OHB Aktie: Milliarden-Projekt im Visier
12.03.2026 - 00:35:06 | boerse-global.deDer Raumfahrtkonzern OHB rüstet sich für eines der größten Beschaffungsprogramme in der Geschichte der Bundeswehr. Vorgestern bestätigte das Unternehmen offiziell Gespräche über ein Konsortium für das Satellitennetzwerk SATCOMBw Stufe 4, bei dem ein Projektvolumen von bis zu zehn Milliarden Euro im Raum steht. Gelingt hier der Zuschlag, würde das den ohnehin stark wachsenden Auftragsbestand auf ein völlig neues Niveau heben.
Konsortium für souveräne Kommunikation
Die Pläne für das Projekt SATCOMBw Stufe 4 sehen eine Konstellation von 100 bis 200 Satelliten im niedrigen Erdorbit vor. Bis 2029 soll der deutschen Armee damit eine von US-Systemen unabhängige Kommunikation ermöglicht werden. Um sich in dem Vergabeverfahren durchzusetzen, formiert sich laut übereinstimmenden Berichten ein schlagkräftiges Bündnis: Airbus Defence and Space strebt einen gemeinsamen Bieterwettbewerb mit Rheinmetall und OHB an.
Die Rollenverteilung innerhalb der Gruppe ist dabei klar umrissen. Während Rheinmetall die militärische Systemintegration übernimmt, verantwortet OHB die Satellitenfertigung und das Engineering. Dass der Konzern sich intensiv auf diese Größenordnung vorbereitet, zeigt ein strategischer Schritt aus dem vergangenen Herbst: Der Ausbau eines neu übernommenen Produktionswerks im sächsischen Schöneck wird gezielt auf die für dieses Projekt notwendige Serienfertigung ausgerichtet.
Rekordaufträge stützen ambitionierte Ziele
Doch wie solide ist das Fundament abseits dieses potenziellen Mega-Auftrags? Unabhängig vom Ausgang des Vergabeverfahrens verzeichnet das operative Geschäft ein starkes Momentum. Im Jahr 2025 kletterte der Auftragseingang um 24 Prozent auf rund 2,1 Milliarden Euro, der feste Auftragsbestand sprang sogar um 47 Prozent auf über 3,1 Milliarden Euro. Rückenwind liefern dabei erfolgreiche Projekte wie der jüngst gesicherte ESA-Vertrag für die Asteroiden-Mission RAMSES oder die laufende Beteiligung am Ariane-6-Programm.
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Diese Dynamik veranlasste das Management bereits im Januar dazu, die mittelfristigen Wachstumsziele nach oben anzupassen. Für 2026 peilt OHB nun eine Gesamtleistung von 1,4 Milliarden Euro bei einer EBITDA-Marge von 11 Prozent an. Ab 2028 soll die Umsatzschwelle von zwei Milliarden Euro durchbrochen werden, primär getrieben durch steigende Budgets der europäischen Raumfahrtagenturen und die wachsende Bedeutung des Verteidigungsmarkts.
Am 19. März folgt mit der Bilanzpressekonferenz der nächste wichtige Termin für Investoren. Bei der Vorlage des testierten Jahresabschlusses 2025 wird der Fokus der Märkte vor allem darauf liegen, ob das enorme Auftragswachstum auch in profitable Cashflows übersetzt werden konnte. Angesichts der hohen Vorabinvestitionen für die Projektpipeline ist die Entwicklung der liquiden Mittel die entscheidende Kennzahl. Bis zu einer finalen Entscheidung der Bundeswehr im Milliardenprojekt SATCOMBw dürften noch mehrere Monate vergehen – die anstehenden Geschäftszahlen liefern Anlegern zuvor den notwendigen Realitätscheck zur Profitabilität des Kerngeschäfts.
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