OZG-Schnittstelle, Gewerbeanmeldung

OZG-Schnittstelle startet: Gewerbeanmeldung jetzt bundesweit digital

04.02.2026 - 13:31:12

Seit dem 4. Februar 2026 können Gründer in ganz Deutschland ihr Gewerbe über eine zentrale Online-Schnittstelle anmelden. Das System kombiniert die Anzeige mit der Steuererfassung und soll Bürokratie abbauen.

Ab sofort können Gründer in allen Bundesländern ihre Gewerbe über eine einheitliche digitale Schnittstelle anmelden. Dieser Meilenstein in der Verwaltungsdigitalisierung markiert die erfolgreiche Umsetzung des „Einer-für-Alle“-Prinzip und soll Bürokratie abbauen.

Einheitlicher Zugang für alle Bundesländer

Seit diesem Mittwoch, dem 4. Februar 2026, ist die bundesweite OZG-Schnittstelle für Gewerbeanmeldungen online. Damit endet der Flickenteppich aus einzelnen Landesportalen. Gründer nutzen nun einen einheitlichen digitalen Zugang, unabhängig davon, ob sie ihr Unternehmen in Bayern, Sachsen oder Nordrhein-Westfalen anmelden. Die technische Basis liefert das aktualisierte Wirtschafts-Service-Portal.NRW (WSP.NRW), das als zentrale Plattform für den Rollout dient.

Hinter den Kulissen sorgt der XGewerbe-Standard für eine reibungslose Datenübermittlung von der Eingabemaske zu den Fachverfahren der rund 11.000 kommunalen Gewerbeämter. Nordrhein-Westfalen hatte die federführende Entwicklung übernommen. Ein kritisches Wartungsupdate am vergangenen Montag schloss die letzten Bundesländer an das Netzwerk an.

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Steueranmeldung direkt mit erledigt

Die größte Neuerung für Gründer ist die integrierte Steuererfassung. Bisher mussten sie ihre Gewerbeanmeldung bei der Kommune einreichen und zusätzlich den „Fragebogen zur steuerlichen Erfassung“ beim Finanzamt über ELSTER ausfüllen – ein doppelter Aufwand.

Das neue System kombiniert diese Schritte. Die für die Gewerbeanzeige eingegebenen Daten werden automatisch an die zuständigen Finanzbehörden weitergeleitet. Diese „medienbruchfreie“ Abwicklung spart Zeit und reduziert Fehler. Analysen der Gründerplattform deuten darauf hin, dass sich die Bearbeitungszeit um mehrere Tage verkürzen könnte.

Erfüllung des OZG 2.0-Mandats

Der Start der Schnittstelle kommt wenige Wochen nach der Frist des IT-Planungsrats. Dieser hatte im Sommer 2024 verbindliche Standards für EfA-Dienstleistungen festgelegt, die bis Januar 2026 umgesetzt werden mussten. Das Onlinezugangsgesetz 2.0 (OZG-Änderungsgesetz) legt den Fokus auf die „end-to-end“-Digitalisierung wichtiger Verwaltungsleistungen. Die Gewerbeanmeldung wurde aufgrund ihrer wirtschaftlichen Bedeutung als prioritär eingestuft.

Experten sehen in der erfolgreichen Einführung ein Modell für andere komplexe Verwaltungsvorgänge. Die Fähigkeit, Daten von einem zentralen Portal sicher an tausende lokale Systeme zu übermitteln, beweise die Praxistauglichkeit des EfA-Modells.

Positive Resonanz und nächste Schritte

Die Wirtschaft begrüßt den Fortschritt. Verbände von Start-ups und dem Mittelstand fordern seit langem einen „24-Stunden-Gründungsprozess“. Zwar garantiert das neue System noch keine eintägige Bearbeitung für alle Rechtsformen, doch es beseitigt das größte Hindernis: physische Formulare und Postwege.

Der Blick geht bereits nach vorn. Das Wirtschafts-Service-Portal.NRW soll weiter ausgebaut werden. Geplant ist die Integration weiterer Schritte, etwa der Eintragung ins Handelsregister oder der Anmeldung bei den Sozialversicherungen. Ziel ist ein umfassendes Ökosystem für die Unternehmensverwaltung.

Für die nächste Generation von Gründern beginnt der Weg in die Selbstständigkeit nun deutlich digitaler und schlanker.

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