Projektmanagement-Markt, Wachstum

Projektmanagement-Markt: Wachstum trifft auf Do-it-yourself-Trend

20.02.2026 - 07:02:12 | boerse-global.de

Der Markt für Projektmanagement-Software wächst stark, doch ein Drittel der Unternehmen setzt bereits auf selbst entwickelte Tools. Dieser fundamentale Konflikt prägt die digitale Arbeitswelt.

Der Markt für Online-Projektmanagement-Software wächst kräftig – doch gleichzeitig setzen immer mehr Unternehmen auf Eigenentwicklungen. Diese beiden gegenläufigen Trends prägen die digitale Arbeitswelt.

Veröffentlicht: Freitag, 20. Februar 2026

Die digitale Arbeitswelt spaltet sich in zwei Lager. Während der Markt für fertige Projektmanagement-Lösungen bis 2026 auf 8,1 Milliarden US-Dollar wachsen soll, bauen über ein Drittel der Unternehmen bereits eigene Tools. Diese Doppelbewegung stellt Firmen vor eine grundlegende Entscheidung: kaufen oder selbst entwickeln?

KI und Cloud treiben das Geschäft mit Standard-Software

Eine aktuelle Marktanalyse prognostiziert dem Sektor eine rosige Zukunft. Bis 2033 soll das Volumen auf 13,1 Milliarden US-Dollar steigen – das entspricht einer jährlichen Wachstumsrate von 7,1 Prozent. Treiber sind der anhaltende Trend zu hybridem Arbeiten und der Einsatz von Künstlicher Intelligenz.

KI übernimmt zunehmend vorausschauende Planung, Ressourcen-Optimierung und Workflow-Automatisierung. Die Cloud bleibt mit über 56 Prozent Marktanteil der dominierende Bereitstellungsweg. Besonders kleine und mittlere Unternehmen sowie Branchen wie IT, Gesundheitswesen und Bau setzen auf diese Standardlösungen.

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Gegenbewegung: Immer mehr Firmen entwickeln selbst

Doch parallel dazu vollzieht sich ein bemerkenswerter Gegentrend. Eine Studie vom 17. Februar 2026 zeigt: 35 Prozent aller Teams haben mindestens eine kommerzielle SaaS-Lösung bereits durch eine Eigenentwicklung ersetzt. 78 Prozent planen, im kommenden Jahr noch mehr interne Tools zu bauen.

Besonders Projektmanagement-Software steht auf der Ersetzungsliste ganz oben. Der Grund? Vorgefertigte Produkte können oft nicht mit individuellen Arbeitsabläufen mithalten. „Wenn Prozesse einzigartig werden, stößt Standardsoftware an ihre Grenzen“, erklärt ein Branchenkenner. Interessant: 60 Prozent der Befragten gaben zu, Software sogar ohne Genehmigung der IT-Abteilung zu entwickeln – ein klares Zeichen für den Bedarf an maßgeschneiderten Lösungen.

Wie etablierte Anbieter reagieren

Marktführer wie Asana, Monday.com und ClickUp schlafen nicht. Sie antworten auf den DIY-Trend mit mehr Flexibilität und KI-Integration. Erst kürzlich kündigte Asana eine Verbindung mit dem KI-Assistenten Claude an. Gespräche lassen sich so direkt in Aufgaben und Projekte umwandeln.

Auch andere Plattformen rüsten nach. Aktuelle Updates setzen auf KI-Assistenten, die Fortschritte zusammenfassen, Aufgaben generieren und komplexe Automatisierungen einrichten können. Das Ziel ist klar: Sie wollen durch intelligente Features überzeugen – und Firmen vom Kauf statt vom Bau überzeugen.

Analyse: Zwei Wege in die digitale Zukunft

Die Spaltung des Marktes spiegelt einen Grundkonflikt wider. Auf der einen Seite stehen die Vorteile fertiger SaaS-Lösungen: Sie bieten sofort einsatzbereite, sichere und ständig weiterentwickelte Funktionen. Für viele Unternehmen, besonders KMU, ist das die effizientere Wahl.

Auf der anderen Seite wächst mit zunehmender Unternehmensgröße und Prozessreife oft der Wunsch nach perfekt angepassten Tools. „Die starren Strukturen mancher Standardprodukte werden zum Hindernis“, so eine Analystin. Low-Code-Plattformen machen Eigenentwicklungen heute zudem einfacher denn möglich.

Ausblick: Der Kampf um den optimalen Workflow

Die Zukunft wird wohl von dieser Dualität geprägt bleiben. Der SaaS-Markt wird weiter wachsen, besonders dort, wo standardisierte Abläufe dominieren. Anbieter werden versuchen, durch All-in-One-Lösungen und noch mehr KI zu überzeugen.

Gleichzeitig dürfte der Eigenbau-Trend Fahrt aufnehmen, vor allem in Großunternehmen und Nischenbranchen. Die Gewinner werden jene Unternehmen sein, die die „Kaufen oder Bauen“-Frage klug entscheiden – und so die Tools finden oder schaffen, die perfekt zu ihrer Arbeits-DNA passen.

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