OHB Aktie: Milliarden-Auftrag in Sicht
11.03.2026 - 04:00:27 | boerse-global.deOHB SE bewirbt sich gemeinsam mit Rheinmetall und Airbus Defence and Space um das Bundeswehr-Satellitenprogramm SATCOMBw Stufe 4 – ein Projekt mit geschätztem Volumen von bis zu 10 Milliarden Euro. Damit steht der Bremer Raumfahrtkonzern vor der größten Wachstumschance seiner Geschichte, während das operative Geschäft bereits starke Zahlen liefert.
Konsortium mit klarer Rollenverteilung
Das geplante Programm sieht 100 bis 200 Satelliten im niedrigen Erdorbit vor, die der Bundeswehr bis 2029 eine souveräne Satellitenkommunikation unabhängig von US-Systemen ermöglichen sollen. Im Konsortium wäre Rheinmetall als militärischer Systemintegrator vorgesehen, OHB für Satellitenfertigung und Engineering. Dass OHB diese Rolle ernst nimmt, zeigt der Kauf eines Werks in Schöneck, Sachsen, im Oktober 2025 – explizit für eine mögliche Serienfertigung in diesem Maßstab.
Der Wettbewerb ist jedoch nicht zu unterschätzen: Airbus Defence and Space betreibt bereits die bestehenden SATCOMBw-Stufen 2 und 3. Zusätzlich könnte die angekündigte Fusion der Raumfahrtsparten von Airbus, Thales und Leonardo einen gewichtigen europäischen Rivalen formen.
Operative Kennzahlen auf Rekordniveau
Unabhängig vom Ausgang der SATCOMBw-Bewerbung zeigt das laufende Geschäft klare Stärke. Der Auftragseingang stieg 2025 um 24 Prozent auf rund 2,1 Milliarden Euro, der feste Auftragsbestand wuchs um 47 Prozent auf über 3,1 Milliarden Euro. Für 2025 peilt das Management eine Gesamtleistung von 1,2 Milliarden Euro bei einer EBITDA-Marge von 9 Prozent an.
Zusätzlichen Rückenwind liefert die Ariane 6: Nach ihrer ersten kommerziellen Mission im Februar bringt das Programm OHBs vollständig konsolidierter Tochter MT Aerospace, die Tanks und Strukturkomponenten fertigt, stabile Einnahmen. Der Amazon-Vertrag über 18 Starts ist der größte kommerzielle Deal in der Geschichte des Startanbieters Arianespace.
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Hinzu kommt ein frischer ESA-Auftrag: OHBs italienische Tochter sicherte sich im Februar einen Vertrag über 81,2 Millionen Euro für die RAMSES-Mission, die den Asteroiden Apophis bei seinem Erdvorbeiflug 2029 untersuchen soll. Inklusive vorbereitender Maßnahmen erreicht das Projektvolumen rund 150 Millionen Euro.
Mittelfristziele angehoben
Auf dem Capital Market Day 2026 hob OHB seine Wachstumsziele an. Für 2026 wird eine Gesamtleistung von 1,4 Milliarden Euro bei einer EBITDA-Marge von 11 Prozent angestrebt, 2027 sollen es 1,7 Milliarden Euro bei 12 Prozent sein. Ab 2028 peilt das Unternehmen eine Gesamtleistung von über 2,0 Milliarden Euro an. Als Wachstumstreiber nennt OHB steigende Budgets bei ESA, EU und nationalen Kunden – mit wachsender Bedeutung des Verteidigungsmarkts.
Am 19. März legt OHB seinen geprüften Jahresabschluss für 2025 vor. Dieser wird zeigen, ob der rekordhohe Auftragsbestand bereits in nachhaltige Margenverbesserung mündet und wie die Liquiditätssituation für kommende Großprojekte aufgestellt ist – eine wichtige Grundlage, bevor die SATCOMBw-Entscheidung in die nächste Phase geht.
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