PayPal, Aktie

PayPal Aktie: Daiwa zieht Stecker

14.01.2026 - 18:18:31

Daiwa Securities stuft PayPal herab und senkt das Kursziel deutlich. Gleichzeitig kündigt das Unternehmen eine strategische Partnerschaft mit Google für KI-gestützten E-Commerce an.

PayPal bleibt auch Mitte Januar unter Druck. Während der Zahlungsdienstleister mit Google eine strategische Partnerschaft für KI-gestützten E-Commerce schmiedet, folgte am Dienstag die nächste Analyst-Herabstufung. Daiwa Securities senkte das Rating von “Outperform” auf “Neutral” – und das Kursziel gleich um über 20 Prozent. Die Aktie notiert gefährlich nahe am 52-Wochen-Tief.

Kursziel auf 61 Dollar gesenkt

Die japanische Investmentbank Daiwa begründet ihren Schritt mit anhaltenden Marktanteilsverlusten im Kerngeschäft. Trotz solider Profitabilität werde die Bewertung “auf niedrigem Niveau verharren”, bis PayPal wieder Volumenwachstum beim Branded Checkout vorweisen könne. Das neue Kursziel liegt bei 61 Dollar – zuvor waren es noch 77 Dollar.

Die Skepsis der Analysten spiegelt eine wachsende Vorsicht gegenüber den etablierten Fintech-Playern wider. Der Markt wartet auf konkrete Beweise, dass PayPal den Turnaround im hart umkämpften Online-Zahlungsmarkt schafft.

Strategischer Schachzug mit Google

Parallel dazu hat PayPal auf der National Retail Federation Convention einen wichtigen Deal verkündet: Die Integration in Googles Universal Commerce Protocol (UCP). Dieses offene Protokoll soll “Agentic Commerce” ermöglichen – also Einkäufe, die von KI-Agenten im Auftrag der Nutzer getätigt werden.

PayPal positioniert sich damit als Transaktionsschicht für KI-gesteuerte Shopping-Erlebnisse in der Google-Suche und mit Gemini. Auch die Zusammenarbeit mit Microsoft wird ausgebaut. Die Frage bleibt: Kann PayPal damit rechtzeitig die Weichen für die nächste E-Commerce-Generation stellen?

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei PayPal?

Regulierungsdruck belastet Sektor

Zusätzlich belastet ein politischer Faktor die gesamte Branche. Präsident Trump bekräftigte seine Unterstützung für den Credit Card Competition Act – ein Gesetz, das die Marktmacht von Visa und Mastercard beschneiden soll. Beide Aktien verloren daraufhin rund 3,7 Prozent.

Obwohl das Gesetz primär auf die “Gebühren-Duopol” der Kartennetzwerke abzielt, fürchten Investoren Margendruck entlang der gesamten Payment-Wertschöpfungskette. Auch PayPal gerät in den Sog dieser Unsicherheit.

Entscheidung bei Q4-Zahlen

Die nächsten Quartalszahlen rücken damit in den Fokus. PayPal hat für das Gesamtjahr 2025 einen Gewinn je Aktie zwischen 5,35 und 5,39 Dollar in Aussicht gestellt. Neben den reinen Zahlen wird entscheidend sein, ob das Unternehmen bei Transaktionsmargen und aktiven Nutzern Stabilität zeigen kann. Technisch steht die Aktie auf wackligen Beinen: Das 52-Wochen-Tief bei 55,85 Dollar ist nur wenige Cent entfernt.

Anzeige

PayPal-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue PayPal-Analyse vom 14. Januar liefert die Antwort:

Die neusten PayPal-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für PayPal-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 14. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

PayPal: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...




@ boerse-global.de | US70450Y1038 PAYPAL