Phishing-Welle, Kriminelle

Phishing-Welle: Kriminelle kombinieren SMS und E-Mails

15.02.2026 - 18:09:12 | boerse-global.de

Verbraucherschützer warnen vor einer perfiden Zwei-Stufen-Taktik, bei der Kriminelle mit KI-generierten Nachrichten an sensible Daten gelangen. Das BSI bestätigt einen deutlichen Anstieg.

Eine neue, hochprofessionelle Welle von Phishing-Angriffen rollt über Deutschland. Verbraucherschützer und Sicherheitsbehörden warnen vor einer perfiden Kombination aus SMS und E-Mails, mit der Kriminelle an Bankdaten gelangen wollen. Die Täter setzen dabei zunehmend auf Künstliche Intelligenz.

Die perfide Zwei-Stufen-Taktik

Die Angriffe folgen einem ausgeklügelten Muster. Zuerst trifft eine SMS ein – oft eine Warnung vor einer angeblichen Kontosperrung oder verdächtigen Transaktion. Sie erzeugt Druck und Unruhe. Kurz darauf landet eine täuschend echte E-Mail im Design der vermeintlichen Bank. Sie liefert den vermeintlichen Ausweg: einen Link zur „Problembehebung“.

Diese Multi-Kanal-Strategie nutzt gezielt das Vertrauen in SMS als Kommunikationsweg. Die darauf folgende E-Mail wirkt wie eine logische Bestätigung. Die gefälschten Links führen auf professionell nachgemachte Login-Seiten. Wer dort Zugangsdaten oder TANs eingibt, liefert sie direkt an die Betrüger.

KI macht Betrugsnachrichten fast perfekt

Die Zeiten holpriger Grammatik und offensichtlicher Fehler sind vorbei. Die Angreifer nutzen KI-gestützte Tools, um massenhaft fehlerfreie und kontextgenaue Nachrichten zu erstellen. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) bestätigt einen deutlichen Anstieg dieser raffinierten Angriffe.

In einigen Fällen geht der Betrug sogar noch weiter: Nach der Dateneingabe rufen angebliche Bankmitarbeiter an („Vishing“), um Opfer zur Freigabe von Überweisungen zu überreden.

So erkennen Sie die Falle

Trotz der Professionalität bleiben Warnsignale. Misstrauen ist der beste Schutz.

Die wichtigsten Alarmglocken:
* Dringlichkeit: Echte Banken drohen nicht mit sofortigen Kontosperrungen per SMS.
* Unpersönliche Anrede: „Sehr geehrte Damen und Herren“ in einer Bank-Mail ist verdächtig.
* Links prüfen: Fahren Sie mit der Maus über den Link (oder halten Sie ihn auf dem Smartphone gedrückt), um die echte URL zu sehen. Nie über einen Link in einer Nachricht zum Online-Banking gehen.
* Absender checken: Die E-Mail-Adresse enthält oft kleine Abweichungen vom echten Firmennamen.

Behörden wie Polizei oder Finanzämter versenden niemals Links zur Dateneingabe per SMS oder E-Mail.

Ein Wettlauf mit der Digitalisierung

Die aktuelle Phishing-Welle ist Teil eines größeren Trends. Cyberkriminelle agieren wie Unternehmen und nutzen „Cybercrime-as-a-Service“. Die Bedrohungslage bleibt angespannt.

KI wird die Angriffe weiter verschärfen. Experten rechnen mit hochgradig personalisierten Nachrichten, basierend auf Daten aus sozialen Netzwerken oder geleakten Informationen. Auch Deepfake-Stimmen am Telefon oder betrügerische QR-Codes („Quishing“) werden zur Realität.

Technische Hilfen wie die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) bieten eine wichtige Sicherheitsebene. Der entscheidende Schutz bleibt aber Wachsamkeit. Im Zweifel kontaktieren Sie Ihr Bankinstitut immer über die offizielle Website oder die bekannte Telefonnummer – nie über die Links in der verdächtigen Nachricht.

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