Oxford-Studie: Vegetarier haben geringeres Risiko für fünf Krebsarten
03.03.2026 - 02:11:28 | boerse-global.deVegetarier erkranken seltener an Brust-, Prostata- und anderen Krebsarten. Das zeigt die bisher größte Analyse zu diesem Thema von der Universität Oxford. Die Forscher werteten Daten von über 1,8 Millionen Menschen aus.
Die im British Journal of Cancer veröffentlichte Studie kombiniert neun Langzeit-Beobachtungen aus mehreren Ländern. Im Schnitt wurden die Teilnehmer 16 Jahre lang begleitet. Finanziert wurde die Arbeit vom World Cancer Research Fund.
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Deutliche Risikounterschiede bei häufigen Krebsarten
Die Zahlen sind eindeutig: Im Vergleich zu regelmäßigen Fleischessern haben Vegetarier ein um 31 Prozent geringeres Risiko für ein Multiples Myelom, eine Krebsart des Knochenmarks. Bei Nierenkrebs sinkt das Risiko um 28 Prozent, bei Bauchspeicheldrüsenkrebs um 21 Prozent.
Auch bei zwei der weltweit häufigsten Krebsarten schneidet die fleischlose Ernährung besser ab. Das Prostatakrebsrisiko ist um 12 Prozent reduziert, das Brustkrebsrisiko um 9 Prozent niedriger. Diese Werte gelten selbst nach Berücksichtigung von Faktoren wie Übergewicht oder Rauchen.
Eine überraschende Ausnahme fanden die Forscher jedoch: Vegetarier hatten ein fast doppelt so hohes Risiko für Speiseröhrenkrebs. Die Gründe dafür sind noch unklar.
Schon weniger Fleisch zeigt positive Effekte
Die Studie untersuchte nicht nur strikte Vegetarier. Auch andere Ernährungsmuster mit reduziertem Fleischkonsum brachten Vorteile.
Pescetarier, die Fisch aber kein Fleisch essen, hatten ein geringeres Risiko für Brust-, Nieren- und Darmkrebs. Menschen, die nur Geflügel, aber kein rotes oder verarbeitetes Fleisch aßen, profitierten von einem niedrigeren Prostatakrebsrisiko. Die Botschaft: Schon die Reduktion von Fleisch, insbesondere der verarbeiteten Sorten, kann sich positiv auswirken.
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Was schützt Vegetarier vor Krebs?
Wissenschaftler sehen mehrere Gründe für den beobachteten Effekt. Vegetarier nehmen mehr Obst, Gemüse und Ballaststoffe zu sich – alles Lebensmittel mit potenziell krebshemmenden Inhaltsstoffen. Gleichzeitig meiden sie verarbeitetes Fleisch, das von der WHO als krebserregend eingestuft wird.
„Das sind sehr gute Nachrichten für Menschen, die sich vegetarisch ernähren“, sagt die leitende Forscherin Aurora Perez-Cornago. Offen bleibt jedoch, ob der Schutz primär vom Fleischverzicht oder vom Mehr an pflanzlichen Lebensmitteln kommt.
Kein Freibrief für ungesunde Fleischlosigkeit
Die Studie unterstreicht die allgemeinen Empfehlungen von Gesundheitsorganisationen: mehr pflanzliche, weniger verarbeitete tierische Produkte. Sie ist aber kein Pauschalurteil für jede vegetarische Ernährung.
„Die Qualität der Ernährung bleibt der entscheidende Faktor“, so die Einschätzung von Experten. Eine fleischlose Kost mit vielen stark verarbeiteten Lebensmitteln könnte die positiven Effekte zunichtemachen. Zudem stammen die Daten aus einer begrenzten Anzahl von Ländern – die Übertragbarkeit auf alle kulturellen Ernährungsformen muss weiter erforscht werden.
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