NVIDIA, Milliarden-Deal

NVIDIA und Meta schmieren Milliarden-Deal für KI-Superhirne

18.02.2026 - 13:22:12

Meta wird in den kommenden Jahren Millionen NVIDIA-Prozessoren einsetzen, um seine KI-Infrastruktur auszubauen. Die Partnerschaft umfasst aktuelle und zukünftige Chip-Generationen.

Der KI-Chipmarkt steht vor einer Zeitenwende: NVIDIA und Meta haben ihre strategische Partnerschaft massiv ausgebaut. Der Social-Media-Riese wird in den kommenden Jahren „Millionen“ von Prozessoren des Grafikspezialisten einsetzen, um seine Vision einer persönlichen Superintelligenz für Milliarden Nutzer zu verwirklichen. Das milliardenschwere Abkommen festigt NVIDIAs Rolle als zentraler Treiber von Metas ehrgeiziger KI-Roadmap.

Ein Generationenvertrag für KI-Hardware

Die Vereinbarung ist einer der größten Infrastruktur-Deals in der Geschichte der KI-Branche. Meta wird NVIDIAs gesamte beschleunigte Computing-Plattform in seine nächste Generation von Rechenzentren integrieren. Dazu gehört der massive Einsatz der aktuellen Blackwell-Architektur und der für 2027 erwarteten Rubin-Generation von KI-Beschleunigern.

Die technisch bemerkenswerteste Neuerung: Meta wird in noch nie dagewesenem Umfang auch NVIDIAs Standalone-CPUs einsetzen. Das Unternehmen wird damit zu einem der ersten Hyperscaler, der NVIDIAs ARM-basierte Grace-CPUs nicht nur als Begleiter für Grafikkarten, sondern eigenständig für Cloud-Workloads nutzt. Dieser Schritt stellt eine direkte Herausforderung für die traditionelle Dominanz von x86-Prozessorherstellern wie Intel und AMD im Servermarkt dar.

Rückgrat für 600-Milliarden-Infrastruktur-Offensive

Die Partnerschaft bildet das Hardware-Fundament für Metas gewaltigen Infrastruktur-Investitionsplan. Das Unternehmen will bis 2028 rund 600 Milliarden Euro in US-Infrastrukturprojekte stecken. Das Kapital fließt in den Bau von fast 30 neuen Rechenzentren, darunter zwei Mega-Anlagen mit den Codenamen „Prometheus“ und „Hyperion“. Sie sind für die enormen thermischen und Leistungsanforderungen der nächsten KI-Cluster-Generation ausgelegt.

Trotz eigener Chip-Entwicklungen wie dem Meta Training and Inference Accelerator (MTIA) bleibt das Unternehmen für seine rechenintensivsten Aufgaben stark von NVIDIA abhängig. Analysten schätzen den Wert des Deals angesichts der Preise für High-End-KI-Chips auf viele zehn Milliarden Euro. Bei einem durchschnittlichen Preis von über 16.000 Euro pro Einheit bedeutet ein Absatzvolumen in Millionenhöhe eine massive Umsatzpipeline für den Chiphersteller.

„Vera Rubin“-Plattform und der Effizienz-Fokus

Erstmals konkret wurden Details zur Integration von NVIDIAs nächster CPU-Generation „Vera“. Sie soll mit dem „Rubin“-GPU zur „Vera Rubin“-Superchip-Plattform gekoppelt werden. Die Vorgänger-Generation Grace habe bereits gezeigt, dass sie für bestimmte Backend-Workloads die doppelte Leistung pro Watt gegenüber traditionellen Servern liefere, so NVIDIA. Die Nachfolger-Generation Vera ziele auf weitere Effizienzgewinne.

Diese Fokussierung ist entscheidend. Da KI-Modelle exponentiell wachsen, ist der Stromverbrauch zum limitierenden Faktor für den Ausbau von Rechenzentren geworden. Durch die Optimierung des gesamten Stacks – CPU, GPU, Netzwerk und Software – wollen NVIDIA und Meta aktuelle Leistungsgrenzen durchbrechen.

Anzeige

Während Meta Milliarden in KI‑Infrastruktur steckt, gelten seit August 2024 neue EU‑Regeln für KI‑Systeme – viele Unternehmen riskieren sonst Bußgelder und Nachrüstpflichten. Ein kostenloses E‑Book erklärt verständlich, welche Kennzeichnungspflichten, Risikoklassen und Dokumentationsanforderungen jetzt wichtig sind und welche Fristen gelten. Praktisch für Entwickler, Betreiber und Entscheider, die großskalige KI-Deployments planen. Jetzt kostenlosen Leitfaden zur EU‑KI‑Verordnung herunterladen

Marktreaktion und Branchen-Beben

Die Finanzmärkte reagierten positiv. Die NVIDIA-Aktie legte am Mittwoch um rund 1,2 Prozent zu. Metas Aktie blieb weitgehend unverändert, da Anleger die gewaltigen Investitionen gegen die potenziellen langfristigen Erträge einer führenden KI-Position abwägen.

Für die Halbleiterbranche signalisiert der Deal eine Verschiebung der Wettbewerbsdynamik. Mit der Wahl von NVIDIAs Grace- und Vera-CPUs für allgemeine Rechenaufgaben diversifiziert Meta seine Lieferkette weg von traditionellen x86-Anbietern. Dieser Trend könnte die Einführung von ARM-basierten Prozessoren im Rechenzentrum beschleunigen.

Zudem dämpft die Vereinbarung Spekulationen, große Hyperscaler würden NVIDIA schnell zugunsten eigener Chips verlassen. Während Meta, Google und Microsoft weiterhin eigene Silizium-Entwicklungen vorantreiben, zeigt dieser Deal: Für die absoluten Top-Anforderungen im KI-Training bleibt NVIDIAs integriertes Ökosystem der „Goldstandard“.

Der Weg bis 2028: Ein neues Wettrennen beginnt

Die Umsetzung des Deals wird in Phasen erfolgen. Der unmittelbare Fokus liegt auf dem Ausbau von Blackwell-Clustern für das Training von Llama 4 und nachfolgenden Modellen. Die Einführung der Rubin-Architektur und der Vera-CPUs wird für den Zeitraum 2026-2027 erwartet, parallel zur Fertigstellung von Metas neuen Mega-Rechenzentren.

Experten sehen in dieser Partnerschaft den Taktgeber für den gesamten Sektor. Während Meta gigawattstarke Rechenzentren mit Millionen NVIDIA-Chips baut, könnten Wettbewerber gezwungen sein, ihre eigenen Infrastrukturausgaben zu beschleunigen. Das Rennen um die Hardware-Grundlage für eine Künstliche Allgemeine Intelligenz (AGI) ist in eine neue, kapitalintensivere Phase eingetreten – mit NVIDIA und Meta an der Spitze.

@ boerse-global.de

Hol dir den Wissensvorsprung der Profis. Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Trading-Empfehlungen – dreimal die Woche, direkt in dein Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr.
Jetzt anmelden.