Sojaproduzent, Rekordernte

Österreich wird drittgrößter Sojaproduzent der EU

12.02.2026 - 16:30:12

Österreich steigt mit einer Rekordernte von 272.000 Tonnen zum drittgrößten Sojaproduzenten der EU auf. Die Strategie setzt auf heimische Züchtung und einen hohen Bio-Anteil.

Österreich steigt mit einer Rekordernte zum drittgrößten Soja-Produzenten der EU auf. Die Agrarmarkt Austria (AMA) meldete diese Woche rund 272.000 Tonnen Ernte für 2025. Damit liegt die Alpenrepublik jetzt nur noch hinter Italien und Frankreich.

Vom Nischen- zum Spitzenprodukt

Der Aufstieg ist das Ergebnis einer langfristigen Strategie. Die Österreichische Eiweißstrategie zielt darauf ab, die Abhängigkeit von Importen zu verringern. Die Zahlen zeigen Wirkung: Auf 86.000 Hektar Fläche – das entspricht Platz fünf in der EU – wuchs die viertwichtigste Ackerkultur des Landes. Nur Weizen, Mais und Gerste werden auf mehr Fläche angebaut.

Das Erfolgsrezept: Züchtung und Bio

Hinter der Rekordmenge steckt gezielte Innovation. Heimische Saatgutunternehmen züchten seit Jahren Sorten, die perfekt an österreichische Böden und Klima angepasst sind. Das garantiert stabile Erträge. Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal ist der hohe Bio-Anteil von 36 Prozent im Sojaanbau. Der komplette Verzicht auf Gentechnik wird zum starken Verkaufsargument.

Soja made in Austria: Vom Futter zur Food-Revolution

Während global 80 Prozent der Ernte im Tierfutter landen, geht Österreich einen anderen Weg. Rund die Hälfte der heimischen Bohnen wird direkt zu Lebensmitteln verarbeitet – ein europäischer Spitzenwert.
* Produkte: Tofu, Sojadrinks und Aufstriche
* Trend: Deckt die wachsende Nachfrage nach pflanzlicher Ernährung
* Vorteil: Höhere Wertschöpfung und Unabhängigkeit von Übersee-Importen

Ein Modell für mehr Unabhängigkeit in Europa

Der österreichische Erfolg hat Signalwirkung. Die EU ist noch immer stark von Eiweißimporten abhängig. Die Alpenrepublik zeigt, wie gezielte Förderung und Forschung die heimische Produktion ankurbeln können. Zudem bietet der Sojaanbau ökologische Vorteile: Als Leguminose reichert die Pflanze den Boden auf natürliche Weise mit Stickstoff an und spart so Dünger.

Die Zukunft: Die Spitzenposition ausbauen

Das Ziel ist jetzt, die Vorreiterrolle zu festigen. Branchenexperten sehen Potenzial in noch ertragreicheren Sorten und optimierten Anbaumethoden.

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Österreich setzt sich parallel auf EU-Ebene für eine gemeinsame europäische Eiweißstrategie ein. Der Fokus bleibt auf gentechnikfreier Qualität und Bio – der Kern der österreichischen Erfolgsgeschichte.

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