Petrobras, Aktie

Petrobras Aktie: Reserven steigen deutlich

30.01.2026 - 19:27:33

Der brasilianische Ölkonzern Petrobras meldet einen deutlichen Anstieg seiner nachgewiesenen Reserven, senkt die Benzinpreise im Inland und erweitert bedeutende Lieferverträge mit Indien.

Petrobras hat zum Wochenabschluss gleich mehrere operative Entwicklungen gemeldet, die das Bild des brasilianischen Staatskonzerns prägen. Während die nachgewiesenen Öl- und Gasreserven kräftig zulegen, justiert das Unternehmen gleichzeitig seine Preisstrategie im Inland und baut internationale Partnerschaften aus.

Reserven wachsen auf 12,1 Milliarden Barrel

Am Donnerstag, 29. Januar, legte Petrobras per Pflichtmitteilung aktuelle Zahlen zu seinen nachgewiesenen Reserven vor. Diese stiegen von 11,4 Milliarden Barrel Öläquivalent (boe) im Jahr 2024 auf 12,1 Milliarden boe in 2025. Verantwortlich für den Zuwachs waren vor allem die Felder Búzios, Tupi, Itapu und Mero im Santos-Becken, die sich als besonders ertragreich erwiesen.

Besonders aussagekräftig: Die Reservenersatzrate erreichte 175 Prozent. Das bedeutet, Petrobras hat deutlich mehr förderbare Ressourcen hinzugewonnen, als es im gleichen Zeitraum produziert hat. Diese Kennzahl gilt als entscheidender Indikator für die langfristige Nachhaltigkeit eines Ölkonzerns. 84 Prozent der Reserven bestehen aus Öl und Kondensat, 16 Prozent entfallen auf Erdgas.

Benzinpreise sinken, Indien-Geschäft ausgebaut

Parallel zu den positiven Reservendaten passte Petrobras seine Preisstrategie an. Seit dem 27. Januar verkauft der Konzern Benzin A an Distributoren für R$ 0,14 pro Liter günstiger – ein Rückgang um 5,2 Prozent auf nun R$ 2,57 je Liter. Es ist die erste Preissenkung seit Oktober 2025. Das Management begründete den Schritt mit der zuletzt entspannten Lage am globalen Ölmarkt und stabilen Wechselkursen.

Auf internationaler Ebene sicherte sich Petrobras wichtige Absatzkanäle. Mit den drei indischen Staatsraffinerien Indian Oil, Bharat Petroleum und Hindustan Petroleum verlängerte und erweiterte der Konzern Lieferverträge über bis zu 60 Millionen Barrel. Die Vereinbarungen laufen bis März 2027 und haben ein geschätztes Volumen von über 3,1 Milliarden US-Dollar.

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Neue Bohrlöcher und Schiffbau-Offensive

Für die kommenden Jahre hat Petrobras konkrete Projekte angekündigt. Im Rahmen des Strategieplans 2026-2030 sollen 22 neue Bohrlöcher im Amazonasgebiet entstehen, schwerpunktmäßig im Solimões-Becken. Ziel ist es, die Produktion zu stabilisieren und die Energieversorgung im Norden Brasiliens zu sichern.

Zudem investiert der Konzern 520 Millionen US-Dollar in den heimischen Schiffbau. Kürzlich vergebene Aufträge umfassen fünf Flüssiggastanker sowie diverse Versorgungsschiffe. Die neue Flotte soll die Abhängigkeit von gecharterten Schiffen verringern und die Logistik effizienter gestalten.

Die Aktie notiert aktuell bei 5,89 Euro und liegt damit deutlich über dem 200-Tage-Durchschnitt von 5,15 Euro. Bis zum 52-Wochen-Hoch bei 6,72 Euro fehlen allerdings noch rund zwölf Prozent. In den kommenden Wochen dürfte sich zeigen, ob die operative Stärke bei Reserven und Produktion die Bewertung weiter stützt oder ob die Preisanpassungen im Inland auf die Margen drücken.

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