NVIDIA, KI-Gigant

NVIDIA: KI-Gigant vor Quartalszahlen unter Druck

25.02.2026 - 06:19:12 | boerse-global.de

NVIDIA veröffentlicht Quartalsergebnisse mit Rekorderwartungen. Der Fokus liegt auf der Nachfrage nach KI-Hardware, neuen Märkten und dem wachsenden Wettbewerbsdruck.

Die Tech- und Finanzwelt blickt heute gespannt auf NVIDIA. Der KI-Chip-Riese veröffentlicht nach Börsenschluss die Zahlen für das vierte Geschäftsquartal 2026. Der Bericht gilt als Stimmungsbarometer für die gesamte KI-Branche. Investoren erwarten Bestätigung für die anhaltend hohe Nachfrage nach den Hochleistungs-GPUs des Unternehmens. Die Bekanntgabe fällt in eine Phase strategischer Weichenstellungen – vom Vorstoß in den PC-Markt bis zu Plänen für die nächste Chip-Generation.

Die Erwartungen sind erneut gewaltig. Der Konsens der Analysten sieht einen Umsatz von rund 65 bis 66 Milliarden Euro voraus. Das wäre ein Jahr-auf-Jahr-Wachstum von etwa 67 Prozent. Der Gewinn je Aktie könnte um über 70 Prozent auf 1,53 Euro steigen. Treibende Kraft ist nach wie vor das Rechenzentrumsgeschäft, der unangefochtene Motor des jüngsten Erfolgs. Doch das Wachstumstempo zeigt Anzeichen einer Normalisierung. Das macht einige Anleger vorsichtig.

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Rechenzentren: Blackwalls Dominanz und die nächste Welle

Der Hauptgrund für den erwarteten Quartalserfolg ist die ungebrochene Nachfrage nach KI-Hardware, insbesondere den GPUs der Blackwell-Architektur. Die Abnehmerbasis weitet sich von Cloud-Giganten auf Unternehmen und staatliche KI-Initiativen aus. Allein das Rechenzentrumssegment soll im Quartal fast 59 Milliarden Euro Umsatz generieren.

Bereits jetzt bereitet NVIDIA die nächste Architektur-Generation vor, Codename „Rubin“. Die Plattform mit neuen GPUs und CPUs wie „Vera“ soll die Kosten für KI-Inferenz senken und die Effizienz steigern. Dieser Fokus auf Inferenz – den Einsatz trainierter KI-Modelle – wird entscheidend, während die Branche von der Modell-Erstellung zur praktischen Anwendung übergeht. Langfristige Partnerschaften, wie der am 17. Februar bekanntgegebene Mega-Deal mit Meta, sehen bereits den Einsatz künftiger Rubin-Hardware vor. Das sichert NVIDIA eine langfristige Roadmap in den größten Rechenzentren der Welt.

Strategische Weichen: Neue Märkte und Lieferketten

Während das Rechenzentrum die Cash-Cow bleibt, steuert NVIDIA neue Kurse. Das Unternehmen kündigte den Einstieg in den PC-Notebook-Markt an. Partnerschaften mit MediaTek und Intel sollen integrierte System-on-a-Chip-Produkte (SoC) hervorbringen. Dieser Schritt führt NVIDIA in ein hart umkämpftes, traditionell margenschwächeres Segment. Doch er eröffnet einen deutlich größeren Adressmarkt.

Parallel passt NVIDIA offenbar seine Investitionspläne mit OpenAI an und reduziert ein mögliches Engagement auf immer noch massive 30 Milliarden Euro. Diese Manöver zeigen eine dynamische Strategie: Sie balanciert milliardenschwere Langzeitwetten auf KI mit breiterer Marktdurchdringung. Diese Diversifizierung erfolgt in einer angespannten Lieferkettenlage. Berichte über Engpässe bei Speicherchips könnten künftige Produkteinführungen gefährden und die hohen Margen unter Druck setzen.

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Gaming: Ungewisse Zukunft für die RTX-Serie

Die Aussichten für die consumer-nahen GeForce-Gaming-GPUs sind weniger klar. Widersprüchliche Meldungen kursieren. Anfang Februar hieß es, NVIDIA plane aufgrund von Speicher-Engpässen 2026 keine „Super“-Versionen der aktuellen RTX-50-Serie. Die nächste Generation RTX 60 könnte sich sogar bis 2028 verzögern.

Doch jüngere Gerüchte Ende Februar zeichnen für den High-End-Markt ein anderes Bild. Spekulationen kreisen um eine mögliche „RTX 5090 Ti“ oder eine neue „Titan“-GPU auf Blackwell-Basis für Ende 2026. Die Karte soll eine moderate Leistungssteigerung bei deutlich höherem Stromverbrauch bieten. Sie zielt auf eine nische von Enthusiasten, die für Top-Performance einen Aufpreis zahlen. Offizielle Bestätigungen gibt es nicht – die Gaming-Community wartet.

Wettbewerbsdruck: Kunden diversifizieren

NVIDIAS immenser Erfolg weckt Konkurrenz. Der Wettbewerbsdruck wächst. Rivale AMD sicherte sich kürzlich einen erweiterten Deal zur Lieferung von KI-Chips an Meta. Das signalisiert: Großkunden diversifizieren ihre Lieanten aktiv. Zudem investieren einige von NVIDIAS größten Kunden, darunter Google, massiv in eigene Chips wie Tensor Processing Units (TPUs). Diese vertikale Integration der Hyperscaler stellt eine langfristige Herausforderung für NVIDIAS Marktdominanz dar.

Die heutige Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen wird daher nicht nur auf die Finanzen, sondern auf jedes Wort des Managements geprüft. Die Kommentare zu Wettbewerb, Lieferketten und künftiger Nachfrage sind entscheidend. Investoren wollen an der Prognose für das erste Quartal 2027 ablesen, ob der KI-Superzyklus genug Schwung hat, um diesen Druck zu überstehen. Das Ergebnis und der Ausblick heute werden den Ton für NVIDIA und den gesamten KI-Markt in den kommenden Monaten vorgeben.

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