Potsdam, Zukunft

Potsdam baut Zukunft zwischen Krampnitz und Bürgerwille

06.02.2026 - 01:34:11

Potsdam wächst mit dem neuen Stadtteil Krampnitz und dem geplanten Uni-Campus am Brauhausberg. Die Stadt setzt auf digitale Beteiligung und Kiez-Budgets, um die dynamische Entwicklung zu gestalten.

Potsdams Stadtentwicklung wird von Megaprojekten und intensiver Bürgerbeteiligung geprägt. Während heute keine zentrale Dialogveranstaltung stattfindet, bestimmen der neue Stadtteil Krampnitz und die Pläne für den Brauhausberg die Debatte. Die Stadt setzt auf digitale Plattformen und Kiez-Budgets, um den rasanten Wandel transparent zu gestalten.

Krampnitz: Ein neuer Stadtteil für 10.000 Menschen entsteht

Auf einem ehemaligen Kasernengelände im Norden der Stadt wächst eines der größten Stadtentwicklungsprojekte Deutschlands. In Krampnitz entsteht ein Quartier für bis zu 10.000 Einwohner. Die Bauarbeiten laufen auf Hochtouren – es geht nicht nur um Wohnungen, sondern auch um Schulen, Kitas und Sporthallen.

Das Projekt mischt sanierte denkmalgeschützte Klinkerhöfe mit Neubauten für Mieter und Eigentümer. Die größte Herausforderung bleibt die Verkehrsanbindung. Die geplante Erweiterung der Tramlinie 96 ist unerlässlich und befindet sich in einem fortgeschrittenen Planungsstadium.

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Brauhausberg: Kontroverse um Plattners Uni-Campus

Während am Stadtrand gebaut wird, entzünden sich innerstädtische Debatten. Die Pläne von Milliardär Hasso Plattner, auf dem Brauhausberg einen neuen Universitätscampus zu errichten, wurden kürzlich intensiv in der Stadtverordnetenversammlung diskutiert.

Um Transparenz zu schaffen, lud die Stadtverwaltung zu Besichtigungen des sonst nicht zugänglichen Geländes ein. Ein Versuch, bei kontroversen Vorhaben den direkten Dialog zu suchen. Parallel zeigt die Rekonstruktion der historischen Mitte, wie innerstädtische Entwicklung funktionieren kann – etwa mit Bürgerstadthäusern am Alten Markt.

Wie Potsdam seine Bürger einbindet

Die Landeshauptstadt hat feste Strukturen für Beteiligung etabliert. Eine zentrale Anlaufstelle ist die „WerkStadt für Beteiligung“. Seit Anfang 2025 bündelt die Stadt ihre digitalen Angebote auf der neuen Plattform „mitgestalten.potsdam.de“.

Dort können sich Bürger über den Haushalt informieren, Ideen einbringen oder an Umfragen teilnehmen. Ein aktuelles Beispiel ist die Debatte um eine autoärmere Innenstadt. Hier können Bürger in einer zweiten Online-Runde ihre Vorschläge zur Umgestaltung von Straßenräumen einbringen.

Vom Kiez-Budget bis zum OBM-Dialog

Ein konkretes Finanzierungsinstrument ist der Potsdamer Bürgerhaushalt. Dieses Kiez-Budget ermöglicht es Einwohnern, direkt über die Verwendung eines Teils des Stadthaushalts für Projekte in ihrem Viertel zu entscheiden.

  • Von der Gestaltung von Grünflächen
  • Bis hin zu sozialen oder kulturellen Initiativen

Regelmäßige Formate wie die Einwohnerfragestunde in der Stadtverordnetenversammlung und der „OBMdialog“, bei dem der Oberbürgermeister in die Stadtteile kommt, ergänzen diese Beteiligungsmöglichkeiten.

Wachstum zwischen Wohnungsnot und Mitsprache

Potsdam wächst dynamisch – und steht damit vor typischen Metropol-Herausforderungen. Der enorme Bedarf an bezahlbarem Wohnraum, besonders für Haushalte mit niedrigen und mittleren Einkommen, ist immens. Die kommunale ProPotsdam GmbH plant mit Milliarden-Investitionen Tausende neue Wohnungen.

Gleichzeitig wächst der Bürgeranspruch auf Mitsprache bei Entscheidungen, die das Stadtbild nachhaltig verändern. Das „Potsdamer Modell“ versucht diesen Spagat zwischen nötiger Entwicklung und dem Wunsch nach Dialog zu meistern. Komplexe Projekte wie die Krampnitz-Anbindung zeigen: Transparenz ist entscheidend für Akzeptanz.

Was in den kommenden Monaten entschieden wird

Die Weichen für das Potsdam von morgen werden jetzt gestellt. Drei zentrale Prozesse laufen parallel:

  • Die Planfeststellung für die Tram nach Krampnitz muss abgeschlossen werden, um den Zeitplan für den neuen Stadtteil zu halten.
  • Die endgültige Entscheidung über den Uni-Campus am Brauhausberg steht nach den jüngsten Debatten bevor.
  • Die Diskussion zur Mobilitätswende in der Innenstadt nimmt weiter Fahrt auf. Die Ergebnisse der Bürgerbeteiligung sollen hier als Grundlage für politische Entscheidungen dienen.

Der Erfolg wird maßgeblich davon abhängen, ob das Wachstum sozial und ökologisch nachhaltig gelingt – und der Dialog mit den Bürgern ein konstruktiver Teil des Prozesses bleibt.

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