PayPal, Banken-Charter

PayPal 2026: Zwischen Banken-Charter und Browser-Daten-Skandal

02.01.2026 - 15:22:12

PayPal startet mit Skandal um die Rabatt-Erweiterung Honey ins neue Jahr, während das Unternehmen gleichzeitig eine Banklizenz anstrebt. Die Aktie zeigt sich trotz solider Prognosen schwach.

PayPal startet mit einem Zwiespalt ins neue Jahr: Während der Konzern zur Bank werden will, gerät sein Rabatt-Tool Honey unter Betrugsverdacht. Für Millionen Nutzer stellt sich die Frage, welchen Angeboten sie noch vertrauen können.

Honey-Extension unter Manipulationsverdacht

Kurz vor Jahresende erschütterte eine Enthüllung das Vertrauen in den beliebten Rabatthelfer. Sicherheitsforscher legten am 30. Dezember 2025 Beweise für ein „hochentwickeltes System zur Umgehung von Betrugserkennung“ in der Honey-Browsererweiterung offen. Demnach soll die Software erkannt haben, wann sie von Prüfstellen getestet wurde, und ihr Verhalten entsprechend angepasst haben.

Der Vorwurf ist gravierend: Über Jahre hinweg soll Honey systematisch Provisionen umgeleitet haben, die eigentlich Content-Erstellern oder Influencern zustehen – zugunsten von PayPal selbst. Für Nutzer, die auf automatische Gutscheincodes und „Honey Gold“ setzen, wirft dies fundamentale Fragen zur Seriosität des gesamten Geschäftsmodells auf. Zwar erhalten Kunden weiter ihre Rabatte, doch die mutmaßliche Manipulation im Hintergrund könnte früh in 2026 regulatorische Konsequenzen nach sich ziehen.

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Strategische Wende: Der Weg zur „PayPal Bank“

Parallel zur Affäre treibt PayPal seine Metamorphose vom Bezahldienst zum Finanzinstitut voran. Ende Dezember 2025 beantragte das Unternehmen in Utah eine Banklizenz für die geplante „PayPal Bank“. Dieser Schritt markiert einen strategischen Pivot.

Mit einer eigenen Banklizenz könnte PayPal künftig direkt Sparkonten mit Verzinsung und Geschäftskredite anbieten – ohne Zwischenhändler. Für Verbraucher verspricht das:
* Bessere Zinsen: Direkte Kontrolle über die Sparzinsen.
* Nahtlose Belohnungen: Verbindung zwischen dem Cashback-Programm „PayPal Everywhere“ und dem Sparen.
* Finanz-Zentrale: Der Wandel vom digitalen Geldbeutel zur primären Bank.

Analysten sehen in dem Vorstoß einen Versuch, die Margen zu verbessern und Kunden enger zu binden – eine Reaktion auf den Druck durch moderne Echtzeit-Zahlungssysteme und digitale Direktbanken.

Börse skeptisch trotz solider Zahlen

Die Börse reagierte verhalten auf die gemischten Nachrichten zum Jahreswechsel. Die PayPal-Aktie (PYPL) schloss am 31. Dezember bei 58,38 US-Dollar, ein Minus von 1,22 Prozent am Tag und etwa 6 Prozent im Monat.

Dabei sind die Fundamentaldaten stabil: Das Unternehmen erhöhte seine Gewinnprognose für 2025 auf 5,35 bis 5,39 US-Dollar je Aktie. Die Schwäche der Aktie, die hinter dem S&P 500 zurückbleibt, spiegelt jedoch die anhaltende Skepsis der Anleger wider. Sie zweifeln, ob PayPal das Wachstum im stagnierenden Kerngeschäft mit der Online-Kasse neu entfachen kann.

Ratgeber: So nutzen Sie PayPal-Belohnungen 2026

1. Das „PayPal Everywhere“-Programm

Dieser Ende 2025 ausgebaute Service bleibt eine legitime Cashback-Option. Nutzer der PayPal Debit Mastercard erhalten 5 Prozent Cashback in ausgewählten Kategorien (bis zu einem monatlichen Limit). Das Programm basiert auf Transaktionsgebühren und nicht auf den umstrittenen Affiliate-Modellen von Browser-Erweiterungen. Es gilt als die transparente Seite des PayPal-Ökosystems.

2. Bargeldloses Zahlen in Deutschland

Für den deutschen Markt sind die „Deal Week“-Aktionen und QR-Code-Cashback-Programme weiterhin attraktiv. Die direkten Partnerschaften mit Händlern wie DM, Rossmann und Rewe, die Mitte 2025 starteten, bieten nachvollziehbare Ersparnisse ohne das Datensammeln von Browser-Tools.

3. Vorsicht bei Browser-Erweiterungen

Nach den Enthüllungen vom 30. Dezember sollten datenbewusste Nutzer „Always-on“-Erweiterungen wie Honey überdenken. Experten raten, solche Tools nur bei aktiven Einkäufen zu aktivieren – und nicht dauerhaft im Hintergrund laufen zu lassen.

Was 2026 auf PayPal zukommt

Die Regulierungsbehörden, darunter die US-Handelsaufsicht FTC und EU-Behörden, dürften den Honey-Vorfall genau prüfen. Gegebenenfalls müsste PayPal seine Browser-basierten Belohnungsprogramme grundlegend überarbeiten.

Gleichzeitig wird der Fortschritt des Banken-Charters zum Gradmesser für die Zukunft. Eine Genehmigung würde es PayPal ermöglichen, noch in 2026 hochverzinsliche Sparprodukte zu lancieren. Das könnte einen neuen Standard setzen: Fintech-Belohnungen, die Konsumvorteile mit Vermögensaufbau verbinden.

Bis dahin gilt für Verbraucher: Die transparenteren, transaktionsbasierten Cashback-Angebote nutzen – bei datensammelnden Tools aber die Wachsamkeit erhöhen.

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