Oxford-Studie: Veganer haben höheres Darmkrebsrisiko
27.02.2026 - 06:32:35 | boerse-global.deEine große Studie der Oxford University zeigt ein differenziertes Bild pflanzlicher Ernährung. Während Vegetarier bei fünf Krebsarten profitieren, steigt für Veganer das Darmkrebsrisiko.
Die bisher größte Untersuchung ihrer Art analysierte Daten von über 1,8 Millionen Menschen. Im renommierten British Journal of Cancer veröffentlicht, bestätigt sie bekannte Vorteile – und wirft neue Fragen auf.
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Vegetarier profitieren bei fünf Krebsarten
Für Menschen, die auf Fleisch verzichten, aber Milch und Eier konsumieren, zeigte die Meta-Analyse klare Schutzeffekte. Das Risiko für Bauchspeicheldrüsenkrebs sank um 21 Prozent, für Prostatakrebs um 12 Prozent und für Brustkrebs um 9 Prozent.
Noch deutlicher fielen die Ergebnisse bei zwei anderen Krebsarten aus: Vegetarier hatten ein 28 Prozent geringeres Nierenkrebsrisiko und ein 31 Prozent geringeres Risiko für das Multiple Myelom, eine Blutkrebsform.
Überraschendes Ergebnis für Veganer
Bei strikt vegan lebenden Menschen entdeckten die Forscher hingegen einen alarmierenden Trend. Deren Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, lag signifikant höher als bei Fleischessern. Einige Auswertungen sprechen von einem Anstieg um bis zu 40 Prozent.
Interessanterweise zeigten Vegetarier in dieser Studie kein reduziertes Darmkrebsrisiko. Die Studienautoren vermuten, dass die Vergleichsgruppe bereits wenig Fleisch aß. Damit widerspricht das Ergebnis früheren Untersuchungen.
Kalziummangel als mögliche Ursache
Woran liegt der Unterschied? Die Forscher haben eine erste Hypothese: Ein Mangel an bestimmten Nährstoffen könnte verantwortlich sein. Besonders Kalzium steht im Fokus, da es nachweislich das Darmkrebsrisiko senken kann.
Diese These stellt die etablierte Lehrmeinung auf den Kopf. Bisher galt eine ballaststoffreiche, pflanzliche Ernährung als Schutzfaktor vor Darmkrebs. Die neue Studie widerlegt das nicht – aber sie fügt eine wichtige Nuance hinzu.
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Studie widerspricht früheren Erkenntnissen
Die Ergebnisse müssen im Kontext betrachtet werden. Zahlreiche frühere Untersuchungen kamen zum gegenteiligen Schluss: Eine siebenjährige Studie mit 77.000 Teilnehmern ergab für Vegetarier ein um 22 Prozent geringeres Darmkrebsrisiko.
Der entscheidende Unterschied könnte in der Qualität der Ernährung liegen. Experten betonen: Eine vegane Diät aus Fertigprodukten, Zucker und Weißmehl ist nicht gesünder als eine schlechte Mischkost. Nur vollwertige Pflanzenkost mit Gemüse, Hülsenfrüchten und Vollkorn schützt.
Experten raten zu besonnener Interpretation
Die Studienautoren mahnen zur Vorsicht. Die Anzahl der Veganer in der Untersuchung war relativ klein, weitere Forschung ist nötig. Der wissenschaftliche Konsens bleibt: Ein gesunder Lebensstil mit normalem Gewicht, Bewegung und Verzicht auf Tabak ist entscheidend.
Die Studie stellt pflanzenbasierte Ernährung nicht grundsätzlich infrage. Sie unterstreicht aber die Bedeutung einer ausgewogenen Nährstoffzufuhr. Veganer sollten besonders auf Kalzium, Vitamin B12 und andere kritische Mikronährstoffe achten.
Die Debatte verschiebt sich von pauschalen Ernährungsempfehlungen hin zur Frage: Welche konkreten Lebensmittel und Nährstoffe machen den Unterschied? Bis die Mechanismen vollständig geklärt sind, bleibt eine vielfältige, vollwertige Ernährung der sicherste Weg.
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