Pfizer, Aktie

Pfizer Aktie: Aus für Gentherapie

23.03.2026 - 16:20:42 | boerse-global.de

Pfizer beendet die Entwicklung einer Gentherapie gegen Muskelschwund nach gescheiterter Phase-3-Studie. Das Unternehmen fokussiert sich nun auf Adipositas-Medikamente und kündigt personelle Konsequenzen an.

Pfizer Aktie: Aus für Gentherapie - Foto: über boerse-global.de
Pfizer Aktie: Aus für Gentherapie - Foto: über boerse-global.de

Der Pharmariese Pfizer zieht einen Schlussstrich unter eines seiner bekanntesten Gentherapie-Projekte. Nach enttäuschenden Ergebnissen in der späten klinischen Phase stellt das Unternehmen die Entwicklung eines Hoffnungsträgers gegen Muskelschwund komplett ein. Dieser Schritt zieht direkte personelle Konsequenzen nach sich und markiert eine klare strategische Neuausrichtung des Konzerns.

Phase-3-Studie verfehlt Ziele

Die Entscheidung betrifft den Wirkstoffkandidaten Fordadistrogene Movaparvovec. In der entscheidenden Phase-3-Studie CIFFREO an Jungen mit Duchenne-Muskeldystrophie (DMD) verfehlte das Mittel nach einem Jahr Behandlungszeit seinen primären Endpunkt. Weder bei der motorischen Funktion noch bei sekundären Zielen wie der Laufgeschwindigkeit konnte sich die Therapie messbar von einem Placebo abheben.

Sicherheitsbedenken waren laut Unternehmensangaben nicht der primäre Grund für den Abbruch. Allerdings hatte ein Todesfall in einer verwandten Phase-2-Studie im Mai 2024 das Programm bereits im Vorfeld überschattet. Pfizer verpflichtete sich, die bisherigen Studienteilnehmer weiterhin medizinisch zu überwachen und die gesammelten Daten mit der Forschungsgemeinschaft zu teilen.

Personelle Konsequenzen und neuer Fokus

Das Ende des DMD-Programms wirkt sich unmittelbar auf die Belegschaft aus. Am Produktionsstandort in Sanford, North Carolina, entlässt Pfizer rund 150 Mitarbeiter, die an der Herstellung des Vektors beteiligt waren. Der Konzern zieht sich damit vorerst komplett aus der Duchenne-Forschung zurück.

Stattdessen lenkt das Management die frei werdenden Ressourcen auf aussichtsreichere Wachstumsfelder. Angesichts wichtiger auslaufender Patente in den Jahren 2026 und 2027 forciert Pfizer die Entwicklung im Bereich Adipositas. Der injizierbare GLP-1-Rezeptor-Agonist PF'3944 lieferte kürzlich positive Daten und soll im Idealfall bis 2028 auf den Markt kommen.

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An der Börse wird diese Fokussierung auf margenstarke Kernbereiche weitgehend honoriert. Die Aktie notiert aktuell bei 23,35 Euro und hält sich damit stabil über der 50-Tage-Linie von 22,79 Euro, was einem Zuwachs von knapp neun Prozent seit Jahresbeginn entspricht.

Das Kerngeschäft zeigt sich mit einem operativen Wachstum von sechs Prozent im Nicht-COVID-Bereich widerstandsfähig. Der Abbruch des teuren Gentherapie-Programms unterstreicht die Strategie, Kapital strikt in Bereiche mit höherer Erfolgswahrscheinlichkeit zu lenken. Entsprechend plant Pfizer im Jahr 2026 den Start von mehr als 20 neuen klinischen Studien allein in seinem Adipositas-Programm.

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