Porsche, Aktie

Porsche Aktie: Doppelschlag belastet

26.02.2026 - 09:13:27 | boerse-global.de

Schwache europäische Neuzulassungen und anhaltende Zollrisiken in den USA belasten Porsche. Die Aktie verzeichnet deutliche Verluste vor dem belasteten Jahresfinanzbericht im März.

Porsche Aktie: Doppelschlag belastet - Foto: über boerse-global.de
Porsche Aktie: Doppelschlag belastet - Foto: über boerse-global.de

Die Porsche AG gerät zunehmend zwischen die Mühlsteine: Schwache europäische Neuzulassungen und anhaltende Zollunsicherheit in den USA treffen den Sportwagenbauer zur Unzeit. Am Donnerstag reagierte die Aktie mit einem deutlichen Rückgang. Mit dem Jahresfinanzbericht am 11. März steht zudem ein Termin an, der nach einem schwierigen 2025 für weitere Nervosität sorgen könnte.

Europäischer Automarkt bricht ein

Die jüngsten ACEA-Daten vom 24. Februar zeichnen ein ernüchterndes Bild: Die Neuzulassungen in Europa sanken im Januar um 3,5 Prozent auf 961.382 Fahrzeuge – der erste Rückgang seit Juni. Besonders drastisch fiel der Einbruch bei Benzinfahrzeugen aus: minus 26 Prozent insgesamt, in Deutschland sogar minus 30 Prozent, in Frankreich katastrophale minus 49 Prozent.

Die Volkswagen-Gruppe, zu der Porsche gehört, verzeichnete ein Minus von 3,8 Prozent. Chinesische Wettbewerber wie BYD legten hingegen um 165 Prozent zu. Der Strukturwandel hin zu elektrifizierten Antrieben beschleunigt sich: Ihr Anteil kletterte auf 69 Prozent aller Neuzulassungen, verglichen mit 59 Prozent im Vorjahr.

Zollchaos aus den USA

Zusätzlichen Druck erzeugt die Handelspolitik der USA. Das Supreme-Court-Urteil vom 20. Februar erklärte zwar Trumps IEEPA-basierte Zölle für rechtswidrig, doch Entwarnung gibt es nicht. Der US-Präsident kündigte unmittelbar einen neuen globalen Zoll von 10 Prozent unter anderer Rechtsgrundlage an. Für die EU bestehen zudem weiterhin Section-232-Zölle von 15 Prozent auf Autos und Autoteile.

Für Porsche, das einen erheblichen Teil seines Geschäfts in Nordamerika macht, bleibt die Zollthematik ein zentraler Unsicherheitsfaktor.

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Belastetes Geschäftsjahr wirft Schatten voraus

Am 11. März präsentieren CEO Michael Leiters und CFO Jochen Breckner die Zahlen für 2025 – ein Jahr, das von außerordentlichen Belastungen geprägt war. Porsche rechnete mit Sonderaufwendungen von rund 3,1 Milliarden Euro im Zusammenhang mit der strategischen Neuausrichtung.

Die Auslieferungen brachen 2025 um rund 10 Prozent auf 279.449 Fahrzeuge ein – der stärkste Absatzrückgang seit der Finanzkrise 2009. Porsche hatte bereits im Oktober signalisiert, 2025 als Tiefpunkt vor einer Verbesserung ab 2026 zu betrachten. Ob diese Einschätzung nach den jüngsten Marktdaten Bestand hat, bleibt abzuwarten.

Die Aktie schloss am Donnerstag bei 41,17 Euro, ein Minus von 2,76 Prozent. Seit Jahresbeginn steht ein Verlust von knapp 10 Prozent zu Buche, auf Jahressicht beträgt das Minus 28 Prozent. In zwei Wochen werden die Jahreszahlen zeigen, wie tief die Krise tatsächlich reicht.

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