Davos, Tech-Investoren

Österreich wirbt in Davos um Tech-Investoren

20.01.2026 - 02:03:12

Bundeskanzler Christian Stocker präsentiert beim Weltwirtschaftsforum Österreichs neue Industriestrategie. Im Fokus stehen Gespräche mit Tech-Giganten wie META, Cisco und Google. Das Ziel: Das Land als innovativen und stabilen Standort im Herzen Europas vermarkten.

Während die Rede des US-Präsidenten die große Bühne dominiert, nutzt Wien die Hinterzimmer von Davos für konkrete Wirtschaftsdiplomatie. Die Delegation will frisches Kapital und Know-how für Schlüsselbranchen anlocken.

Österreichs Kernbotschaft ist klar: Der Standort soll wettbewerbsfähiger werden. Eine neue Strategie zielt darauf, die Deindustrialisierung zu stoppen. Gefördert werden sollen gezielt Zukunftsbranchen:
* Chip-Produktion
* Automobilsektor der Zukunft
* Life-Sciences- und Pharmaindustrie

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Das erklärte Ziel ist die Rückkehr unter die Top 10 des “Global Innovation Index”. Derzeit gilt Österreich zwar als “Strong Innovator”, hat aber zur Weltspitze noch Aufholbedarf. Die Gespräche mit Investoren sollen helfen, Österreich als Hochtechnologiestandort zu verankern.

Stabilität exportieren, um Wohlstand zu sichern

Ein zentrales Thema für Wien ist der enge Link zwischen geopolitischer Ruhe und Wirtschaftswachstum. Die Devise lautet: Stabilität in die Nachbarschaft exportieren, um keine Instabilität zu importieren.

Ein besonderer Fokus liegt auf der EU-Integration des Westbalkans. Eine prosperierende Region sieht Österreich als wichtigen Faktor für die eigene Sicherheit und Entwicklung. Auch die Lage im Nahen Osten ist Thema, da ungelöste Konflikte globale Lieferketten empfindlich stören können.

Hohe Kosten als heimische Herausforderung

Während in Davos geworben wird, sind die internen Probleme bekannt. Analysten sehen die Wettbewerbsfähigkeit durch hohe Lohnstückkosten und steigende Staatsverschuldung unter Druck. Ein mögliches EU-Defizitverfahren könnte den finanziellen Spielraum der Regierung weiter einschränken.

Kann die Fokussierung auf Hochtechnologie diese Nachteile kompensieren? Die vorgelegte Strategie setzt auch auf Entbürokratisierung, um Investitionen zu erleichtern. Experten betonen: Die versprochenen Reformen im Inland müssen nun konsequent umgesetzt werden.

Balanceakt in polarisierter Welt

Österreichs Auftritt ist ein Spagat zwischen globaler Realpolitik und nationalen Interessen. Das Forum ist geprägt von “America First”-Politik und der Sorge vor neuen Handelskonflikten. Für eine exportabhängige Volkswirtschaft wie Österreich sind das existenzielle Fragen.

Die Strategie, sich als Brückenbauer und stabiler Anker in Europa zu positionieren, erscheint da folgerichtig. Die enge Verflechtung mit der deutschen Wirtschaft bleibt dabei sowohl Stärke als auch Risikofaktor.

Die Erfolge von Davos werden sich an konkreten Investitionsentscheidungen messen lassen. Ob sich Österreich in Schlüsselsektoren wie Halbleiter als relevanter Player etablieren kann, wird über die langfristige Wohlstandssicherung mitentscheiden.

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