Oracle Aktie: Jobs für KI geopfert
07.03.2026 - 01:57:19 | boerse-global.deDer Datenbank-Riese aus Redwood Shores steht vor einem radikalen Umbau. Während Oracle massiv in KI-Infrastruktur investiert, plant das Unternehmen offenbar einen Job-Kahlschlag in großem Stil. Gleichzeitig gerät das prestigeträchtige Stargate-Projekt in Texas ins Stocken – ausgerechnet Meta könnte profitieren.
Tausende Stellen auf der Kippe
Oracle prüft laut Reuters eine drastische Reduzierung seiner weltweit rund 162.000 Mitarbeiter. Von den Kürzungen, die bereits im März beginnen könnten, dürften "Tausende" betroffen sein – eine konkrete Zahl nennt das Unternehmen bislang nicht. Der Grund: Die aggressive Expansionsstrategie im KI- und Cloud-Geschäft verschlingt Milliarden.
Der Konzern investiert massiv in neue Rechenzentren, Hochleistungsserver und Cloud-Kapazitäten, um mit den großen Tech-Playern mitzuhalten. Besonders lukrativ sind KI-Workloads, die langfristige und rechenintensive Infrastrukturverträge nach sich ziehen. Die Kehrseite: Die Investitionsausgaben dürften im Geschäftsjahr 2026 um mehrere Milliarden Dollar höher ausfallen als ursprünglich geplant.
Betroffen sein dürften laut Bloomberg mehrere Unternehmensbereiche – vor allem jene, bei denen Oracle erwartet, dass sie durch KI ohnehin schrumpfen werden. Zudem stoppt der Konzern offenbar Neueinstellungen in der Cloud-Abteilung oder verlangsamt sie zumindest deutlich.
Stargate-Projekt vor dem Aus – Meta springt ein
Parallel dazu gibt es einen herben Rückschlag bei Oracles Flaggschiff-Projekt: Die geplante Expansion des KI-Rechenzentrums in Abilene, Texas, ist vorerst gestoppt. Oracle und OpenAI konnten sich laut Bloomberg nicht auf ein tragfähiges Finanzierungsmodell einigen. Erschwerend kam hinzu, dass OpenAI seine Anforderungen an die technische Infrastruktur während der Verhandlungen mehrfach anpasste.
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Das Scheitern ruft jedoch einen neuen Akteur auf den Plan: Meta Platforms prüft derzeit intensiv, ob es die geplanten Kapazitäten vom Entwickler Crusoe übernimmt. Für den Facebook-Konzern wäre dies ein strategischer Coup im Rennen um KI-Infrastruktur – für Oracle und das Stargate-Projekt hingegen ein empfindlicher Dämpfer.
Anleger bleiben skeptisch
Am kommenden Dienstag legt Oracle seine Quartalszahlen für das dritte Quartal des Geschäftsjahres 2026 vor. Analysten erwarten ein Umsatzplus von rund 20 Prozent, werden aber besonders den freien Cashflow unter die Lupe nehmen. Denn die kapitalintensive KI-Strategie belastet die Bilanz spürbar.
Die Oracle-Aktie steht seit Monaten unter Druck: Seit Jahresbeginn hat das Papier bereits 20,58 Prozent an Wert verloren. Im Freitagshandel zeigte sich die Aktie zunächst freundlich, drehte dann aber ins Minus und verlor zeitweise 0,77 Prozent auf 153,60 Dollar.
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