Petrobras Aktie: Produktion steigt
06.01.2026 - 20:45:30Petrobras meldet einen wichtigen operativen Fortschritt: Die neue Produktionsplattform P-78 im Búzios-Feld hat die Förderung aufgenommen und steigert die tägliche Kapazität deutlich. Doch während sich der brasilianische Leitindex Ibovespa erholt, bleibt die Aktie des Ölkonzerns zurück. Verantwortlich dafür sind vor allem regionale Risiken und volatile Rohölpreise.
Búzios-Feld erreicht neues Niveau
Die P-78-Plattform ist ein bedeutender Schritt für Petrobras. Die schwimmende Förder-, Speicher- und Verladeeinheit (FPSO) erhöht die Produktionskapazität im strategisch wichtigen Búzios-Feld erheblich:
- Zusätzliche Förderung von 180.000 Barrel Öl pro Tag
- Verarbeitung von 7,2 Millionen Kubikmeter Gas täglich
- Gesamtkapazität des Búzios-Felds steigt auf 1,15 Millionen Barrel pro Tag
- Anbindung an die Rota-3-Pipeline zur Steigerung der inländischen Gasversorgung um bis zu 3 Millionen Kubikmeter täglich
Das Búzios-Feld in der Präsalzschicht des Santos-Beckens ist damit das größte Ölfeld Brasiliens. Die erfolgreiche Inbetriebnahme der P-78 zeigt, dass Petrobras seine Expansionspläne konsequent umsetzt.
Neue Verträge mit grünem Fokus
Parallel zur Produktionssteigerung sichert sich Petrobras Marktanteile im Inland. Der Konzern hat einen Liefervertrag mit einem großen Bergbauunternehmen in Minas Gerais abgeschlossen. Der Deal umfasst die Lieferung von Diesel mit 15 Prozent Biodiesel-Anteil. Künftig sollen auch co-prozessierter Diesel R und HVO (hydriertes Pflanzenöl) geliefert werden – ein Signal, dass sich Petrobras auf strengere Umweltauflagen und die Nachfrage nach CO₂-ärmeren Kraftstoffen einstellt.
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Marktumfeld bremst Kursfantasie
Trotz der positiven operativen Entwicklung bleibt die Aktie hinter dem breiteren Markt zurück. Während sich der Ibovespa – getrieben von Bau- und Immobilienwerten – erholt, belasten geopolitische Unsicherheiten im südamerikanischen Raum das Sentiment. Analysten sprechen von einem “Venezuela-Schock”, der im Energiesektor für Nervosität sorgt. Die Ölpreise steigen nicht stark genug, um die Risikoprämie zu kompensieren.
Die Diskrepanz zwischen operativem Erfolg und Kursentwicklung zeigt, dass Makro-Faktoren derzeit stärker wiegen als unternehmensspezifische Fortschritte. Am 4. März 2026 folgen die Quartalszahlen – dann wird sich zeigen, wie sich die höheren Fördermengen im Cashflow niederschlagen.
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