Portugal, Gebühren

Portugal erhöht Gebühren für Aufenthaltsgenehmigungen

05.03.2026 - 00:39:15 | boerse-global.de

Die portugiesische Einwanderungsbehörde AIMA hat ihre Gebühren deutlich erhöht. Trotz dieser Hürde fließen weiterhin Milliarden an ausländischem Kapital in den heimischen Immobilienmarkt.

Portugal erhöht Gebühren für Aufenthaltsgenehmigungen - Foto: über boerse-global.de
Portugal erhöht Gebühren für Aufenthaltsgenehmigungen - Foto: über boerse-global.de

Portugal verteuert die Einwanderung. Die zuständige Agentur AIMA hat die Gebühren für Aufenthaltsgenehmigungen und Einbürgerungen um bis zu 33 Prozent angehoben. Die Maßnahme trifft vor allem Nicht-EU-Bürger, die oft eine Aufenthaltserlaubnis für Immobilienkäufe benötigen. Gleichzeitig zeigen neue Daten: Ausländisches Kapital fließt weiter kräftig in portugiesische Eigentumswohnungen.

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Höhere Hürden für Einwanderer

Nach fast einem Jahr ohne Änderungen hat die AIMA ihre Gebührenordnung aktualisiert. Ein Erstantrag auf Aufenthaltsgenehmigung kostet nun zwischen 150 und 170 Euro. Auch die Beantragung der Staatsbürgerschaft schlägt mit 170 Euro zu Buche.

Die Erhöhung hat innerhalb von Einwanderergemeinschaften zu Protesten geführt. Es gibt Berichte über mögliche Klagen vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Trotzdem bleiben die Kosten im europäischen Vergleich moderat. In den Niederlanden zahlt man für die Staatsbürgerschaft etwa 970 Euro.

Keine Bremse für Immobilieninvestoren

Für internationale Käufer von Luxusimmobilien sind die Mehrkosten verschmerzbar. Sie signalisieren jedoch eine zunehmende Bürokratisierung. Experten sehen darin einen psychologischen Faktor. Reibungslose Verwaltungsprozesse gelten als wichtiger Standortvorteil.

Das Interesse aus dem Ausland konzentriert sich fast ausschließlich auf Eigentumswohnungen und Luxusvillen. Der Bau von bezahlbaren Mietwohnungen für die lokale Bevölkerung wird hingegen vorrangig inländisch finanziert.

Kapital fließt trotzdem weiter

Neue Daten der Bank von Portugal belegen: Der Immobiliensektor bleibt für ausländisches Kapital attraktiv. Zwar sanken die gesamten ausländischen Direktinvestitionen 2025 um 34,9 Prozent auf 8,51 Milliarden Euro. Doch die Investitionen, die direkt in Immobilien flossen, stiegen um 10,4 Prozent auf 3,9 Milliarden Euro.

Der Gesamtrückgang erklärt sich durch einen negativen Wert bei Schuldtiteln – eine Folge interner Umstrukturierungen in Unternehmen, nicht einer Marktschwäche.

Wer investiert in Portugal?

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Luxemburg führte 2025 die Liste der europäischen Investoren mit 1,1 Milliarden Euro an. Das Vereinigte Königreich folgte mit 0,9 Milliarden Euro, Deutschland mit 0,8 Milliarden Euro. Diese Zahlen korrigieren frühere, fehlerhafte Schätzungen.

Das Kapital konzentriert sich auf Hotspots: Der Großraum Lissabon verzeichnete Ende 2025 den höchsten Bestand an ausländischen Investitionen mit 105,4 Milliarden Euro. Es folgten die Region Norte und die Algarve.

Spaltung zwischen Eigentum und Miete

Die Investitionen stützen den Markt für Eigentum, entlasten aber nicht den angespannten Mietwohnungsmarkt. Ausländische Käufer erwerben Immobilien meist zur Eigennutzung oder als Ferienresidenz, nicht zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum.

Die Regierung steht vor der Herausforderung, die lukrativen Kapitalzuflüsse zu erhalten, ohne den lokalen Mietmarkt weiter zu belasten. Die Gebührenanpassung ist nur ein kleiner Baustein in diesem größeren wohnungspolitischen Puzzle.

Branchenbeobachter rechnen für 2026 mit einem weiter robusten Markt für Eigentumswohnungen. Solange Länder wie Deutschland mit hohen Bauzinsen kämpfen, bleibt Südeuropa ein attraktiver Ausweichmarkt. Die Zukunft hängt nun davon ab, wie effizient Portugal seine Verwaltungsprozesse gestaltet.

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