PROFESS-Studie: Zwei Drittel der Professoren leiden unter Dauerstress
10.03.2026 - 00:00:24 | boerse-global.deDie Techniker Krankenkasse und die LMU München warnen vor einem alarmierenden Zustand. Ihre neue PROFESS-Studie zeigt: Fast zwei Drittel der befragten Professorinnen und Professoren fühlen sich häufig oder ständig gestresst. Die Daten sind ein Brennglas für ein gesamtgesellschaftliches Problem.
Über 2.000 Befragte: Die Zahlen sind schonungslos
Die Studie des Center for Higher Education Research & Governance befragte mehr als 2.000 verbeamtete Hochschullehrer. Das Ergebnis ist eindeutig: Über 85 Prozent sehen ihre Gesundheit durch den Job gefährdet. Besonders besorgniserregend: Acht Prozent gaben an, in den letzten sechs Monaten ein Burnout erlitten zu haben.
Studienleiterin Yvette Hofmann wies auf extreme Belastungen in der Altersgruppe der 35- bis 54-Jährigen hin. Weibliche Lehrkräfte sind oft zusätzlich durch Gremienarbeit und Familie gefordert. Die Botschaft der Experten ist klar: Was im Hörsaal beginnt, betrifft bald die gesamte Arbeitswelt.
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Cortisol: Vom Lebensretter zum schleichenden Gift
In akuten Momenten ist das Stresshormon Cortisol überlebenswichtig. Es mobilisiert Energie und macht uns reaktionsschnell. Das Problem beginnt, wenn der Alarmzustand zum Dauerbetrieb wird – genau das belegt die Studie für viele Befragte.
Dann bleibt die biologische Entwarnung aus. Ein dauerhaft erhöhter Cortisolspiegel unterdrückt das Immunsystem, fördert Entzündungen und begünstigt gefährliches Bauchfett. Der Körper ist im Dauerkonflikt: Er mobilisiert pausenlos Energie, blockiert aber gleichzeitig seine eigenen Reparaturmechanismen.
Das Gehirn im Dauerfeuer: Wenn Denken schwerfällt
Die fatalsten Folgen hat der Stress für unser Denkorgan. Chronisch hohe Cortisolwerte attackieren besonders den Hippocampus. Diese Hirnregion ist zuständig für Lernen, Gedächtnis und Emotionen.
Die Folge? Die neuronale Plastizität leidet, das Gehirn kann sich schlechter anpassen. Betroffene berichten von Konzentrationsschwäche, Vergesslichkeit und Problemen bei komplexen Aufgaben. Der Hippocampus schrumpft sogar, während das Angstzentrum, die Amygdala, aktiver wird. Das erklärt, warum Dauerstress oft in Reizbarkeit, Ängsten oder Depressionen mündet.
Ein Systemversagen: Wo bleibt die Prävention?
Die Studie offenbart ein strukturelles Defizit. Rund 40 Prozent der Befragten gaben an, keinerlei Unterstützung durch ihren Arbeitgeber zu erhalten. Nur ein Fünftel wusste überhaupt von Gesundheitsmaßnahmen an der eigenen Einrichtung.
Dieser Mangel an Prävention ist branchenübergreifend. Der volkswirtschaftliche Schaden durch stressbedingte Ausfälle geht in die Milliarden. Arbeitsmediziner fordern ein radikales Umdenken: Die Verantwortung darf nicht allein beim Einzelnen liegen. Arbeitsbedingungen müssen so gestaltet werden, dass Dauerstress gar nicht erst entsteht.
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Was jetzt zu tun ist
Die Veröffentlichung der Daten dürfte die Debatte um gesunde Arbeit weiter anheizen. Der Druck auf öffentliche und private Arbeitgeber wächst, in wirksame Präventionsprogramme zu investieren.
Für den Einzelnen bleiben bewährte Strategien der wichtigste Schutz: ausreichend Schlaf, regelmäßige Bewegung und gezielte Entspannung. Sie senken den Cortisolspiegel nachweislich. Die klare Botschaft der Studie lautet: Chronischer Stress ist keine Befindlichkeit, sondern eine handfeste biologische Gefahr.
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