Paysafecard-Betrüger, Gewinn-SMS

Paysafecard-Betrüger locken mit gefälschten Gewinn-SMS

10.02.2026 - 05:05:11

Kriminelle locken mit gefälschten Gewinn-SMS, um die 16-stelligen PINs von Paysafecards zu erbeuten. Verbraucherschützer warnen vor der perfiden Masche und geben konkrete Schutz-Tipps.

Eine neue Phishing-Welle zielt gezielt auf Besitzer von Paysafecard-Guthaben. Verbraucherschützer und Polizeibehörden warnen vor massenhaft versendeten SMS, die hohe Geldgewinne versprechen. Das eigentliche Ziel der Kriminellen: die 16-stelligen PIN-Codes der Prepaid-Karten.

So funktioniert die perfide Masche

Die Nachrichten locken mit Sätzen wie „Herzlichen Glückwunsch, Sie haben 500 € gewonnen!“. Ein enthaltene Link führt auf täuschend echte Fake-Webseiten, die seriöse Unternehmen imitieren. Dort werden die Opfer aufgefordert, zur „Verifizierung“ ihres Gewinns eine Paysafecard zu kaufen und den PIN-Code einzugeben.

Sobald der Code in das Formular eingegeben ist, haben die Betrüger Zugriff. Das Guthaben wird innerhalb kürzester Zeit abgeräumt und ist für das Opfer meist unwiederbringlich verloren. Die Täter setzen auf psychologischen Druck und suggerieren oft eine zeitliche Dringlichkeit.

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Warum die Anonymität zum Risiko wird

Die Beliebtheit der Paysafecard ist zugleich ihr größtes Sicherheitsrisiko in diesem Szenario. Das System ist anonym und erfordert keine Bankdaten. Genau das macht es für Kriminelle attraktiv.

  • Schnelle Abwicklung: Das Guthaben kann sofort übertragen oder ausgegeben werden.
  • Schwer zurückzuverfolgen: Die Transaktionen lassen sich kaum bis zu den Tätern verfolgen, was Ermittlungen erschwert.

Seriöse Unternehmen fordern niemals eine Vorauszahlung via Prepaid-Code für die Auszahlung eines Gewinns. Diese einfache Regel entlarvt den Betrug sofort.

So schützen Sie sich vor dem SMS-Betrug

Die wichtigste Verteidigung ist gesundes Misstrauen. Folgende Maßnahmen schützen Sie effektiv:

  • Links ignorieren: Klicken Sie niemals auf Links in unerwarteten Gewinn-SMS von unbekannten Nummern.
  • PIN wie Bargeld behandeln: Geben Sie Ihren 16-stelligen Paysafecard-Code niemandem weiter – weder per Telefon, E-Mail noch auf einer verlinkten Website.
  • Webseiten prüfen: Achten Sie auf fehlerhafte URLs (Typosquatting) und täuschend echte Designs.
  • Melden und blockieren: Melden Sie den Betrugsversuch bei der Polizei und blockieren Sie die Absendernummer.

Smishing: Eine anhaltende Bedrohung

Die Masche ist eine moderne Variante des Smishing (SMS-Phishing). Während früher E-Mails im Vordergrund standen, verlagert sich der Fokus mit der mobilen Nutzung zunehmend auf Kurznachrichten.

Die Taktik der Betrüger wird sich weiter anpassen. Künftig könnten auch andere Prepaid-Dienste oder neue Vorwände – wie angebliche behördliche Gebühren – im Mittelpunkt stehen. Ständige Wachsamkeit bleibt der beste Schutz.

@ boerse-global.de