Polizei warnt vor neuer Welle dreister Telefonbetrüger
05.02.2026 - 20:23:12Eine neue Welle von Betrugsfällen mit falschen Polizeibeamten am Telefon sorgt bundesweit für Alarm. Die Täter fordern EC-Karten samt PIN und schicken einen Abholer direkt zur Wohnung. Besonders Senioren sind betroffen.
In einer dreisten Masche geben sich die Anrufer als Beamte aus, die angebliche Betrugsabbuchungen auf dem Konto des Opfers festgestellt haben. Zur „Spurensicherung“ müsse die EC-Karte sofort abgeholt werden. Mehrere Bundesländer melden Schäden in Tausenderhöhe.
So täuschen die Betrüger ihre Opfer
Die Kriminellen setzen auf ausgeklügelte psychologische Tricks und technische Manipulation. Per Call-ID-Spoofing erscheint auf dem Display des Opfers die Nummer 110 oder die der örtlichen Polizeiwache. In langen Gesprächen bauen sie Druck auf: Sie erfinden Geschichten von Einbrecherbanden oder korrupten Bankangestellten, um ihr Gegenüber zu verunsichern und zu isolieren.
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Ein klassisches Muster ist die Warnung, das Geld auf der Bank sei nicht mehr sicher. Die Opfer sollen ihr gesamtes Vermögen abheben und einem „Polizisten“ an der Haustür übergeben. In der aktuellen Variante fordern die Täter direkt die EC-Karte mit PIN – angeblich, um Fingerabdrücke zu sichern oder Täter zu überführen.
Aktuelle Fälle zeigen die Dreistigkeit der Täter
In den letzten Tagen häuften sich die Meldungen:
* In Gudensberg erbeuteten Betrüger am Donnerstag 13.000 Euro von einer 80-Jährigen.
* In Bad Harzburg wurde eine Seniorin am Mittwoch Opfer der Masche.
* Polizeidirektionen in Unterfranken und Essen warnen vor weiteren Vorfällen.
Besonders perfide: Manchmal rufen die Täter ein zweites Mal an. Dann geben sie sich als „echte“ Polizisten aus, die den vorherigen Betrug aufklären wollen – und versuchen erneut, an die Kartendaten zu gelangen. Diese Professionalität deutet auf organisierte Banden oft aus dem Ausland hin.
So schützen Sie sich effektiv
Die wichtigste Regel ist einfach, aber entscheidend: Echte Polizeibeamte oder Bankmitarbeiter werden Sie niemals am Telefon nach Ihrer PIN fragen oder die Abholung von Karten oder Bargeld veranlassen.
Experten raten zu diesen konkreten Schritten:
* Legen Sie bei verdächtigen Anrufen sofort auf.
* Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen.
* Geben Sie keine Informationen zu Ihren Finanzen preis.
* Wählen Sie selbst die offizielle Nummer Ihrer Bank oder Polizeidienststelle, um den Vorfall zu melden.
* Ein abgekürzter Vorname im Telefonbuch erschwert gezielte Anrufe.
Ein Anruf mit der Nummer 110 auf dem Display ist immer betrügerisch – die 110 ist eine reine Notrufnummer für ausgehende Gespräche. Bei jedem Zweifel: Auflegen und selbst die 110 wählen.


