Pragmata, Capcoms

Pragmata: Capcoms neues Sci-Fi-Abenteuer setzt technische Maßstäbe

18.04.2026 - 10:01:41 | boerse-global.de

Capcoms neues Sci-Fi-Spiel Pragmata überzeugt mit breiter Hardware-Unterstützung und High-End-Grafik wie Path Tracing. Die RE Engine ermöglicht flüssiges Spielen auf alter Hardware bei gleichzeitig beeindruckender Optik.

Pragmata: Capcoms neues Sci-Fi-Abenteuer setzt technische Maßstäbe - Foto: über boerse-global.de

Das erste große neue Franchise des Publishers seit 2024 feierte gestern seinen weltweiten Launch auf PlayStation 5, Xbox Series X/S, PC und der Nintendo Switch 2. Nach etwa sechs Jahren Entwicklungszeit überzeugt das Spiel nicht nur durch eine packende Handlung auf einer Mondstation, sondern vor allem durch seine bemerkenswerte technische Skalierbarkeit. Es schafft den Spagat zwischen breiter Hardware-Unterstützung und High-End-Grafikfeatures wie Path Tracing.

Ein Mond-Abenteuer mit zweischichtigem Kampfsystem

Die Geschichte führt den Raumfahrer Hugh und seinen Androiden-Begleiter Diana durch die lunare Forschungsstation „Cradle“. Ihr Ziel: der Flucht vor der feindlichen Künstlichen Intelligenz IDUS. Das Herzstück des Gameplays ist ein innovatives „zweischichtiges“ Kampfsystem. Spieler müssen Hughs Feuerwaffen und Beweglichkeit koordinieren, während sie gleichzeitig Dianas Echtzeit-Hacking-Fähigkeiten nutzen, um Schwachstellen der Roboter-Gegner freizulegen. Diese Synergie wird von einer ausgeklügelten Grafikpipeline unterstützt, die fortschrittliche Partikeleffekte und physikbasierte Haarsimulation in den Vordergrund stellt.

Erstaunlich niedrige Mindestanforderungen trotz High-End-Optik

Trotz seines High-Fidelity-Ansatzes erntet Pragmata Lob für seine zugänglichen Systemvoraussetzungen. Capcom ermöglicht flüssiges Spielen auch auf Hardware, die mittlerweile mehrere Generationen alt ist. Die Mindestanforderungen für den PC sehen einen Intel Core i5-8500 oder AMD Ryzen 5 3500 mit 16 GB RAM vor. Auf der Grafikkarten-Seite reichen eine NVIDIA GeForce GTX 1660 (6 GB) oder eine AMD Radeon RX 5500 XT (8 GB) für etwa 45 Bilder pro Sekunde (fps) in 1080p mit den „Performance“-Einstellungen aus.

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Für ein flüssiges 60-fps-Erlebnis in 1080p mit „Balanced“-Settings empfiehlt Capcom modernere Mittelklasse-Hardware wie einen Intel Core i7-8700 oder Ryzen 5 5500 mit einer NVIDIA GeForce RTX 2060 Super oder AMD Radeon RX 6600. Erfreulich ist der geringe Speicherbedarf von nur 40 GB – eine erfrischende Größe im Vergleich zu anderen AAA-Titeln des Jahres 2026. Für die nahtlosen Übergänge zwischen Hacking und Kampf wird zwar eine SSD empfohlen, eine Festplatte reicht jedoch aus.

High-End-Benchmarks und die VRAM-Frage

Während das Spiel auf alter Hardware läuft, entfaltet es seine volle Pracht erst auf neuesten Grafikkarten der NVIDIA 50er-Serie oder AMD RX 9000-Serie. Benchmarks zeigen: In nativer 4K-Auflösung mit maximalen Einstellungen (ohne Raytracing) erreicht eine RTX 5090 satte 143 fps, die Vorgänger-Generation RTX 4090 kommt auf 106 fps.

Ein kritischer Faktor für Enthusiasten ist der Video-RAM (VRAM). Tests zeigen, dass 8-GB-Grafikkarten bei Auflösungen über 1080p an ihre Grenzen stoßen. Für ein stabiles Erlebnis in 1440p sind 12 GB oder 16 GB VRAM deutlich im Vorteil. So liefert die RTX 5070 (12 GB) starke Ergebnisse in 1080p, stößt in 4K aber an Speichergrenzen. Die 16-GB-Variante der RTX 5060 Ti zeigt dagegen konsistentere Frametimes in höheren Auflösungen, trotz geringerer Rechenleistung.

