NVIDIA: KI-Gigant vor entscheidendem Quartalsbericht
25.02.2026 - 16:09:34 | boerse-global.deDer KI-Chip-Marktführer NVIDIA veröffentlicht heute seine Zahlen für das vierte Quartal 2025/26. Der Bericht gilt als Lackmustest für den gesamten KI-Boom und könnte die Richtung für die Tech-Branche vorgeben.
Die Spannung ist greifbar. Noch vor der Veröffentlichung nach Börsenschluss notiert die NVIDIA-Aktie im Plus. Anleger hoffen auf einen positiven Impuls, nachdem der Kurs zuletzt seitwärts tendierte. Die Ergebnisse des Unternehmens gelten als entscheidender Indikator dafür, ob die gewaltigen Investitionen der Tech-Konzerne in KI-Infrastruktur weiter anhalten.
Während NVIDIA die Hardware für den KI-Boom liefert, stellt die EU mit dem AI Act bereits die rechtlichen Weichen für den Einsatz dieser Technologien. Dieser kostenlose Leitfaden zeigt Unternehmen kompakt auf, welche Kennzeichnungspflichten und Fristen sie jetzt kennen müssen. EU-KI-Verordnung: Kostenlosen Umsetzungsleitfaden sichern
Wall Street erwartet Explosion der Zahlen
Die Erwartungen sind enorm hoch. Analysten rechnen für das bis Januar laufende Quartal mit einem Umsatz von rund 65,7 Milliarden US-Dollar. Das wäre ein Wachstum von etwa 67 Prozent im Jahresvergleich. Der Gewinn je Aktie (EPS) soll sich sogar um über 70 Prozent auf etwa 1,53 US-Dollar fast verdreifachen.
NVIDIA hat sich einen Ruf als Überflieger erarbeitet: Das Unternehmen übertraf die Umsatzerwartungen in den letzten 13 Quartalen in Folge. Daher erwarten Investoren nicht nur eine leichte, sondern eine deutliche Übererfüllung der Prognosen. Die zentrale Frage lautet: Kann der Konzern sein atemberaubendes Wachstumstempo halten? Selbst glänzende Zahlen, die nur den Erwartungen entsprechen, könnten die hochgespannte Stimmung dämpfen.
KI-Rechenzentren: Das Herzstück des Erfolgs
Der Motor des Wachstums ist nach wie vor das Geschäft mit KI-Rechenzentren. Diese Sparte, die die essenziellen Grafikprozessoren (GPUs) für das Training von KI-Modellen liefert, dürfte im vierten Quartal etwa 60 Milliarden US-Dollar umgesetzt haben. Das wäre der überwältigende Großteil des Gesamtumsatzes.
Die Nachfrage wird durch einen ungebremsten Investitionswettlauf der Hyperscaler befeuert. Konzerne wie Amazon, Google, Meta und Microsoft kämpfen darum, ihre KI-Kapazitäten auszubauen. Die Börse wird genau auf die Worte von CEO Jensen Huang achten. Erwartet werden Einschätzungen zur Nachfrage nach der aktuellen Blackwell-Architektur und zum Produktionshochlauf. Jedes Signal für anhaltende oder steigende Nachfrage würde als starkes positives Zeichen gewertet.
Der Blick nach vorn ist entscheidender
Für viele Anleger ist die Prognose für das erste Quartal 2026/27 sogar wichtiger als die historischen Zahlen. Die Konsensschätzung der Wall Street liegt hier bei 72 bis 73 Milliarden US-Dollar Umsatz. Eine solche Vorausschau würde signalisieren, dass der Schwung ins neue Geschäftsjahr mitgenommen wird. Sie wäre der klarste Vertrauensbeweis des Managements in die Nachhaltigkeit des KI-Superzyklus.
Unter die Lupe genommen werden auch die Bruttomargen. Sie sollen sich auf etwa 75 Prozent erholen – ein Beleg für die starke Preissetzungsmacht und technologische Führungsposition. Analysten werden aber auch auf Hinweise zu steigenden Speicherkosten achten, die in kommenden Quartalen die Profitabilität belasten könnten.
Der massive Ausbau der KI-Infrastruktur bringt nicht nur neue Chancen, sondern auch komplexe regulatorische Anforderungen für Anbieter und Nutzer mit sich. Erfahren Sie in diesem Gratis-E-Book, wie Sie Ihr KI-System richtig klassifizieren und rechtssicher dokumentieren. Was Unternehmen über die neue KI-Verordnung wissen müssen
NVIDIA als Seismograf für die gesamte Tech-Branche
Die Bedeutung des Berichts reicht weit über NVIDIA hinaus. Während viele andere Tech-Giganten zu Jahresbeginn 2026 schwächelten, behauptete sich der KI-Chip-Hersteller. Sein Ergebnisbericht wird daher zum Stresstest für die gesamte KI-Investmentthese, die den Markt antreibt.
Die Reaktion der NVIDIA-Aktie dürfte Wellen schlagen: über die gesamte Halbleiterindustrie und KI-Softwareunternehmen bis hin zu großen Indizes wie dem Nasdaq 100. Ein starkes Ergebnis könnte den breiteren KI-Handel neu beleben. Zeichen von Schwäche oder vorsichtige Aussichten könnten dagegen eine breitere Verkaufswelle auslösen. Der Bericht wird auch Aufschluss über das Wettbewerbsumfeld geben. Investoren bewerten die Bedrohung durch eigene Chip-Projekte der Tech-Giganten im Vergleich zu NVIDIA's etablierter Marktstellung.
Was kommt nach Blackwell?
Der Markt blickt bereits auf die nächsten Schritte. Erwartet werden Updates zur Produkt-Roadmap, zur weiteren Verbreitung der Blackwell-Plattform und Einblicke in die nächste Chip-Generation mit dem Codenamen „Vera Rubin“. Wichtige Themen im Investor-Call werden auch die Bewältigung von Lieferengpässen und die Auswirkungen der US-Exportbeschränkungen für China sein.
Die heutigen Zahlen liefern den bislang deutlichsten Hinweis darauf, ob die monumentalen KI-Investitionen eine nachhaltige technologische Revolution sind – oder ein Boomzyklus, der seinen Höhepunkt erreicht. Die Börse wartet gespannt auf die entscheidenden Daten und die Narrative des Konzerns.
Hol dir jetzt den Wissensvorsprung der Aktien-Profis.
Seit 2005 liefert der Börsenbrief trading-notes verlässliche Aktien-Empfehlungen – dreimal pro Woche, direkt ins Postfach. 100% kostenlos. 100% Expertenwissen. Trage einfach deine E-Mail Adresse ein und verpasse ab heute keine Top-Chance mehr.
Jetzt abonnieren.


