Pronova BKK-Studie: Jeder Dritte arbeitet an der Belastungsgrenze
15.02.2026 - 18:19:12 | boerse-global.deFast 30 Prozent der Beschäftigten arbeiten permanent an ihrer Grenze. Das zeigt die neue Studie „Arbeiten 2025“ der Krankenkasse Pronova BKK. Besonders alarmierend: Die Erschöpfung bleibt oft unsichtbar. Experten sprechen von „Quiet Cracking“ – einer stillen, inneren Überlastung, die nach außen hin verborgen bleibt.
Die unsichtbare Krise: Was ist „Quiet Cracking“?
Betroffene funktionieren im Job weiter, sind innerlich aber bereits ausgebrannt. Dieser schleichende Prozess ist besonders tückisch, weil er lange unentdeckt bleibt. „Die Überlastung findet im Verborgenen statt“, erklärt ein Wirtschaftspsychologe. Das begünstige den Weg in ein manifestes Burnout.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) klassifiziert Burnout seit 2019 als Syndrom aus chronischem, ungelöstem Arbeitsstress. Die Symptome:
* Emotionale Erschöpfung
* Zynismus und Distanz zum Job
* Deutlich sinkende Leistungsfähigkeit
Die Studie zeigt: Besonders die jüngere Generation Z leidet unter diesem permanenten Anpassungsdruck.
Psychische Erkrankungen auf dem Vormarsch
Die Ergebnisse passen in ein besorgniserregendes Gesamtbild. Andere Krankenkassen bestätigen den Trend. Der aktuelle DAK-Gesundheitsreport verzeichnet für 2025 einen deutlichen Anstieg bei Fehltagen durch psychische Erkrankungen – ein Plus von 6,9 Prozent.
Sie sind mittlerweile der zweithäufigste Grund für Arbeitsausfälle. Treiber sind Digitalisierung, globale Krisen und hoher gesellschaftlicher Druck. Die wirtschaftlichen Folgen sind immens: Depressionen und Angstzustände kosten die Weltwirtschaft laut WHO und Internationaler Arbeitsorganisation (ILO) fast eine Billion US-Dollar pro Jahr.
Unternehmen in der Pflicht
Angesichts dieser Entwicklung rückt die Verantwortung der Arbeitgeber in den Fokus. In Deutschland sind sie gesetzlich verpflichtet, psychische Belastungen im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung zu ermitteln und zu reduzieren.
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Die WHO empfiehlt zudem, Führungskräfte umfassend zu schulen. Sie sollen stressfördernde Umgebungen erkennen und präventiv gegensteuern können. Ziel ist eine Kultur, in der über mentale Gesundheit ohne Stigma gesprochen werden kann.
Neue Kampagnen und der Fokus auf Resilienz
Die Sensibilisierung für das Thema wächst. Die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA) plant für 2026 bis 2028 eine europaweite Kampagne zu psychosozialen Risiken.
Für Beschäftigte bleibt die Eigenverantwortung wichtig. Psychologen raten, eigene Ressourcen bewusst wahrzunehmen und aktiv Gespräche zu suchen, um die Isolation zu durchbrechen. Der Schlüssel liegt im Zusammenspiel von organisationaler Prävention und individueller Resilienz.
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