Paracetamol in Schwangerschaft: Kein erhöhtes Risiko für Autismus oder ADHS
19.01.2026 - 05:54:12Eine große internationale Studie gibt Entwarnung: Paracetamol in der Schwangerschaft erhöht nicht das Risiko für neurologische Entwicklungsstörungen beim Kind. Das ist das Ergebnis einer umfassenden Meta-Analyse, die jetzt im Fachjournal The Lancet veröffentlicht wurde. Die Untersuchung entkräftet damit frühere Bedenken und bestätigt die gängigen medizinischen Empfehlungen.
Neue Analyse mit klarem Ergebnis
Ein Forschungsteam aus mehreren europäischen Ländern wertete Daten aus 43 hochwertigen Studien mit Millionen von Schwangerschaften aus. Der Fokus lag auf methodisch besonders robusten Geschwister-Vergleichsstudien. Dabei werden Geschwister untersucht, bei denen die Mutter nur in einer der Schwangerschaften Paracetamol einnahm. Dieser Ansatz filtert Störfaktoren wie Genetik und Lebensumfeld heraus.
Das Ergebnis ist eindeutig: Die Analyse fand keinen statistisch signifikanten Zusammenhang zwischen der Einnahme des Schmerzmittels und der Entwicklung von Autismus, ADHS oder geistigen Beeinträchtigungen bei den Kindern.
Warum frühere Studien irreführen konnten
In der Vergangenheit hatten einige Beobachtungsstudien leichte Risikoerhöhungen angedeutet. Die neue Meta-Analyse zeigt nun: Diese scheinbaren Zusammenhänge waren wahrscheinlich nicht auf das Medikament selbst zurückzuführen.
Vielmehr könnten die zugrundeliegenden Gründe für die Einnahme – wie hohes Fieber, schwere Infektionen oder chronische Schmerzen – das eigentliche Risiko darstellen. Unbehandeltes Fieber birgt bekannte Gefahren für die Schwangerschaft. Die aktuelle Studie bestätigt damit auch Ergebnisse einer großen schwedischen Untersuchung aus dem Jahr 2024.
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Was bedeutet das für Schwangere?
Die Empfehlungen führender Gesundheitsbehörden bleiben unverändert. Paracetamol gilt weiterhin als das Mittel der ersten Wahl gegen Schmerzen und Fieber in allen Schwangerschaftsphasen.
- Alternativen wie Ibuprofen sind besonders im letzten Drittel riskant.
- Opioide bergen ein deutlich höheres Abhängigkeits- und Schadenspotenzial.
Die Leitlinie lautet: bei Bedarf in der niedrigsten wirksamen Dosis und für die kürzest mögliche Zeit anwenden. Die neue Studie liefert die bislang stärkste wissenschaftliche Basis für diese Praxis und soll unnötige Ängste nehmen. Experten betonen, dass eine notwendige Behandlung nicht aus Sorge unterbleiben sollte.


