Physical Release: Dehnübungen gegen Stress-Verspannungen
05.02.2026 - 05:13:12Gezieltes Stretching löst stressbedingte Muskelverspannungen und fördert das Wohlbefinden. Die Methode nutzt die enge Verbindung zwischen Körper und Geist.
Chronischer Stress führt zu einer erhöhten Ausschüttung von Hormonen wie Cortisol. Der Körper versetzt sich in Alarmbereitschaft – die Muskulatur spannt sich an. Bleibt die Entspannung aus, verfestigen sich diese Anspannungen. Die Folge sind oft schmerzhafte Verspannungen in Nacken, Schultern und Rücken.
So wirkt Dehnen gegen Stress
Die positive Wirkung ist neurologisch und hormonell begründet. Gezielte Dehnübungen aktivieren das parasympathische Nervensystem, das für Ruhe und Regeneration zuständig ist. Es wirkt dem aktivierenden Sympathikus entgegen, der bei Stress dominiert.
- Sanftes Dehnen kann den Cortisolspiegel senken.
- Es fördert die Ausschüttung schmerzlindernder und stimmungsaufhellender Endorphine.
- Die Konzentration auf Körper und Atmung steigert die Achtsamkeit und durchbricht den Stresskreislauf.
Effektive Übungen für typische Stresszonen
Bereits wenige Minuten täglich können die Beweglichkeit verbessern und Verspannungen lösen. Fokussieren Sie sich auf Nacken, Schultern und oberen Rücken.
Nacken dehnen: Neigen Sie im Sitzen oder Stehen den Kopf langsam zur Seite, als ob das Ohr die Schulter berühren möchte. Halten Sie die Dehnung für 30 Sekunden und wechseln Sie die Seite. Eine Variation: das Kinn sanft in Richtung Brust neigen.
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Schultern lockern: Kreisen Sie die Schultern langsam und bewusst nach hinten und unten. Das lockert die oft hochgezogenen Schultern.
Brustmuskulatur öffnen: Stellen Sie sich in einen Türrahmen und legen Sie die Unterarme seitlich an den Rahmen. Mit einem leichten Schritt nach vorne entsteht eine Dehnung in der Brust – 30 Sekunden halten.
Oberen Rücken strecken: Im Sitzen verschränken Sie die Hände vor dem Körper und strecken die Arme nach vorne, während der obere Rücken rund wird. Das dehnt die Muskeln zwischen den Schulterblättern.
Der Schlüssel: Integration in den Alltag
Experten sehen kurze Bewegungspausen als zentrale Präventionsmaßnahme, besonders bei sitzenden Tätigkeiten. Wichtig ist, die Dehnungen sanft und ohne Schmerz durchzuführen.
Praktiken wie Yoga oder Tai-Chi kombinieren Dehnung effektiv mit Achtsamkeit und Atemtechnik. Ein gesteigertes Körperbewusstsein hilft, Anspannungen im Alltag früher zu erkennen.
Körperbewusstsein gewinnt an Bedeutung
Die wachsende Anerkennung der Wechselwirkung von Psyche und Körper unterstreicht die Relevanz solcher Methoden. Einfache, gezielte Übungen stärken die Selbstwirksamkeit im Umgang mit Stress.


