Nvidia und Google investieren Milliarden in Indiens KI-Zukunft
19.02.2026 - 11:00:11 | boerse-global.deNeue KI-Gigafabriken und Unterseekabel sollen Indien zum globalen KI-Knotenpunkt machen. Auf dem India AI Impact Summit in Neu-Delhi haben die Tech-Riesen massive Infrastrukturprojekte angekündigt. Das Ziel: Indien soll nicht nur KI nutzen, sondern sie auch selbst entwickeln.
Der Chip-Riese Nvidia geht eine strategische Partnerschaft mit dem indischen Ingenieurskonglomerat Larsen & Toubro (L&T) ein. Gemeinsam wollen sie ein gigawattstarkes Netzwerk von KI-Rechenzentren errichten – sogenannte „KI-Fabriken“. Diese Infrastruktur soll „souveräne KI“ ermöglichen, bei der kritische Daten und Modelltraining innerhalb der Landesgrenzen bleiben.
Parallel dazu stattet Nvidia den indischen Anbieter Yotta Data Services mit über 20.000 seiner neuesten Blackwell Ultra GPUs aus. Diese Rechenpower soll die Entwicklung einheimischer KI-Modelle beschleunigen und die Abhängigkeit von ausländischer Serverkapazität verringern.
Googles digitale Lebensadern
Auch Google baut seine Präsenz massiv aus. Das Unternehmen kündigte den Bau neuer direkter Unterseekabel an, die Indien mit Singapur, Südafrika und Australien verbinden. Diese Datenautobahnen sollen die explodierende Nachfrage durch KI-Anwendungen bewältigen.
Das Projekt ergänzt den Bau eines großen KI-Rechenzentrums-Hubs in Visakhapatnam. Google-CEO Sundar Pichai sieht Indien auf einer „außergewöhnlichen Entwicklungspfade“ mit KI.
Regierung setzt auf Breitenwirkung
Jenseits der Konzern-Deals präsentierte die indische Regierung die „IndiaAI Mission 2.0“. Die Strategie verlagert den Fokus vom Infrastrukturausbau hin zur flächendeckenden KI-Anwendung, besonders in kleinen und mittleren Unternehmen.
Die Regierung rechnet in den nächsten zwei Jahren mit KI-Investitionen von über 200 Milliarden Euro. Ein neuer Fonds und steuerliche Anreize sollen Hightech-Startups fördern. Ein nationales Verzeichnis listet bereits über 110 Startups auf, die KI-Lösungen für Gesundheit, Landwirtschaft und Bildung entwickeln.
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Schwerpunkt auf globale Gerechtigkeit
Der Gipfel in Neu-Delhi unterscheidet sich deutlich von früheren Treffen in Europa oder Südkorea. Statt über existenzielle KI-Risiken zu debattieren, steht der gleichberechtigte Zugang und wirtschaftliche Nutzen für Schwellenländer im Mittelpunkt.
Die Botschaft ist klar: Entwicklungsländer sollen nicht nur Konsumenten westlicher KI sein, sondern selbst zu Schöpfern werden. Ein symbolischer Erfolg: Indien stellte einen Guinness-Weltrekord für die meisten Unterschriften in einer KI-Ethik-Kampagne auf – über 250.000 in 24 Stunden.
Baustelle 2026
Nach dem Gipfel beginnt die Umsetzungsphase. Das Jahr 2026 wird in Indien vor allem eines sein: eine riesige Baustelle. Es werden Kabel verlegt, Rechenzentren gebaut und Serverracks installiert.
Experten erwarten, dass die neue Infrastruktur einen Boom einheimischer KI-Entwicklung auslösen wird. Für den indischen IT-Sektor, der bis 2030 einen Wert von 400 Milliarden Euro anstrebt, könnte dies den lang ersehnten Sprung bedeuten: von der traditionellen Outsourcing-Nische hin zur wertschöpfenden Innovationskraft.
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