Steuerzahler, Inflationsanpassung

Österreichs Steuerzahler kassieren 2026 automatische Inflationsanpassung

07.02.2026 - 15:24:11

Die automatische Valorisierung der Lohnsteuertarife senkt 2026 für über sieben Millionen Österreicher die Abgabenlast. Die Anpassung fällt aufgrund niedrigerer Inflation moderater aus.

Millionen Österreicher zahlen 2026 weniger Lohnsteuer. Die gesetzlich verankerte, automatische Anpassung der Steuergrenzen verschiebt die Tarifstufen nach oben. Die Steuerfreigrenze steigt damit auf 13.539 Euro. Das soll die heimliche Steuererhöhung durch die „kalte Progression“ abfedern und die Kaufkraft stärken.

So funktioniert der automatische Mechanismus

Seit 2023 passt ein gesetzlicher Mechanismus die Steuertarife jährlich an die Teuerung an. Für 2026 basiert die Erhöhung auf zwei Dritteln der rollierenden Inflation von 2,6 Prozent. Die Tarifgrenzen steigen somit um etwa 1,73 Prozent.

Ein drittes Drittel des Inflationsvolumens könnte die Regierung für zusätzliche Entlastungen nutzen. Für 2026 wurde diese Option jedoch ausgesetzt – zugunsten der Budgetkonsolidierung.

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Die neuen Steuergrenzen im Detail

Die Anpassung wirkt sich konkret auf die Lohnsteuertabelle aus. Ein größerer Teil des Einkommens bleibt nun steuerfrei oder wird niedriger besteuert.

Die neuen Stufen für 2026:
* 0 % Steuer: für Einkommen bis 13.539 € (2025: 13.308 €)
* 20 % Steuer: für Einkommen von 13.539 € bis 21.992 €
* 30 % Steuer: für Einkommen von 21.992 € bis 36.458 €
* 40 % Steuer: für Einkommen von 36.458 € bis 70.365 €
* 48 % Steuer: für Einkommen von 70.365 € bis 104.859 €
* 50 % Steuer: für Einkommen von 104.859 € bis 1.000.000 €

Der Spitzensteuersatz von 55 Prozent für Einkommen über einer Million Euro bleibt unverändert. Die Entlastung wirkt damit am stärksten bei niedrigen und mittleren Einkommen.

Wer profitiert am meisten?

Für die meisten Arbeitnehmer und Pensionisten bedeutet die Verschiebung mehr Netto vom Brutto. Die monatliche Entlastung bewegt sich für viele im zweistelligen Euro-Bereich.

Besonders profitieren Geringverdiener knapp über der alten Steuerfreigrenze. Von der Maßnahme sind über sieben Millionen Menschen betroffen, darunter auch Selbstständige. Auch verschiedene Absetzbeträge werden angepasst.

Warum fällt die Entlastung 2026 kleiner aus?

Die automatische Anpassung ist seit 2023 fester Bestandteil des Systems. Die Höhe schwankt jedoch mit der Inflation. 2025 fiel sie mit 5,0 Prozent Teuerung deutlich höher aus.

Die aktuelle, geringere Anpassung spiegelt die nachlassende Inflation wider. Die Entscheidung, auf das „dritte Drittel“ zu verzichten, begründet die Regierung mit der angespannten Haushaltslage und einem verhaltenen Wirtschaftswachstum.

Was bedeutet das für die Zukunft? Die jährliche Valorisierung wird weiterlaufen. Die politische Debatte dreht sich künftig vor allem um die Frage: Wird das verfügbare „dritte Drittel“ für gezielte Entlastungen genutzt oder weiterhin für die Budgetsanierung?

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