Pink Noise: Studie warnt vor gestörtem REM-Schlaf
14.02.2026 - 03:31:11Eine Studie der University of Pennsylvania stellt die nächtliche Dauerbeschallung mit Einschlafgeräuschen infrage. Forscher fanden heraus, dass beliebtes rosa Rauschen wichtige Schlafphasen stören kann.
Für Millionen Menschen gehören Meeresrauschen oder gleichmäßiges Rauschen zum Einschlafen dazu. Doch eine neue Untersuchung der Perelman School of Medicine zeigt: Das könnte die Schlafqualität verschlechtern. Die Ergebnisse stellen die wachsende Beliebtheit von Schlaf-Apps und Geräuschmaschinen auf den Prüfstand.
REM-Schlaf leidet unter Dauerbeschallung
Im Fachjournal Sleep veröffentlichte das Team um Professor Mathias Basner seine Ergebnisse. In einem Schlaflabor testeten die Forscher 25 gesunde Erwachsene über sieben Nächte. Sie setzten sie verschiedenen Bedingungen aus – von Stille über Fluglärm bis hin zu rosa Rauschen.
Die Auswertung der Gehirnströme brachte eine klare Erkenntnis: Rosa Rauschen reduzierte den REM-Schlaf signifikant. Diese Phase ist jedoch entscheidend für die Verarbeitung von Emotionen und die Gedächtniskonsolidierung. Die Probanden berichteten zudem von einem leichteren, unruhigeren Schlaf unter dem Rauschen. Herkömmliche Ohrstöpsel schützten effektiver vor Störlärm.
REM‑Schlaf stärkt die Gedächtniskonsolidierung – stört Lärm diese Phase, kann das die Merkfähigkeit beeinträchtigen. Wer sein Erinnerungsvermögen aktiv unterstützen möchte, findet einfache, alltagstaugliche Übungen und einen kurzen Selbsttest in einem kostenlosen Report. Der Guide liefert 11 praktische Übungen und Tipps, mit denen Sie Konzentration und Gedächtnis stärken können – schnell umsetzbar, ohne teure Programme. Gratis-Report „Gehirntraining leicht gemacht“ jetzt sichern
Warum der REM-Schlaf so wichtig ist
Der REM-Schlaf (Rapid Eye Movement) ist die Traumphase und zentral für die psychische Gesundheit. Störungen werden mit Depressionen und Angststörungen in Verbindung gebracht.
Die Ergebnisse sind besonders für Eltern alarmierend. Neugeborene und Kleinkinder verbringen einen viel größeren Teil ihres Schlafs in der REM-Phase – essenziell für die Gehirnentwicklung. Viele nutzen jedoch Geräuschmaschinen, um ihre Kinder zu beruhigen. Die Studienautoren warnen: Für diese sensible Gruppe könnte die dauerhafte Beschallung schädlich sein.
Die zwei Seiten der Geräuschkulisse
Die Wissenschaft ist sich uneins. Frühere Studien sahen Vorteile: Kontinuierliche Geräusche maskieren plötzliche Störgeräusche wie Verkehrslärm. Diese akustische „Decke“ kann das Einschlafen erleichtern.
Eine Übersichtsarbeit von 2021 analysierte 38 Studien und fand widersprüchliche Ergebnisse. Einige berichteten von kürzeren Einschlafzeiten, andere warnten vor negativen Effekten. Die Unterschiede könnten an den verschiedenen Geräuscharten und Messmethoden liegen.
Praxistipps: Weniger ist mehr
Die Penn-Forscher raten nicht zum kompletten Verzicht, sondern zu einem bewussteren Umgang. Wer auf Einschlafhilfen nicht verzichten möchte, sollte zwei Regeln beachten:
- Leiser stellen: Die Geräusche so leise wie möglich einstellen.
- Timer nutzen: Das Gerät nach etwa 30 Minuten automatisch abschalten lassen, sobald die Einschlafphase vorbei ist.
Das Gehirn braucht Phasen der Ruhe zur vollen Regeneration. Bis Langzeitstudien klare Empfehlungen geben, gilt: Die nächtliche Geräuschdusche besser nicht die ganze Nacht laufen lassen.
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