Oracle, KI-Datenbank

Oracle 26ai: KI-Datenbank jetzt für eigene Rechenzentren

20.01.2026 - 03:22:12

Oracle macht seine leistungsstarken KI-Datenbankfunktionen erstmals für Standard-Server in eigenen Rechenzentren verfügbar und vollzieht damit einen strategischen Schwenk.

Oracle macht seine KI-Datenbank erstmals für Standard-Hardware zugänglich. Die Version 26ai kann ab sofort in jedem eigenen Rechenzentrum installiert werden – ein strategischer Schwenk des Software-Riesen.

Bisher waren die leistungsstarken KI-Funktionen der Datenbank exklusiv Oracles Cloud oder teurer Spezial-Hardware vorbehalten. Mit der Veröffentlichung für das weit verbreitete Linux x86-64-System öffnet der Konzern nun die Tür für Tausende Unternehmen, die auf Standard-Server setzen. Sie können nun auf eigene Hardware von der vollen KI-Power profitieren, ohne in teure Oracle-Engineered Systems wie Exadata investieren zu müssen.

Strategischer Schwenk: KI-Cloud-Features für alle

Die Entscheidung markiert eine fundamentale Kursänderung. Oracle bindet seine Flaggschiff-Software nicht länger an die eigene Hardware. Stattdessen setzt der Konzern auf Offenheit, um in der Ära der künstlichen Intelligenz wettbewerbsfähig zu bleiben.

„Damit erfüllt Oracle ein lang erwartetes Versprechen an seine riesige On-Premises-Kundschaft“, analysiert ein Branchenkenner. Viele Unternehmen zögern, sensible Daten in die Public Cloud zu geben oder sind durch Compliance-Vorgaben gebunden. Oracles Move ermöglicht ihnen nun eine konsistente Hybrid-Strategie: Dieselbe KI-Datenbank läuft sowohl in der Oracle-Cloud als auch im firmeneigenen Rechenzentrum.

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Das steckt in der KI-Datenbank der Zukunft

Herzstück der 26ai ist die AI Vector Search. Diese semantische Suche durchforstet unstrukturierte Daten wie Dokumente oder Bilder direkt in der Datenbank – die Grundlage für moderne Generative-AI-Anwendungen (RAG). Ein weiteres Highlight: Die Datenbank wird zur Agenten-Fabrik. Mit der Oracle AI Database Private Agent Factory können Entwickler visuell KI-Agenten entwerfen, die komplexe Workflows automatisieren.

Die Vorteile sind klar: Da die KI-Modelle dort laufen, wo die Daten liegen, entfällt aufwendiger und sicherheitskritischer Datentransfer. Die Performance von KI-Workloads steigt, während die sensiblen Unternehmensdaten stets hinter der Firewall bleiben.

Kampfansage an Cloud-Native Rivalen

Mit diesem Schritt positioniert sich Oracle neu im harten Wettbewerb mit cloud-nativen Anbietern. Indem der Konzern seine Software von der Hardware entkoppelt, gibt er Kunden die Flexibilität, die sie heute fordern. Das stärkt die Bindung zur bestehenden Kundschaft und bietet einen starken Anreiz, die eigenen Systeme zu modernisieren, statt kritische KI-Lasten zu anderen Plattformen zu migrieren.

„Oracle stellt sicher, dass seine fortschrittlichsten KI-Features allgegenwärtig sind – von der Public Cloud bis zum privaten Rechenzentrum“, so die Einschätzung von Marktbeobachtern. Damit unterstreicht der Konzern den zentralen Stellenwert seiner Datenbanktechnologie im boomenden KI-Markt.

Einfacher Upgrade-Pfad und lange Unterstützung

Für bestehende Kunden soll der Wechsel einfach sein. Nutzer der Vorgängerversion 23ai wechseln durch ein einfaches Update. Auch von älteren Versionen wie 19c ist ein Direkt-Upgrade mit dem Oracle AutoUpgrade-Tool möglich. Oracle garantiert Premier Support für 26ai bis mindestens Ende 2031 – ein langfristiger Planungshorizont für Unternehmen.

Die Branche wird nun gespannt verfolgen, wie schnell die neue Freiheit angenommen wird. Welche innovativen Anwendungen entstehen, wenn Unternehmen die Power der In-Database-KI endlich auf ihrer eigenen Hardware entfesseln können?

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