AMDs Top-Modell, die Radeon RX 9070 XT, liegt performancemäßig auf Augenhöhe mit der RX 7900 XTX in 1440p. Erste Tester berichten jedoch von leichtem Ruckeln, was auf weiteren Optimierungsbedarf der Treiber hindeutet.

Path Tracing als exklusives NVIDIA-Feature

Eine der definierenden technischen Innovationen ist der umfangreiche Einsatz von Ray- und Path-Tracing. Die RE Engine berechnet realistische Licht- und Umgebungsreflexionen, die sich dynamisch mit den metallischen Oberflächen der Mondstation verändern. Der Effekt ist in den hellen, reflektiven Umgebungen von Pragmata deutlich sichtbarer als in den düsteren Gängen von Resident Evil Requiem.

Das rechenintensive Path Tracing ist derzeit exklusiv für NVIDIA-Grafikkarten verfügbar. Um damit spielbare Framerates zu erreichen, setzt das Spiel auf NVIDIAs DLSS 4.5 mit Multi-Frame-Generation und Ray Reconstruction. Herstellerangaben zufolge überschreitet eine RTX 5090 mit diesen Einstellungen in 4K die 290-fps-Marke.

AMD-Nutzer können auf FSR 3.1 oder das neue FSR 4.0 für die RX-9000-Serie zurückgreifen, das erstmals maschinenlernbasierte Frame-Generation bietet. Path Tracing bleibt für Radeon-GPUs jedoch gesperrt; sie müssen sich mit standardmäßigem Raytracing begnügen.

Handheld-PCs werden an ihre Grenzen gebracht

Der Launch dient auch als Benchmark für den wachsenden Markt der Handheld-PCs. Auf Geräten wie dem Steam Deck, ASUS ROG Ally X oder MSI Claw 8 wird die RE Engine zwar gut optimiert, doch Pragmata treibt die portablen Systeme an ihre Grenzen. In actionreichen Szenen mit robotischen Gegnern oder komplexen, 3D-gedruckten Umgebungen schwanken die Framerates spürbar.

Besitzer solcher Geräte sollten Upscaling-Technologien aktivieren. Während DLSS und FSR unterstützt werden, fehlt die Unterstützung für Intel XeSS 2.0. Nutzer von Intel-basierten Handhelds oder Arc-GPUs sind daher auf FSR 3.1 angewiesen. Trotz der Herausforderungen gilt das Spiel als deutlich zugänglicher für Low-End-Hardware als viele aktuelle Titel auf Unreal Engine 5 – ein Beleg für die Effizienz von Capcoms Entwicklungstools.

Ein gelungener Start nach langem Entwicklungsmarathon

Der Launch von Pragmata fällt in eine phase des technischen Umbruchs in der Spielebranche. Als erstes Capcom-Spiel mit nativem Path Tracing auf dem PC setzt es einen neuen Standard für die PC-Strategie des Entwicklers. Die Entscheidung, Ende 2025 einen spielbaren Demo-Abschnitt (Pragmata: Sketchbook) zu veröffentlichen, half, die Erwartungen nach mehrfachen Verschiebungen zu managen. Die ursprünglich für 2022 geplante Veröffentlichung wurde 2023 auf unbestimmte Zeit verschoben. Die zusätzliche Entwicklungszeit scheint sich gelohnt zu haben: Das fertige Spiel umgeht viele Performance-Probleme, die andere AAA-Launches der letzten zwei Jahre plagten.

Der Fokus liegt nun auf der Unterstützung nach dem Launch. Capcom arbeitet bereits an einem „Dynamic Multi Frame Generation“-Modus für die NVIDIA App. Besonders spannend wird die Beobachtung der Nintendo Switch 2-Version, die zeigt, wie Capcoms Multiplattform-Strategie mit der Hardware-Lücke umgeht. Die bisher positiven Kritiken deuten darauf hin, dass die Zukunft der RE Engine als vielseitige Engine für Horror und High-End-Sci-Fi gesichert ist. Spielern wird aktuell geraten, bei der Hardware-Wahl für Pragmata vor allem auf VRAM-Kapazität und Upscaling-Kompatibilität zu achten.

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