PayPal setzt auf Blockchain und Bankenlizenz für die Zukunft
29.12.2025 - 02:12:12Während Millionen Spender die steuerlich absetzbare Jahresendspende nutzen, vollzieht der Zahlungsriese PayPal einen strategischen Doppelschritt. Das Unternehmen strebt eine US-Banklizenz an und baut gleichzeitig auf Blockchain-Technologie – eine fundamentale Weichenstellung für das digitale Bezahlen.
Noch bis Mittwoch, 31. Dezember, 23:59 Uhr Ortszeit können digitale Spenden für das Steuerjahr 2025 getätigt werden. Der entscheidende Unterschied zu Schecks: Die Transaktion muss bis dahin vollständig abgeschlossen sein. Experten raten dringend, Überweisungen nicht auf den letzten Drücker zu tätigen. Banktransfers, die erst am Montag initiiert werden, könnten die Frist verpassen.
„Wer mit Kreditkarte oder PayPal-Guthaben spendet, ist auf der sicheren Seite”, erklärt ein Steuerberater. „Bei Lastschriften drohen Verzögerungen.” Der PayPal Giving Fund, der Spenden für tausende Organisationen bündelt, schüttet zwar monatlich aus – aber das Datum der Spendeneingangsbestätigung entscheidet über die steuerliche Absetzbarkeit.
CEO Chriss: Blockchain als Fundament für künftige Zahlungen
Parallel zum Jahresendgeschäft vollzieht PayPal-Chef Alex Chriss einen strategischen Kurswechsel. In einem aktuellen Bericht stellt er die Weichen neu: Ein modernes, globales Zahlungssystem würde heute nicht auf veralteten Banken-Strukturen, sondern auf Blockchain und Stablecoins aufbauen.
Passend zum Thema PayPal und Spenden: Das kostenlose “PayPal Startpaket” erklärt Schritt für Schritt, wie Sie PayPal sicher einrichten, Guthaben verwalten und komfortabel spenden. Der Spezialreport enthält praktische Anleitungen zum Käuferschutz, erklärt die wichtigsten Einstellungen und liefert 5 Profi-Tipps, damit Ihnen bei Zahlungen und Spenden keine Fehler passieren. Jetzt kostenloses PayPal-Startpaket herunterladen
Diese Aussage ist kein theoretisches Gedankenspiel. Branchenbeobachter bestätigen, dass PayPal die Technologie bereits aggressiv in seine Geschäftsbereiche integriert. Das Ziel ist klar: Die Ineffizienzen bei grenzüberschreitenden Zahlungen und Spenden – hohe Gebühren und langsame Abwicklungszeiten – sollen der Vergangenheit angehören.
„Mit Stablecoins könnte theoretisch 100 Prozent einer Spende sofort beim Empfänger ankommen”, so ein Analyst. „Das ist mit heutigen Systemen kaum möglich.” Für das 30 Jahre alte Fintech-Unternehmen sei dieser „Stablecoin-First”-Ansatz überlebenswichtig, um mit jungen, kryptonativen Konkurrenten Schritt zu halten.
Vertrauen durch Regulierung: Der Weg zur eigenen Bank
Der zweite strategische Pfeiler zielt auf mehr Kontrolle und Vertrauen ab. Wie am Sonntag bekannt wurde, verstärkt PayPal seine Bemühungen um eine Banklizenz in Utah. Das Unternehmen möchte ein eigenes „Industrial Loan Company”-Institut gründen.
Was bedeutet das konkret? Bisher agiert PayPal vor allem als Vermittler zwischen Nutzern und Partnerbanken. Eine eigene Lizenz würde es dem Konzern ermöglichen, direkt Einlagen zu halten, Sparkonten mit Zinsen anzubieten und Firmenkredite zu vereinfachen. Für Spendenorganisationen verspricht dies mehr Transparenz und Sicherheit.
Der Zeitpunkt ist bedeutsam. Erst vorige Woche schloss PayPal einen Verbraucherschutzprozess in Hawaii wegen umstrittener Kontosperrungen ab. Die eigene Banklizenz wäre ein starkes Signal für verstärkte Compliance – essenziell für eine Plattform, die jährlich Milliarden an Spenden bewegt.
Analyse: Vom Zahlungsdienst zum „Super-App”-Ökosystem
Die parallelen Entwicklungen – akuter Spenden-Endspurt, langfristige Blockchain-Investition und struktureller Wandel zur Bank – zeigen ein Unternehmen im Umbruch. 2025 war für PayPal ein Jahr der Konsolidierung, 2026 soll zum Jahr der Infrastruktur-Revolution werden.
Die Kritik von CEO Chriss an veralteten Systemen wie dem SWIFT-Netzwerk ist deutlich. Für Mikrozahlungen und Spenden seien diese Technologien schlicht nicht mehr zeitgemäß. Die Banklizenz wiederum folgt dem „Big Tech”-Trend zur vertikalen Integration: Alles soll unter einem Dach laufen.
Für gemeinnützige Organisationen könnte dies langfristig niedrigere Gebühren und schnellere Zahlungswege bedeuten. Die größte Hürde bleibt jedoch die regulatorische Genehmigung der Banklizenz – ein Prozess, an dem bereits andere Tech-Firmen gescheitert sind.
Ausblick 2026: Bank, Stablecoins und „programmierbare Spenden”
Im ersten Quartal 2026 wird voraussichtlich Klarheit über die Banklizenz bei US-Aufsichtsbehörden herrschen. Bei Genehmigung könnten noch im Laufe des Jahres erste Produkte wie attraktive Sparkonten direkt im PayPal-Wallet folgen.
Gleichzeitig sollen Stablecoins aus der Pilotphase in den breiten Markt gelangen. Spender dürften in den nächsten 12 bis 18 Monaten neue Optionen wie „programmierbare Spenden” erleben. Dabei würden Smart Contracts Gelder erst freigeben, wenn bestimmte Projekt-Meilensteine erreicht sind.
Bis dahin steht jedoch der unmittelbare Test an: In den letzten Stunden des Jahres wird PayPals Infrastruktur erneut Milliarden an Spendenvolumen bewältigen müssen – auf der alten Technologie, die das Unternehmen gleichzeitig überwinden will.
PS: Diese 5 PayPal‑Tricks kennt kaum jemand – Tipp 3 spart Nerven beim Spenden per App. Der kostenlose Spezialreport zeigt, wie Sie Kontoeinstellungen absichern, Guthaben richtig nutzen und Spenden transparent nachverfolgen. Ideal für alle, die PayPal häufiger zum Bezahlen oder Spenden verwenden und Fehler vermeiden möchten. Jetzt kostenlosen Spezialreport zum PayPal-Startpaket sichern


