Psychokardiologie, Resilienz

Psychokardiologie: Resilienz senkt Herzrisiko deutlich

03.02.2026 - 00:02:12

Studien belegen, dass eine geringe psychische Widerstandsfähigkeit das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 38 Prozent erhöht. Die junge Disziplin Psychokardiologie etabliert ganzheitliche Behandlungsansätze.

Psychische Widerstandsfähigkeit schützt das Herz. Neue Erkenntnisse zeigen: Chronischer Stress ist ein Risikofaktor wie Rauchen oder Bewegungsmangel. Die junge Disziplin Psychokardiologie belegt die enge Verbindung zwischen Psyche und Herzgesundheit.

Resilienz senkt Risiko um 38 Prozent

Studien wie die Gutenberg-Gesundheitsstudie liefern konkrete Zahlen. Menschen mit geringer psychischer Widerstandsfähigkeit haben ein um 38 Prozent höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Ihre Sterblichkeit ist ebenfalls erhöht. Die Fähigkeit, mit Stress umzugehen, ist damit mehr als mentale Stärke – sie ist ein biologischer Schutzfaktor.

So schädigt Dauerstress das Herz

Chronischer Stress versetzt den Körper in permanenten Alarm. Die Folge: eine Flut an Stresshormonen wie Cortisol.
* Der Blutdruck steigt.
* Der Herzschlag beschleunigt sich.
* Die Gefäße verengen sich.

Langfristig begünstigt dieser Zustand Bluthochdruck und Arteriosklerose. Der Körper produziert zudem entzündungsfördernde Substanzen, die Herz und Gefäße direkt angreifen. Ein Teufelskreis beginnt, denn gestresste Menschen neigen oft zu ungesunden Verhaltensweisen wie schlechter Ernährung oder Bewegungsmangel.

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Die Macht der inneren Balance

Resilienz wirkt diesem Kreislauf entgegen. Emotionale Stabilität hilft, Stressreaktionen zu regulieren. Das sympathische Nervensystem wird weniger aktiviert, die Hormonflut bleibt aus. Positive Emotionen können sogar den Herzrhythmus beruhigen. Es geht nicht darum, Stress zu vermeiden, sondern einen gesunden Umgang damit zu finden.

Ganzheitliche Behandlung wird Standard

Die Erkenntnisse verändern die Medizin. Die Psychokardiologie fordert einen ganzheitlichen Ansatz: Die seelische Verfassung von Herzpatienten muss systematisch erfasst und mitbehandelt werden. Denn eine Herzerkrankung kann Depressionen oder Angststörungen auslösen – was wiederum den Heilungsprozess bremst. Die Zusammenarbeit von Kardiologen und Psychosomatikern wird immer wichtiger. Therapien umfassen:
* Psychotherapeutische Unterstützung
* Gezielte Resilienztrainings
* Entspannungsverfahren

Gesellschaft unter Dauerstrom

In einer leistungsorientierten Gesellschaft gewinnt die Prävention an Bedeutung. Experten fordern, psychische Schutzfaktoren stärker in der Vorsorge zu berücksichtigen. Könnten gezielte Resilienztrainings und bessere psychologische Begleitung die Welle an Herz-Kreislauf-Erkrankungen bremsen? Die Forschung arbeitet an personalisierten Präventionsstrategien, die individuelle psychische Risiken einbeziehen. Die Botschaft ist klar: Die Gesundheit von Herz und Seele ist untrennbar.

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