Oracle festigt mit KI-Infrastruktur seine Marktführerschaft
20.03.2026 - 00:00:34 | boerse-global.deOracle hat Mitte März 2026 seine dominante Stellung als KI-Infrastruktur-Anbieter ausgebaut. Die milliardenschweren Investitionen des Konzerns zahlen sich nun massiv aus. Ein überragendes Quartalsergebnis und eine erweiterte Partnerschaft mit NVIDIA markieren einen strategischen Wendepunkt.
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Finanzieller Triumph und Rekord-Auftragsbestand
Die Zahlen für das dritte Quartal 2026 übertrafen alle Erwartungen. Der Gesamtumsatz stieg um 22 Prozent auf 17,2 Milliarden Euro. Das Kerngeschäft, die Cloud-Infrastruktur (IaaS), explodierte sogar um 84 Prozent auf 4,9 Milliarden Euro. Der Gewinn je Aktie legte um 21 Prozent zu.
Der spektakulärste Wert ist jedoch der Auftragsbestand (RPO). Er erreichte unglaubliche 553 Milliarden Euro – ein Plus von 325 Prozent im Jahresvergleich. Analysten führen diesen Berg an Verträgen vor allem auf Großaufträge für Künstliche Intelligenz zurück. Oracle sichert sich dabei clever ab: Kunden zahlen oft Vorauszahlungen oder stellen sogar ihre eigenen Grafikprozessoren (GPUs) bereit. So muss der Konzern nicht für jeden neuen Vertrag frisches Kapital für Hardware beschaffen.
Partnerschaft mit NVIDIA wird ausgebaut
Um den gewaltigen Auftragsberg abarbeiten zu können, intensivierte Oracle am 17. März die Zusammenarbeit mit NVIDIA. Das Ziel: skalierbare Supercomputer für Unternehmens-KI schaffen.
Technisch setzt Oracle auf seine OCI Superclusters. Diese verbinden Hunderttausende GPUs zu einem einzigen KI-Supercomputer. Die Anlage erreicht eine Spitzenleistung von über 17 ZettaFLOPS. Die Latenzzeiten liegen im Bereich von Mikrosekunden. Diese Leistungsdaten sind essenziell, um KI-Modelle aus der Experimentierphase in den produktiven Großbetrieb zu überführen.
Die Milliarden-Wette: Hohe Investitionen, erste Gewinne
Der Umbau zum KI-Infrastruktur-Riesen hat seinen Preis. Für das Geschäftsjahr 2026 plant Oracle Investitionen (CapEx) von 50 Milliarden Euro, vor allem für Rechenzentren und Hardware. Zur Finanzierung nahm das Unternehmen massiv Schulden auf, unter anderem durch die Ausgabe von Anleihen im Wert von 43 Milliarden Euro.
Trotz der hohen Ausgaben und eines vorübergehend negativen freien Cashflows betont das Management: Das KI-Infrastrukturgeschäft ist bereits profitabel. Die Bruttomarge bei Hardware-Beschleunigern liege zwischen 30 und 40 Prozent. Mit der Inbetriebnahme neuer Rechenzentren und dem Verkauf zusätzlicher Dienstleistungen soll die Rentabilität weiter steigen.
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Oracle wird zum Cloud-Hyperscaler
Die jüngsten Erfolge verändern das Image des Konzerns grundlegend. Galt Oracle lange als reifer Software-Anbieter, ist es heute ein ernstzunehmender Konkurrent für Cloud-Giganten wie AWS oder Microsoft Azure. Sein größter Vorteil: die riesige Stammkundschaft aus der Unternehmenswelt.
Für diese Kunden ist der Weg in die Oracle-Cloud naheliegend, besonders beim Thema KI. Der Trend hin zu „Agentic AI“ – Systemen, die eigenständig Geschäftsprozesse steuern – spielt Oracle in die Hände. Der Konzern kann Hunderte solcher KI-Agenten direkt in seine Anwendungen wie Fusion oder NetSuite einbetten. Das bindet Kunden enger an das Ökosystem.
Auch die Nachfrage nach Sovereign Clouds, bei denen Daten national gespeichert werden müssen, kommt Oracle zugute. Das Unternehmen kann flexibel eigene Cloud-Regionen für Länder oder stark regulierte Branchen aufbauen.
Ausblick: Kurs auf 90 Milliarden Euro Umsatz
Angesichts der dynamischen Nachfrage hat Oracle seine Prognose für das Geschäftsjahr 2027 deutlich angehoben. Das Unternehmen strebt nun einen Gesamtumsatz von 90 Milliarden Euro an.
Die derzeit im Bau befindlichen Rechenzentren sollen bereits in der zweiten Hälfte 2026 signifikante Umsätze generieren, wenn Kunden ihre KI-Workloads hochfahren. Der Rekord-Auftragsbestand von 553 Milliarden Euro und die strategischen Partnerschaften positionieren Oracle für nachhaltiges Wachstum. Die milliardenschwere Infrastruktur-Wette des Konzerns geht damit eindeutig auf.
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