesische Konkurrent MediaTek meldete bereits im September 2025 den Tape-Out seines ersten 2nm-Chips. Auch Apple wird für die A20-Prozessoren im künftigen iPhone 18 voraussichtlich auf den 2nm-Prozess von TSMC setzen.

Spannend ist die Frage der Fertigung. Qualcomm führt Berichten zufolge Gespräche mit beiden großen Auftragsherstellern, TSMC und Samsung Foundry. Eine duale Sourcing-Strategie würde das Risiko streuen und die Kosten kontrollieren. Samsung ist zudem selbst Mitbewerber mit seiner Exynos-Chipreihe.

Was bedeutet das für Verbraucher?

Der erfolgreiche Tape-Out ist mehr als ein technischer Meilenstein. Er skizziert konkret die mobilen Geräte der nahen Zukunft: Smartphones, die KI lokal und in Echtzeit verarbeiten, Spiele mit fotorealistischen Grafiken flüssig darstellen und auch bei intensiver Nutzung problemlos einen Tag durchhalten. Diese Technologie wird nicht nur Smartphones, sondern auch Laptops, Mixed-Reality-Brillen und vernetzte Fahrzeuge antreiben. Die Revolution in der Tasche nimmt konkrete Formen an.

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