Parkinson-Früherkennung: Bluttests erkennen Krankheit Jahre vor Symptomen
04.02.2026 - 17:23:12Forscher entwickeln Bluttests, die Parkinson Jahre vor den ersten Symptomen aufspüren. Die neuen Verfahren markieren einen Paradigmenwechsel in der Diagnostik. Statt auf sichtbare Anzeichen zu warten, könnte künftig eine einfache Blutprobe genügen, um die neurodegenerative Erkrankung in einem sehr frühen Stadium zu identifizieren.
Bisher stützt sich die Diagnose vor allem auf motorische Symptome wie Zittern oder Muskelsteifheit. Sind diese erkennbar, ist der Krankheitsprozess im Gehirn jedoch meist schon weit fortgeschritten. Die neuen Tests zielen genau auf diese Lücke – sie eröffnen ein kritisches Zeitfenster für Therapien, die den Verlauf bremsen könnten.
Alpha-Synuclein: Der Schlüssel-Biomarker im Blut
Im Zentrum des Durchbruchs steht das Protein Alpha-Synuclein. Bei Parkinson verklumpt dieses Protein im Gehirn und schädigt Nervenzellen. Der Nachweis dieser fehlgefalteten Proteine gelang bisher nur durch invasive Methoden wie eine Lumbalpunktion.
Jetzt haben Wissenschaftler hochempfindliche Nachweisverfahren für Blutproben entwickelt. Ein Schlüsselverfahren ist der „Seed Amplification Assay“ (SAA), der winzigste Mengen des krankhaften Proteins aufspürt. Der Übergang von der Nervenwasser- zur Blutanalyse ist ein gewaltiger Schritt – Bluttests sind einfacher, günstiger und breiter einsetzbar.
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Bis zu 94 Prozent Treffsicherheit in Studien
Die Ergebnisse internationaler Forschungsgruppen, darunter Teams aus Göttingen und Kiel, sind beeindruckend. Eine Methode erreichte in Studien eine Sensitivität von über 94 Prozent bei der Unterscheidung von Parkinson-Patienten und Gesunden.
Ein anderer Ansatz nutzt Künstliche Intelligenz, um anhand von acht Blutproteinen eine Parkinson-Erkrankung vorherzusagen – mit bis zu 79-prozentiger Genauigkeit und bis zu sieben Jahre vor den ersten motorischen Symptomen. Getestet wurden dabei Personen mit einer REM-Schlafstörung, einem bekannten Frühwarnzeichen.
Einfacher Test, große Vorteile für die Praxis
Die Vorteile eines validierten Bluttests wären immens. Die heutige Diagnose ist komplex und oft spät. Bildgebende Verfahren wie DaT-Scans sind teuer, die Liquorpunktion belastend.
- Einfache Anwendung in Hausarztpraxen
- Objektive, biologische Diagnose-Grundlage
- Bessere Abgrenzung zu ähnlichen Erkrankungen wie Lewy-Body-Demenz
Dies würde eine frühere und präzisere Behandlung sowie unterstützende Maßnahmen wie Physiotherapie ermöglichen.
Revolution für die Medikamenten-Entwicklung
Der größte Hebel liegt vielleicht in der Forschung. Bisher scheiterten viele Medikamentenstudien, weil sich Patienten für Therapien im Frühstadium kaum identifizieren ließen. Mit den neuen Biomarkern können Pharmaunternehmen nun gezielt Probanden in der Frühphase rekrutieren.
Das erhöht die Chancen auf krankheitsmodifizierende Therapien, die den Verlauf verlangsamen. Experten sprechen von einem entscheidenden Schritt hin zu einer präventiven, personalisierten Parkinson-Medizin.
Wann kommt der Test zum Arzt?
Bis zur klinischen Routine sind noch Hürden zu nehmen. Die Verfahren müssen in größeren und diverseren Patientengruppen validiert werden. Falschdiagnosen bei einer so schwerwiegenden Krankheit müssen nahezu ausgeschlossen sein.
Dennoch ist der Optimismus groß. Erste Tests könnten in den kommenden Jahren für die klinische Erprobung weiterentwickelt werden. Langfristig verspricht die Kombination aus einfacher Früherkennung und wirksamen Therapien eine deutlich bessere Prognose für Millionen Betroffene weltweit.
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