PSI Software Aktie: KRITIS-Alarm
23.01.2026 - 12:00:35Die US-Übernahme ist fast perfekt – doch jetzt regt sich Widerstand aus unerwarteter Richtung. Während Warburg Pincus mit 83,24 Prozent der Anteile das Delisting vorbereitet, schlagen Kunden aus der kritischen Infrastruktur Alarm. Ihre Sorge: Software für deutsche Strom- und Gasnetze unter amerikanischer Kontrolle.
Übernahme faktisch abgeschlossen
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Nach Ablauf der verlängerten Annahmefrist am 2. Januar 2026 kontrolliert Warburg Pincus 83,24 Prozent der PSI-Aktien – 81,72 Prozent aus dem Angebot plus bereits gehaltene Positionen. Der Preis: 45,00 Euro je Aktie. E.ON bleibt mit 17,77 Prozent als strategischer Investor an Bord.
Das Bundeskartellamt hat grünes Licht gegeben. Das Closing ist für das erste Quartal 2026 vorgesehen, sobald die letzten regulatorischen Freigaben vorliegen. Danach soll das Delisting von der Frankfurter Börse folgen.
Energiewirtschaft schlägt Alarm
Kritische Stimmen kommen aus dem KRITIS-Sektor. Zahlreiche Betreiber von Strom- und Gasnetzen setzen auf Berliner Softwarelösungen – und sehen den Kontrollwechsel an einen US-Investor als strategisches Risiko. Einzelne Stimmen aus der Branche hoffen darauf, dass die Bundesregierung die bereits kartellrechtlich genehmigte Transaktion noch stoppt.
Der Vergleich liegt auf der Hand: Die Snam-OGE-Transaktion scheiterte an chinesischen Beteiligungen, die Regierung untersagte den Deal. Ob ähnliche Mechanismen bei einer US-Übernahme greifen könnten, bleibt offen.
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Transformation unter neuer Flagge
Warburg Pincus plant keine Zerschlagung. Im Gegenteil: Das über 700 Millionen Euro schwere Investment soll PSI bei der Transformation zu Software-as-a-Service und cloudnativen Lösungen beschleunigen. Der PSI-Vorstand unterstützt das Delisting ausdrücklich – als Weg zu mehr finanzieller Flexibilität und einer stabilen Eigentümerstruktur.
Die kommenden Wochen bringen Klarheit. Bisher gibt es keine Signale aus Berlin, dass die Regierung eingreifen will. Das Closing im ersten Quartal 2026 bleibt das erklärte Ziel – es sei denn, die politische Dimension der Übernahme gewinnt an Gewicht.
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