Polarlicht-Spektakel, Regionen

Polarlicht-Spektakel erreicht ungewöhnliche Regionen

20.01.2026 - 03:55:12

Ein seltener geomagnetischer Sturm der Stärke G4 sorgte für weit sichtbare Nordlichter, die vielfach mit dem iPhone fotografiert wurden. Das Ereignis fällt in die aktuelle Phase des Sonnenmaximums.

Ein seltener, schwerer geomagnetischer Sturm hat den Nachthimmel über der Nordhalbkugel in grüne und rote Vorhänge getaucht. Millionen Menschen konnten Polarlichter in Regionen sehen, die sonst kaum davon profitieren. Social Media ist überflutet mit spektakulären Aufnahmen – viele gelangen mit dem iPhone.

Sonnensturm der Stärke G4 löst Lichtshow aus

Auslöser ist ein massiver Sonnenausbruch am 18. Januar 2026. Eine sogenannte koronale Massenauswurf (CME) traf das Erdmagnetfeld in der Nacht zum 20. Januar. Die US-Behörde NOAA stufte den daraus resultierenden geomagnetischen Sturm als G4 (Schwer) ein. Diese Stufe wird nur selten erreicht. Sie ermöglichte eines der weitreichendsten Polarlicht-Ereignisse der letzten Jahre. Sichtungen gab es bis weit südlich des Polarkreises.

So entsteht das Himmelsphänomen

Die faszinierenden Lichtschleier entstehen, wenn geladene Teilchen der Sonne auf Gase in der oberen Erdatmosphäre treffen. Der jüngste X1.9-Klasse-Sonnenflare schleuderte eine gewaltige Plasmawolke Richtung Erde. Im Magnetfeld werden die Partikel zu den Polen gelenkt. Ihre Kollisionen mit Sauerstoff- und Stickstoffatomen setzen Lichtphotonen frei – das Polarlicht.

Ein G4-Sturm bedeutet eine höhere Dichte und Geschwindigkeit dieser Teilchen. Dadurch wird der Prozess verstärkt und das Leuchten in ungewöhnlich südliche Breiten gedrückt. Vorhersagen deuteten auf Sichtungen bis in den Norden der USA und Großbritanniens hin.

iPhone Night Mode im Ausnahmezustand

Als die Aurora am Himmel tanzte, griffen unzählige Beobachter zum Smartphone. Die Nachtmodus-Funktion moderner iPhones hat eine neue Welle der Astrofotografie ermöglicht. Der Schlüssel zum Erfolg ist eine lange Belichtungszeit, um möglichst viel Licht einzufangen.

Bei iPhone-Modellen ab der 11er Generation aktiviert sich der Nachtmodus automatisch. Für optimale Polarlichter empfahlen Experten, die Belichtung manuell auf bis zu 30 Sekunden zu stellen. Diese lange Belichtung ist nötig, um die oft schwachen, dynamischen Farben einzufangen, die das Auge nur teilweise wahrnimmt.

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Für scharfe Bilder ist absolute Stabilität entscheidend. Die Nutzung eines Stativs wurde dringend empfohlen, um Verwacklungen zu vermeiden. Weitere Tipps: Blitz ausschalten und, wo möglich, im RAW-Format fotografieren. Dieses speichert mehr Bilddaten und erlaubt eine bessere Nachbearbeitung der zarten Farbnuancen.

Geteiltes Erlebnis in sozialen Netzwerken

Das Zusammentreffen eines seltenen Himmelsereignisses und zugänglicher Technik schuf ein gemeinschaftliches Digitalerlebnis. Hashtags zu Polarlichtern und iPhone-Fotografie trendeten, während Nutzer ihre besten Aufnahmen aus dem heimischen Garten teilten. Die Veranstaltung unterstreicht einen Wandel: Leistungsstarke Rechenwerkzeuge in Smartphones demokratisieren ein Feld, das früher teuren Profi-Kameras vorbehalten war.

Der Zeitpunkt des Sturms war ideal. Er fiel mit einem Neumond zusammen, der für besonders dunkle Himmel sorgte. Dies verbesserte die Sicht- und Fotobedingungen erheblich. Die Hauptaktivität wurde für die frühen Morgenstunden des 20. Januar vorhergesagt.

Mehr Chancen im Sonnenmaximum

Die Intensität des G4-Sturms sollte im Laufe des 20. Januars nachlassen. Schwächere Nachwirkungen könnten aber auch in der folgenden Nacht noch Polarlichter ermöglichen. Das Ereignis ist Teil des regelmäßigen 11-Jahres-Zyklus der Sonne, der sich aktuell nahe seinem Höhepunkt, dem Sonnenmaximum, befindet.

In dieser Phase sind Sonneneruptionen und CMEs häufiger und stärker. Die Wahrscheinlichkeit für kräftige geomagnetische Stürme und weit verbreitete Polarlichter steigt. Himmelsbeobachter können für 2026 mit weiteren Gelegenheiten rechnen, Nordlichter zu sehen. Die Aurora vom 20. Januar bleibt ein atemberaubendes Beispiel für die dynamische Kraft unserer Sonne – und die stetig wachsenden Möglichkeiten mobiler Technik.

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