PayPal, Online-Zahlungsverkehr

PayPal dominiert den deutschen Online-Zahlungsverkehr

15.01.2026 - 00:12:12

PayPal verarbeitet fast zwei Drittel aller Online-Zahlungen in Deutschland. Diese Bestätigung seiner Marktführerschaft kommt genau zum richtigen Zeitpunkt: Der schwedische Fintech-Riese Klarna eröffnet mit einem neuen Bezahldienst eine neue Konkurrenzfront.

Eine aktuelle Analyse vom 14. Januar 2026 belegt die überragende Stellung des US-Zahlungsdienstleisters. Deutschland ist für PayPal nach den USA der zweitwichtigste Markt weltweit. 64 Prozent aller Online-Zahlungen im Land laufen über dessen Plattform. Bei den Händlern ist die Akzeptanz mit geschätzten 93 Prozent nahezu flächendeckend. Verantwortlich für den Erfolg sind das starke E-Commerce-Wachstum und die traditionelle Vorliebe deutscher Verbraucher für digitale Geldbörsen statt Kreditkarten. Auch die geschickte Integration eigener „Buy Now, Pay Later“ (BNPL)-Angebote hat die Führungsposition zementiert.

In einer direkten Herausforderung an diese Vorherrschaft hat Klarna diese Woche einen Peer-to-Peer (P2P)-Zahlungsdienst in 13 europäischen Ländern – darunter Deutschland – gestartet. Nutzer können nun Geld über die Klarna-App an Kontakte senden. Damit greift das Unternehmen sowohl PayPals etablierte P2P-Funktion als auch das neue europäische Zahlungssystem Wero an.

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Diese strategische Erweiterung zeigt Klarnas Ambitionen: Das Unternehmen will sich von einem reinen Bezahldienst an der Kasse zu einer umfassenden digitalen Bankplattform entwickeln. Mit seiner bestehenden Konten- und Karteninfrastruktur eröffnet Klarna einen neuen Wettbewerbskampf um den deutschen Verbraucher.

PayPals Millionen-Investment für den stationären Handel

Parallel vertieft PayPal sein europäisches Engagement. Das Unternehmen führte eine Investitionsrunde in Höhe von 14 Millionen US-Dollar beim Amsterdamer Fintech-Start-up Klearly an. Das Start-up entwickelt Software, die Smartphones ohne zusätzliche Hardware in Kassenterminals verwandelt.

Diese Investition ist ein klares Signal: PayPal will seinen Einfluss über die Online-Welt hinaus in den stationären Einzelhandel ausdehnen. Die Strategie zielt darauf ab, die Lücke zwischen Online- und Offline-Shopping zu schließen. Sie passt zu einem größeren Omnichannel-Ansatz, der auch eine verlängerte Partnerschaft mit dem Investmentunternehmen KKR zur Förderung von BNPL-Diensten in Europa bis 2028 umfasst.

Wettlauf um das Ökosystem unter schärferen Regeln

Die jüngsten Aktivitäten zeigen einen eskalierenden Kampf um die Vorherrschaft im deutschen Zahlungsverkehr. Der Wettbewerb findet nicht mehr nur an der Online-Kasse statt, sondern im Rennen um allumfassende Finanz-Ökosysteme. Klarnas P2P-Offensive soll die tägliche Nutzung erhöhen. PayPals Hardware-Strategie zielt auf ein nahtloses Bezahlerlebnis für Millionen Kunden ab.

Über diesen Manövern schwebt eine bedeutende regulatorische Veränderung. Noch 2026 wird die überarbeitete EU-Verbraucherkreditrichtlinie (CCD II) in Deutschland vollständig umgesetzt. Sie stellt zuvor unregulierte Kreditformen wie BNPL-Angebote und Kleinkredite unter 200 Euro unter strengere Verbraucherschutzregeln.

Das kommende Jahr wird entscheidend für die Branche. Der Wettbewerb zwischen PayPal und Klarna dürfte sich verschärfen. Gleichzeitig müssen sich alle Anbieter auf die neuen Kreditregeln einstellen, die mehr Transparenz und verantwortungsvolles Kreditgeschäft verlangen. Die Bequemlichkeit des BNPL-Booms wird so gegen einen stärkeren Verbraucherschutz abgewogen. Die weitere Einführung des europäischen Wero-Systems könnte langfristig eine weitere Herausforderung für etablierte nicht-europäische Player wie PayPal werden.

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