Polizei, Kreditbetrug

Polizei zerschlägt landesweiten Kreditbetrug in Malaysia

07.02.2026 - 07:24:12

Polizei in Malaysia zerschlägt ein professionelles Betrugsnetzwerk, das über gefälschte Kreditangebote operierte und Schäden in Millionenhöhe verursachte.

Ein Schlag gegen die organisierte Cyberkriminalität: In Malaysia hat die Polizei ein Callcenter ausgehoben, das ahnungslose Kredit-Suchende landesweit betrog. Die Razzia in Johor offenbart die Methoden moderner Finanzbetrüger – und ein Milliardengeschäft.

Razzia beendet achtmonatigen Betrug

Frühmorgens um 4:40 Uhr stürmten Beamte ein Wohnhaus im Bezirk Muar. Das Gebäude diente als professionelles Callcenter für einen fingierten Kreditvermittlungsdienst. Acht Verdächtige im Alter von 21 bis 40 Jahren wurden festgenommen. Sie sollen seit Juni 2025 operiert haben.

Die Täter gaben sich als Vertreter seriöser Finanzinstitute aus. Über Telefonanrufe und soziale Medien lockten sie Opfer mit nicht existierenden Privatkrediten. Bei der Razzia beschlagnahmte die Polizei 20 Smartphones, zwei Laptops und detaillierte Betrugs-Skripte im Wert von umgerechnet etwa 1.800 Euro.

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Netzwerk mit Dutzenden Komplizen

Die Ermittlungen zeigen: Das Callcenter war nur ein Knotenpunkt. In Folgeeinsätzen nahmen die Behörden zwölf weitere Verdächtige fest. Sie sollen als Geldkuriere fungiert und Bankkonten für Geldwäsche zur Verfügung gestellt haben.

Die Gesamtschäden dieses Netzwerks belaufen sich auf über 34.000 Euro. Ein typisches Muster: Die Syndikate warben über soziale Medien Personen an, die ihre Bankkarten und PINs „vermieteten“. So verschleierten sie die Geldflüsse.

Malaysias Kampf gegen Milliardenschäden

Der Fall illustriert ein nationales Problem. Zwischen 2020 und 2025 meldeten Malaysier über 209.000 Betrugsfälle mit Gesamtschäden von fast 1,4 Milliarden Euro. Telekommunikationsbetrug und gefälschte Online-Shops treiben diese Zahlen.

Die Regierung intensiviert nun die Zusammenarbeit zwischen Polizei, Banken und Telekommunikationsunternehmen. Eine nationale Meldestelle für Betrugsfälle soll die Reaktionszeiten verkürzen. Doch die Warnung bleibt: Niemand sollte unverlangten Kreditangeboten vertrauen.

Ermittlungen laufen auf Hochtouren

Die acht Hauptverdächtigen aus Muar sitzen in Untersuchungshaft. Ihnen wird Betrug nach Paragraph 420 des Strafgesetzbuches vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft verfolgt die Geldwege und sucht nach weiteren Opfern.

Können solche Razzien die Flut der Online-Betrügereien eindämmen? Die Behörden senden ein Signal – doch die Methoden der Kriminellen werden ständig ausgefeilter. Für Verbraucher gilt: Vorsicht ist der beste Schutz gegen digitale Abzocke.

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